Goldman Sachs: Es wird erwartet, dass die Fed auf der Juni-Sitzung den Zinssatz unverändert lässt; eine Zinserhöhung ist unwahrscheinlich.
Goldman Sachs veröffentlichte einen Forschungsbericht, der feststellt, dass seit dem letzten FOMC-Treffen die wichtigste Veränderung in den Konjunkturdaten ein deutlicher Anstieg des Beschäftigungswachstums war, wodurch der Arbeitsmarkt auf einen stabileren Kurs gebracht wurde. Dies hat den Marktfokus darauf verlagert, ob die Inflationslage so ernst ist, dass sie eine Zinserhöhung rechtfertigt. Goldman Sachs hält eine Zinserhöhung jedoch für wenig wahrscheinlich.
Das Institut weist darauf hin, dass die Federal Reserve einerseits in der Vergangenheit selten aufgrund von Ölpreisschocks die Zinsen erhöht hat, und andererseits das aktuelle Umfeld das Risiko einer sich selbst verstärkenden hohen Inflation durch Ölpreisschocks verringert. Nichtsdestoweniger gibt es bereits einige besorgniserregende Anzeichen. Sollte es zu einem deutlichen Anstieg der Inflationserwartungen oder der Breite hochinflationärer Kategorien kommen, würde die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung steigen.
Goldman Sachs geht davon aus, dass das FOMC auf der ersten Sitzung im Juni unter dem neuen Vorsitzenden den Federal Funds Rate mit hoher Wahrscheinlichkeit unverändert lassen und die bisherige andeutende Forward Guidance für Zinssenkungen streichen wird. Die Bank erwartet, dass in der Mitteilung zum Treffen lediglich die Aussage “Ausmaß und Zeitpunkt zusätzlicher Anpassungen” in Bezug auf die Anpassungen des Federal Funds Rate entfernt wird.
Die Bank rechnet damit, dass der Median der Dot Plot-Projektionen zeigt, dass der Federal Funds Rate im Jahr 2026 unverändert bleibt, wobei drei Mitglieder prognostizieren, dass es später im Jahr zu einer Zinserhöhung kommen wird. Dennoch erwartet die Bank, dass der Median der Dot Plot-Projektionen weiterhin letztlich zwei Zinssenkungen zeigt, die voraussichtlich 2027 und 2028 erfolgen werden. Einige neutrale Zinspunkte könnten nach oben angepasst werden, aber der Median wird wahrscheinlich nicht steigen. Die Bank geht davon aus, dass der neue Vorsitzende Waller keinen Dot Plot einreichen wird, da er die Forward Guidance in der Vergangenheit kritisiert hat.
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