Reliance Industries in Indien nimmt den Import von irakischem Rohöl wieder auf, da die mit einem Hormuz-Rabatt versehenen Lieferungen Raffinerien anziehen.
⑴ Daten des indischen Reliance Industries zeigen, dass seine in Jamnagar im Westen gelegene Raffinerie den Import von irakischem Rohöl wieder aufgenommen hat. Eine große Öltankerladung mit 2 Millionen Barrel wurde geliefert, nachdem das Unternehmen zuvor einen Monat lang kein irakisches Rohöl bezogen hatte. ⑵ Laut informierten Kreisen hat Reliance mindestens drei Öltanker gechartert, um Rohöl aus Häfen innerhalb der Straße von Hormus zu verladen. Die Fracht aus dieser Region wurde aufgrund der veränderten Lage in der Meerenge mit deutlichen Abschlägen gehandelt, was Raffinerien zu verstärkten Käufen veranlasste. ⑶ Die Daten zeigen außerdem, dass Reliance im Mai seine Rohölimporte gegenüber dem Vormonat um etwa 12 % auf 1,15 Millionen Barrel pro Tag gesenkt hat, hauptsächlich, weil in einer seiner inländischen Raffinerien mit einer Tageskapazität von 660.000 Barrel planmäßige Wartungsarbeiten durchgeführt wurden. Die betreffenden Anlagen wurden inzwischen wieder in Betrieb genommen. ⑷ In Bezug auf die Herkunftsstruktur lag das gesamte Importvolumen aus dem Nahen Osten im Mai bei 435.000 Barrel pro Tag, was einem Rückgang von 10,1 % gegenüber dem Vormonat entspricht. Die Importe aus den Vereinigten Arabischen Emiraten stiegen jedoch um 47,5 % auf 369.000 Barrel pro Tag und machten sie damit zur größten Bezugsquelle im Nahen Osten für diesen Monat. ⑸ Die Importe aus Lateinamerika gingen gegenüber dem Vormonat um 26,1 % auf 379.000 Barrel pro Tag zurück. Venezuela blieb zwar Hauptlieferant, aber der Import sank gegenüber dem Vormonat um 17,9 % auf 203.000 Barrel pro Tag. ⑹ Die Importe aus den GUS-Staaten stiegen gegenüber dem Vormonat um 11,9 % auf 244.000 Barrel pro Tag. Die russischen Lieferungen blieben mit 214.000 Barrel pro Tag annähernd stabil, lagen jedoch im Jahresvergleich um 58,8 % niedriger. Dies zeigt, dass indische Raffinerien weiterhin ihre Bezugsquellen diversifizieren, um Preisschwankungen aufgrund geopolitischer Veränderungen abzufedern.
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