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Krypto: Die SEC verlangsamt 3x–5x gehebelte ETFs

Krypto: Die SEC verlangsamt 3x–5x gehebelte ETFs

CointribuneCointribune2025/12/04 18:16
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Von:Cointribune
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Angesichts des neuen Krypto-Fiebers greift die SEC ein, um spekulative Exzesse auf dem globalen Markt entschieden einzudämmen. Indem sie sich auf extrem gehebelte Krypto-ETFs konzentriert, warnt die Aufsichtsbehörde davor, dass die Ära unkontrollierter x5-Produkte zu Ende geht. Zwischen der Regulierung von Innovationen und dem Schutz der Anleger wird eine neue rote Linie im globalen Krypto-Ökosystem gezogen.

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Kurz gefasst

  • Die SEC warnt Emittenten von Krypto-ETFs, die bis zu x5 Hebelwirkung anbieten, da dieses Hebelniveau als übermäßig und gefährlich angesehen wird.
  • Vor dem Hintergrund von Flash-Crashs und Rekordliquidationen versucht die Aufsichtsbehörde, die systemische Auswirkung einer in den Kryptomärkten unkontrollierbar gewordenen Hebelwirkung zu begrenzen.
  • Gehebelte ETFs bleiben erlaubt, jedoch in einem strengeren Rahmen, in dem der Anlegerschutz und die Risikokontrolle über der Spekulation stehen.

Ein plötzlicher Stopp für die riskantesten Krypto-ETFs

Die Securities and Exchange Commission (SEC), die plant, einen neuen Rahmen für Krypto-Innovationen einzuführen, hat beschlossen, Alarm zu schlagen. Sie hat mehrere ETF-Emittenten, darunter Direxion, ProShares und Tidal, nach der Einreichung von Anträgen für gehebelte Fonds, die eine bis zu fünffache Exponierung auf den zugrunde liegenden Vermögenswert bieten könnten, mit Warnschreiben kontaktiert – ein Niveau, das von der Aufsichtsbehörde als schlichtweg übertrieben angesehen wird.

Gestützt auf den Investment Company Act von 1940 legt die SEC das maximal zulässige Engagement auf lediglich 200 % fest. In der Praxis verstößt jeder ETF, der mehr als die doppelte Performance oder den doppelten Verlust eines Vermögenswerts bietet, gegen die Vorschriften. Die Vorschläge müssen daher zurückgeschraubt werden, bevor eine Genehmigung in Aussicht steht.

Bemerkenswert ist die Geschwindigkeit der Umsetzung: Die Briefe wurden am selben Tag veröffentlicht, an dem sie verschickt wurden. Ein seltener und fast symbolischer Schritt, mit dem die SEC die Branche und Sparer vor unkontrollierten spekulativen Missbräuchen warnt.

Hebelwirkung, Motor für Gewinne und Kettenreaktionen

Diese Warnung erfolgt inmitten hoher Spannungen an den Kryptomärkten. Im Oktober führte ein Flash-Crash zu Liquidationen von mehr als 20 Milliarden US-Dollar – ein beispielloser Rekord im Bereich der Derivate. Eine brutale Erinnerung daran, dass Hebelwirkung zwar Gewinne vervielfacht, Verluste jedoch exponentiell verstärkt.

Laut Glassnode haben sich die Liquidationen an den Krypto-Futures-Märkten seit dem letzten Bullenzyklus verdreifacht. Long-Liquidationen stiegen von 28 auf 68 Millionen, Shorts sprangen ebenfalls von 15 auf 45 Millionen. Diese Zahlen spiegeln einen Anstieg der systemischen Spekulation wider.

Analysten des Kobeissi Letter nehmen kein Blatt vor den Mund: „Die Hebelwirkung ist eindeutig außer Kontrolle geraten.“ Und das aus gutem Grund: Je stärker die Volatilität steigt, desto mehr werden gehebelte Produkte zu Zeitbomben. Jede Korrektur löst eine Kettenreaktion aus, bei der automatische Liquidationen die Preise noch weiter nach unten treiben und schließlich einen sich selbst verstärkenden Crash verursachen.

Gehebelte Krypto-ETFs: eine trügerische Sicherheit für Anleger

Seit der US-Präsidentschaftswahl 2024 hat die Hoffnung auf ein günstigeres regulatorisches Klima die Nachfrage nach gehebelten Krypto-ETFs angekurbelt. Viele Anleger sahen in ihnen eine „sicherere“ Alternative zu traditionellen Derivaten: keine Margin Calls, keine Zwangsliquidationen und eine vereinfachte Exponierung über traditionelle Aktienmärkte.

Doch diese Sicherheit ist teilweise trügerisch. Denn auch ohne automatische Liquidation häufen sich Verluste genauso schnell, wenn nicht sogar schneller, in einem Bärenmarkt oder einem lediglich stagnierenden Markt an. Der für diese ETFs spezifische tägliche Rebalancing-Mechanismus zehrt die Performance nach und nach auf und verwandelt eine kurzfristige Wette in eine langsame Kapitalerosion.

Kurz gesagt, gehebelte ETFs „verpacken“ das Risiko, sie beseitigen es nicht. Die Entscheidung der SEC bringt den Markt somit wieder in einen rationaleren Rahmen zurück – fernab von den Versprechen einer Verfünffachung der Gewinne, die Anfänger anziehen und Institutionen beunruhigen.

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Haftungsausschluss: Der Inhalt dieses Artikels gibt ausschließlich die Meinung des Autors wieder und repräsentiert nicht die Plattform in irgendeiner Form. Dieser Artikel ist nicht dazu gedacht, als Referenz für Investitionsentscheidungen zu dienen.

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