Kryptowährungen entkoppeln sich von US-Aktien: S&P 500 erreicht neues Allzeithoch mit neun Wochen Gewinnen, während Bitcoin und Ethereum weiterhin wöchentliche Verluste verzeichnen
BlockBeats News, 30. Mai: Gestützt durch die optimistischen Erwartungen einer möglichen Verlängerung des Waffenstillstandsabkommens zwischen den USA und Iran, haben der US-Aktienmarkt und der Ölmarkt in dieser Woche weiter an Stärke gewonnen. Der S&P 500 Index stieg die neunte Woche in Folge und setzte damit einen neuen Rekord für den längsten Wochengewinn seit 2023; Brent-Rohöl blieb stabil bei etwa 92 US-Dollar pro Barrel.
Der Kryptomarkt konnte jedoch dem Anstieg der makroökonomischen Risikoanlagen nicht folgen. In der vergangenen Woche fiel Bitcoin um 2,6% auf 73.445 US-Dollar, Ethereum sank um 2,5% auf 2.011 US-Dollar, Solana verlor 2,2% und TRX stürzte um 5,6% ab und wurde damit zu einem der schwächsten Token unter den zehn größten Kryptowährungen nach Marktkapitalisierung. Marktanalysen gehen davon aus, dass das Nachlassen der Zuflüsse in Spot Bitcoin ETFs den Preis von Bitcoin unter Druck gesetzt hat.
Im Gegensatz dazu haben einige Token mit kleiner und mittlerer Marktkapitalisierung gut performt. Dazu gehörte der native Token von Hyperliquid, HYPE, der in dieser Woche um 19,4% auf etwa 65 US-Dollar zulegte und somit zum größten Highlight des Marktes wurde. Zuvor hatte Intercontinental Exchange (ICE) CEO Jeffrey Sprecher Hyperliquid auf der Bernstein-Konferenz als „größere Chance als Nasdaq“ bezeichnet, was die Marktstimmung zusätzlich beflügelte.
Außerdem stieg BNB diese Woche um 1,9%, XRP gewann 0,7% hinzu und DOGE blieb relativ stabil.
Auf makroökonomischer Ebene äußerte sich US-Präsident Trump dahingehend, dass eine endgültige Entscheidung zum Memorandum of Understanding über den Waffenstillstand zwischen den USA und Iran getroffen wurde; er besteht jedoch weiterhin darauf, dass Iran sein Atomprogramm aufgibt, seinen Bestand an angereichertem Uran überlässt und die Straße von Hormus öffnet. Marktteilnehmer glauben angesichts der großen Diskrepanzen zwischen den beiden Parteien bei Schlüsselfragen, dass der aktuelle Anstieg der Risikoanlagen weiterhin fragil bleibt und jede negative Nachricht im Zusammenhang mit den Iran-Verhandlungen eine Umkehr der Marktstimmung auslösen könnte.
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