Polymarket führt eine neue Wette über die Anzahl der Zinserhöhungen der Federal Reserve im Jahr 2026 ein.
Überwachung zeigt, dass Polymarket das Prognose-Event „Anzahl der Zinserhöhungen der Federal Reserve im Jahr 2026“ gestartet hat.
Bezogen auf den Zinspfad handelt der Markt derzeit de facto zwei völlig unterschiedliche makroökonomische Narrative: Die eine Ansicht geht davon aus, dass die US-Wirtschaft im Jahr 2026 in eine Phase nachlassenden Wachstums eintreten wird, die Federal Reserve abwartend bleibt oder sogar Zinssenkungen wieder aufnimmt; die andere Ansicht besagt, dass, falls die Inflation erneut anzieht oder die langfristigen Inflationserwartungen außer Kontrolle geraten, die Federal Reserve gezwungen sein könnte, den Zyklus der Zinserhöhungen wieder aufzunehmen. Daher spiegelt die hohe Bewertung rund um „3 bis 4 Zinserhöhungen“ im Kern eine Neubewertung der Marktteilnehmer hinsichtlich der Inflationspersistenz und wirtschaftlichen Widerstandsfähigkeit im kommenden Jahr wider und stellt keinen Konsens über einen einzigen Entwicklungspfad dar.
Bank of America hat bereits als erste eine deutlich restriktivere Prognose für den Zinspfad abgegeben. BofA Global Research erwartet nun, dass die Federal Reserve im September, Oktober und Dezember 2026 jeweils die Zinsen um 25 Basispunkte anheben wird, mit einer Gesamtsteigerung von 75 Basispunkten im Jahr und einer Erhöhung des Zielbandes für die Federal Funds Rate auf 4,25 %–4,50 %. Diese Einschätzung stellt gegenüber der bisherigen Erwartung, die Zinsen innerhalb des Jahres nicht anzupassen, eine klare Anhebung dar. Hauptgrund dafür sind die weiterhin robuste Entwicklung des amerikanischen Arbeitsmarkts, die schleppende Rückführung der Inflation und die Möglichkeit, dass unter der Führung des neuen Vorsitzenden Kevin Warsh die Federal Reserve politisch restriktiver reagieren könnte. Im Vergleich dazu prognostiziert die Deutsche Bank ebenfalls einen Zinserhöhungsbeginn im September, aber eine Gesamtsteigerung von nur 50 Basispunkten im Jahr, was zeigt, dass die wichtigsten Wall-Street-Institute die Risiken eines Zinsanstiegs in den USA im Jahr 2026 neu bewerten.
Bleiben Sie am Prognosemarkt dran – Veränderungen erkennen, bevor sie sich im Pricing abzeichnen.
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