Wird der Goldpreis weiter fallen?
Quelle: Chinesisches Goldnetzwerk
Unabhängiger Analyst
Die US-Inflationsrate liegt seit über fünf Jahren kontinuierlich über dem 2%-Ziel der Federal Reserve, und die wirtschaftliche Unsicherheit in den USA ist deutlich gestiegen. Im Mai wurden 172.000 neue Arbeitsplätze außerhalb der Landwirtschaft geschaffen, Markterwartung waren 88.000. Die Beschäftigungszahlen für März und April wurden um insgesamt 93.000 nach oben revidiert, das Beschäftigungswachstum der letzten drei Monate war das stärkste seit mehr als zwei Jahren. Die Arbeitslosenquote blieb bei 4,3%, der Stundenlohn stieg im Jahresvergleich um 3,4%. Nach Veröffentlichung der Daten preiste der Zinsswap-Markt eine Zinserhöhung der Fed um etwa 24 Basispunkte bis zur Oktobersitzung ein und rechnet bis Ende April nächsten Jahres mit insgesamt etwa 41 Basispunkten. Die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung um 25 Basispunkte ist für dieses Jahr nahezu vollständig eingepreist.
Zertifizierter Senior-Goldanlage-Analyst
Die neuesten Arbeitsmarktdaten aus den USA waren deutlich besser als erwartet. Es wurden 172.000 neue Stellen geschaffen, fast doppelt so viel wie prognostiziert, und die Arbeitslosenquote blieb auf einem niedrigen Niveau von 4,3%. Diese Zahlen haben die Markthoffnung auf Zinssenkungen durch die Fed erheblich reduziert, was die hohen Zinserwartungen erneut als Belastung auf den internationalen Goldpreis legt. Doch die geopolitischen Spannungen bleiben präsent und die Flucht in sichere Häfen stützt den Goldpreis weiterhin.
Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Zentrum für die wirtschaftliche Entwicklung des Goldsektors in Peking
Im Ausblick für diese Woche richtet sich der Fokus des Marktes auf die US-Inflationsdaten. Die Erwartungen auf weitere Zinserhöhungen der Fed könnten sich verstärken und den Druck auf die internationalen Edelmetallpreise erhöhen. Aus technischer Sicht ist der internationale Goldpreis unter den 200-Tage-Durchschnitt gefallen, und die 10-Wochen-Linie hat die 30-Wochen-Linie nach unten gekreuzt, was weiterhin Abwärtsrisiken signalisiert.
Zhaojin Refining
Verantwortlicher Redakteur: Zhu He Nan
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