Stifel: Die US-Wirtschaft erlebt eine "überhitzte Expansion", wobei der Investitionszyklus in künstliche Intelligenz den Konsumdruck überwiegt.
BlockBeats berichtet, dass Stifel, ein großes diversifiziertes US-Finanzdienstleistungsunternehmen, am 25. Juni das Jahresendziel für den S&P 500 angehoben und einen Aktienstruktur-Rahmen für ein Umfeld mit „hohem Wachstum und hoher Inflation“ vorgestellt hat.
Das Institut hat das Jahresendziel für den S&P 500 auf 7.800 Punkte erhöht und sieht die US-Wirtschaft in einem „running hot“-Zustand, d. h. das Wirtschaftswachstum nimmt zu und gleichzeitig steigen auch die Inflationsdrucke. Das Modell von Stifel zeigt, dass die US-Wachstumsdynamik stärker wird, während auch die Inflationsdynamik deutlich überhitzt ist. Dies wird die Sektorenstruktur der Marktführer im zweiten Halbjahr verändern.
Stifel favorisiert nicht die traditionellen Konsumsektoren, sondern investitionsorientierte zyklische Branchen wie Banken, Transport, Materialien, Energie, Halbleiter, Software und Ausrüstung. Das Institut geht davon aus, dass die KI-Investitionen in Sachanlagen weiter wachsen werden: Die großen Technologieunternehmen Amazon, Microsoft, Meta und Google werden voraussichtlich ihre gesamten Investitionsausgaben im Jahr 2026 auf rund 725 Milliarden US-Dollar erhöhen, was etwa 100 Milliarden US-Dollar über den bisherigen Prognosen liegt.
Dies bedeutet, dass die KI-Investitionskette der vom Inflationsdruck betroffenen Verbraucherkette weiterhin überlegen sein könnte. Stifel empfiehlt Anlegern, ihre Abhängigkeit von zyklischem Verbrauch, Basiskonsumgütern, Kommunikationsdiensten und Teilen der Finanzdienstleistungen zu reduzieren, da diese Bereiche eine schwächere Gewinnkorrektur aufweisen. Im Gegensatz dazu bevorzugt das Institut zyklische Value-Aktien und nutzt defensive Value-Sektoren wie Versicherungen, Automobil, Energie und Banken als Absicherung.
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