Mehrere Wall-Street-Institutionen sind der Ansicht, dass die Bullenmarkt-Logik für US-Aktien unverändert bleibt; Morgan Stanley und Citi bleiben weiterhin optimistisch für den Markt.
BlockBeats berichtet, dass der Nasdaq am vergangenen Freitag um 4,2 % eingebrochen ist, nachdem starke Arbeitsmarktdaten die Erwartungen für eine Zinserhöhung der US-Notenbank in diesem Jahr befeuert hatten. Der Halbleitersektor führte die Verluste an und sorgte global für Marktturbulenzen. JPMorgan, Citi und andere Wall-Street-Institute sind jedoch der Meinung, dass diese Korrektur einer gesunden Marktbereinigung entspricht und kein Ende des Bullenmarktes signalisiert.
Mike Wilson, leitender US-Aktienstratege bei Morgan Stanley, erklärte, dass der jüngste Ausverkauf in erster Linie auf die zuvor übermäßigen Kursgewinne und das hohe Engagement im Halbleitersektor zurückzuführen sei. Der Philadelphia Semiconductor Index war zuvor im laufenden Jahr um fast 96 % gestiegen und hatte sich deutlich vom historischen Durchschnitt entfernt, was auf eine Überhitzung des Marktes hindeutet. Seiner Ansicht nach trägt die aktuelle Korrektur dazu bei, die Marktstimmung abzukühlen, gefährdet jedoch nicht die Fundamentaldaten der US-Wirtschaft und der Unternehmensgewinne.
Wilson hob hervor, dass der ISM-Produktionsindex auf 54 gestiegen ist und damit ein neues Hoch seit 2022 erreicht hat. Auch der Dreimonatsschnitt bei den neu geschaffenen Stellen außerhalb der Landwirtschaft liegt bei 166.000 – beides Anzeichen für eine weiterhin robuste Wirtschaft. Sein Team hält am Jahresendziel von 8.000 Punkten für den S&P 500 fest und empfiehlt Anlegern, überfüllte Momentum-Trades abzubauen und stattdessen auf Konsumgüter, Regionalbanken und Transportsektoren zu setzen.
Gleichzeitig hat Citi das S&P 500-Jahresendziel für 2026 von 7.700 auf 8.100 Punkte angehoben und die Gewinnerwartungen pro Aktie der S&P 500-Unternehmen für das Jahr 2026 von 320 auf 350 US-Dollar erhöht. Für 2027 wird nun erstmals ein Gewinn je Aktie von 400 US-Dollar prognostiziert.
Citi ist der Ansicht, dass der Investment-Boom rund um AI sowie die Widerstandsfähigkeit der Unternehmensgewinne die Kursentwicklung am US-Aktienmarkt weiterhin unterstützen werden. Gleichzeitig warnt das Institut jedoch davor, dass das Wachstum der AI-Investitionen ab 2027 nachlassen könnte, was hinsichtlich der Bewertungen zu Anpassungsdruck führen kann. Dieses Risiko sei aber derzeit noch nicht der Hauptfaktor für das Marktgeschehen.
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