Jeder dritte junge Anleger wechselt zu krypto-freundlichen Beratern
Krypto wird zunehmend in alltägliche Investitionen integriert, und viele junge Anleger betrachten es mittlerweile als natürlichen Bestandteil eines gut aufgebauten Portfolios. Dieser Wandel verändert die Art und Weise, wie Kunden ihre Berater beurteilen. Wer sich frühzeitig anpasst, kann Beziehungen stärken und neue Geschäfte anziehen, während diejenigen, die den Trend ignorieren, mit dem Verlust von Kunden rechnen müssen. Eine Studie von Zerohash ergab, dass jeder dritte junge Anleger bereits einen Berater verlassen hat, der keinen Zugang zu digitalen Vermögenswerten bot.
Kurz gefasst
- Unter den einkommensstarken Anlegern im Alter von 18 bis 40 Jahren haben 26 % zwischen 500.000 und 1 Million US-Dollar und 34 % zwischen 250.000 und 500.000 US-Dollar von Beratern ohne Krypto-Angebot abgezogen.
- Die meisten Krypto-Anleger verwahren ihre Vermögenswerte eigenständig, nur 24 % halten sie bei einem Berater.
- Das Vertrauen in Krypto wächst, da 82 % der Befragten durch das Engagement großer Institutionen beruhigt sind.
Berater verlieren junge Kunden wegen Krypto
Die von Centiment in Auftrag gegebene und von Zerohash durchgeführte Umfrage zeigt eine bedeutende Umschichtung digitaler Vermögenswerte bei Anlegern im Alter von 18 bis 40 Jahren. Die Ergebnisse zeigen, dass 26 % der Befragten zwischen 500.000 und 1 Million US-Dollar von Beratern abgezogen haben, die Krypto meiden, während weitere 34 % zwischen 250.000 und 500.000 US-Dollar aus demselben Grund umgeschichtet haben.
Diese Verschiebungen spiegeln das Profil der 500 befragten US-Teilnehmer wider, die alle mehr als 100.000 US-Dollar pro Jahr verdienen, einige davon nähern sich 1 Million US-Dollar, und 75 % von ihnen verlassen sich bereits auf einen Profi für ihre Anlageplanung.
Die Art und Weise, wie diese Anleger ihre Vermögenswerte umschichten, spiegelt einen breiteren Wandel im Wealth Management wider. Jüngere Anleger stellen digitale Vermögenswerte ins Zentrum ihrer Portfolios, auch wenn viele Berater noch nicht aufgeholt haben. Die Umfrage hebt diesen Trend hervor und zeigt wichtige Muster im direkten Umgang mit Krypto-Besitz:
- 76 % der Krypto-Anleger verwahren ihre Vermögenswerte eigenständig, nur 24 % halten sie bei einem Berater;
- Gleichzeitig widmen 43 % zwischen 5 % und 10 % ihres Portfolios digitalen Vermögenswerten, was auf ein stetiges Engagement hinweist;
- Andere gehen noch weiter: 27 % allokieren 11 %–20 %, und 11 % legen mehr als 20 % in Krypto an, was ein stärkeres Engagement widerspiegelt.
Institutionelle Schritte stärken das Vertrauen in Krypto
Ein wichtiger Treiber für das wachsende Vertrauen ist das Engagement großer Finanzakteure. Die Forschung von Zerohash zeigt, dass 82 % der befragten Anleger sich durch den Einstieg großer Institutionen wie BlackRock, Fidelity, Robinhood und Morgan Stanley in den Markt sicherer fühlen. Ihre Teilnahme wird als Zeichen für die Reifung der Branche gesehen.
Die Umfrage zeigt, dass dieses Gefühl zukünftige Entscheidungen beeinflusst. Zerohash berichtet, dass 84 % der jüngeren Anleger planen, ihr Krypto-Engagement im kommenden Jahr zu erhöhen. Innerhalb dieser Gruppe beabsichtigen 46 %, ihre Allokationen deutlich zu steigern.
Die Portfolio-Allokationen spiegeln diesen Wandel wider: Rund 71 % der Anleger widmen nun 5–20 % ihres Gesamtvermögens digitalen Assets und stellen Krypto damit traditionellen Anlagen wie Aktien, Anleihen und Immobilien gleich.
Wunsch nach mehr als nur Bitcoin und Ethereum
Obwohl Bitcoin und Ethereum weiterhin den Markt dominieren, blicken Anleger zwischen 18 und 40 Jahren über das führende Duo hinaus. Laut den Ergebnissen sind 92 % der Meinung, dass der Zugang zu einer breiteren Palette digitaler Vermögenswerte wichtig ist, und jeder Fünfte bevorzugt bereits Alternativen wie Solana, Dogecoin und USD Coin (USDC).
Diese Begeisterung bedeutet jedoch nicht, dass Anleger die Herausforderungen ignorieren. Das schnelle Wachstum von Krypto hat auch das Spielfeld für Betrüger erweitert. Die Umfrage zeigt, dass fast 70 % der Befragten weiterhin besorgt über Bedrohungen wie Geldwäsche und Cyberangriffe sind. Diese Sorgen unterstreichen, dass trotz der Begeisterung Vorsicht weiterhin Teil der Denkweise junger Anleger bleibt.
Die Umfrage hebt mehrere Faktoren hervor, die Anlegern ein Gefühl der Sicherheit geben. Regulierte Verwahrung beruhigt 54 % der Befragten, unabhängige Prüfungen stärken das Vertrauen für 56 %, und transparente Berichterstattung ist für 54 % wichtig. Diese Schutzmaßnahmen helfen Anlegern zu beurteilen, ob ein Berater oder eine Plattform glaubwürdig ist.
Zerohash stellt fest, dass starke Compliance ein entscheidender Faktor bleibt, wenn junge Anleger die Fachleute beurteilen, die ihr Vermögen verwalten. Anders ausgedrückt: Die Qualität der krypto-bezogenen Schutzmaßnahmen eines Beraters beeinflusst die Glaubwürdigkeit heute genauso stark wie die Investment-Performance.
Haftungsausschluss: Der Inhalt dieses Artikels gibt ausschließlich die Meinung des Autors wieder und repräsentiert nicht die Plattform in irgendeiner Form. Dieser Artikel ist nicht dazu gedacht, als Referenz für Investitionsentscheidungen zu dienen.
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