Die dovishen Signale der Europäischen Zentralbank und die schwache Wirtschaft führen zu sinkenden Renditen österreichischer Staatsanleihen.
- Die Rendite der österreichischen 10-jährigen Staatsanleihen fiel am Dienstagmorgen auf 3,18 %, nachdem die Äußerungen der Präsidentin der Europäischen Zentralbank, Lagarde, die Markterwartungen hinsichtlich weiterer Zinserhöhungen abgemildert hatten. Gleichzeitig führten schwache Wirtschaftsdaten aus der Eurozone und aus Deutschland zu einer verstärkten Nachfrage nach Anleihen.
- Obwohl der Einkaufsmanagerindex (PMI) der Eurozone eine leichte Verbesserung zeigte, liegt er weiterhin unter der Wachstums-Schwelle von 50 Punkten, was darauf hinweist, dass die wirtschaftliche Aktivität nach wie vor schrumpft. Der deutsche PMI erreichte sogar ein 18-Monats-Tief, das deutliche Anzeichen für mangelnde wirtschaftliche Dynamik liefert und den Bedarf an sicheren Anlagen unterstreicht.
- Die Aussagen von Lagarde veranlassten die Märkte dazu, den geldpolitischen Kurs der Europäischen Zentralbank neu zu bewerten. Sollten nachfolgende Daten den Trend der wirtschaftlichen Abschwächung bestätigen, könnten die Erwartungen für Zinssenkungen im Laufe des Jahres weiter steigen und so die Renditen der Staatsanleihen in der Eurozone weiter nach unten ziehen.
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