【Englischer Long-Post】Der Entwicklungsweg von Aave: Vom Dual-Market-Struktur zum Liquidity Hub
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Von der doppelten Marktstruktur in v3 bis hin zum bevorstehenden Liquidity Hub und den Spokes in v4 entwickelt sich Aave schrittweise zur grundlegenden Infrastruktur für On-Chain-Kapitalmärkte.
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Castle Capital
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Castle Capital: Das Wachstum von Aave war in der Vergangenheit stets stabil, und das TVL hat kürzlich ein Allzeithoch erreicht. Dieses Wachstum ist auf frühe Vorteile, kontinuierliche Produktinnovationen und eine breite Multi-Chain-Strategie zurückzuführen. Das Protokoll ist derzeit auf 19 Chains implementiert, aber die Liquidität ist stark konzentriert: Über 80% befinden sich weiterhin auf Ethereum, gefolgt von Plasma. Unter den verschiedenen L2s steht Arbitrum an erster Stelle, gefolgt von Linea und Base. Diese Struktur spiegelt wider, dass Aave der Sicherheit und Tiefe von Ethereum Priorität einräumt und gleichzeitig selektiv auf Netzwerke mit steigender Nutzeraktivität expandiert. Die Tiefe der Liquidität von Aave macht es besonders attraktiv für vermögende Nutzer und Institutionen: Diese können große Summen leihen, ohne dass die Zinssätze stark ansteigen. Dieses Modell wurde durch das Ereignis bestätigt, bei dem die Ethereum Foundation im Februar 2025 30.800 ETH bei Aave hinterlegt hat. Darüber hinaus ist Aave mit dem Horizon-Markt in das RWA-Lending eingestiegen, das derzeit ein Volumen von etwa 600 Millionen US-Dollar aufweist. Durch die Akzeptanz von tokenisierten Geldmarktfonds (MMF) von Emittenten wie Superstate und Centrifuge als Sicherheiten wird Aave zur Brücke zwischen traditionellen Institutionen und DeFi. Dies ist Teil einer größeren Strategie zur Gewinnung institutioneller Gelder und ergänzt die starke On-Chain-Nutzerbasis. Die Kernarchitektur von Aave basiert auf einem Modell gemeinsamer Liquiditätspools: Nutzer hinterlegen Vermögenswerte im Pool und erhalten aToken, die die Position repräsentieren. Diese Token akkumulieren im Laufe der Zeit Zinsen und können als Sicherheiten für weitere Kredite verwendet werden. Aave v3 führte zwei verschiedene Kreditmärkte ein. Aave Prime ist auf Kapitaleffizienz ausgerichtet und unterstützt nur Blue-Chip-Assets. Das Kernmerkmal ist der Efficiency Mode (E-Mode), der es hoch korrelierten Assets (wie wstETH und WETH) ermöglicht, mit einem maximalen LTV von 95% zu leihen, während der Liquidationsschwellenwert bei 96,5% liegt. Das aktuelle Marktvolumen beträgt etwa 1,17 Milliarden US-Dollar. Aave Core ist deutlich größer, mit einem Volumen von über 4,2 Milliarden US-Dollar, unterstützt eine breitere Palette von Assets und verstärkt das Risikomanagement durch den Isolation Mode, der für risikoreiche Assets Exposure-Limits und niedrigere Kreditquoten (meist unter 85%) vorsieht. Diese doppelte Marktstruktur balanciert Kapitaleffizienz und Systemsicherheit, führt jedoch auch zu einer Fragmentierung des Kapitals, da die Liquidität von Prime und Core nicht frei fließen kann. Das kommende v4 zielt darauf ab, dieses Effizienzproblem zu lösen. Die Liquiditätspools und Reserven von Aave werden durch DAO-Parameter gesteuert, darunter LTV, Liquidationsschwellen, Kreditvergabe- und Einzahlungsgrenzen sowie ein auf Auslastung basierendes dynamisches Zinsmodell (IRM). Diese Kombination bietet einen anpassungsfähigen Risikorahmen, der durch Governance kontinuierlich angepasst wird. Das Umbrella-System von Aave (früher Safety Module) bietet dem Protokoll einen wichtigen Sicherheitsschutz. Nutzer können aToken oder GHO staken, um Belohnungen zu erhalten, und dienen im Falle von Ausfällen als Entschädigungsquelle; wenn die Verbindlichkeiten die Vermögenswerte übersteigen, können die gestakten Assets zur Deckung der Verluste gekürzt werden. Die DAO hat sich verpflichtet, einen anfänglichen Ausfallschutz von 100.000 US-Dollar bereitzustellen, was eine effektive Versicherungsschicht bildet. Das Liquidationssystem ist ebenfalls ein zentraler Bestandteil der Widerstandsfähigkeit von Aave: Das System verfolgt jede Kreditposition anhand des Health Factors (HF). Wenn der HF unter 1 fällt, wird eine Liquidation ausgelöst, bei der der Liquidator bis zu 50% der Schulden zurückzahlen und die Sicherheiten mit Abschlag erhalten kann, um die Zahlungsfähigkeit des Protokolls zu gewährleisten. Aave v4 (bereits im Testnet live) zielt darauf ab, die Fragmentierung des Kapitals zu beheben und das Protokoll weiter zu einer modularen Kreditinfrastruktur umzubauen. Im Zentrum steht der Liquidity Hub, der die Liquidität von Prime und Core aggregiert, sodass Kapital dynamisch fließen und die Effizienz gesteigert werden kann. Das Spokes-System ermöglicht es unabhängigen Marktinstanzen, nach eigenen Parametern zu agieren – etwa mit Unterstützung für Long-Tail-Assets oder der Festlegung von Einzahlungs- und Kreditlimits – während sie dennoch den Systemregeln des Hubs unterliegen. Gleichzeitig hilft die neue Aave-App Retail-Nutzern, eine jährliche Rendite von bis zu 6,5% zu erzielen und bietet einen Kontoschutz von bis zu 1 Million US-Dollar. Die App unterstützt zudem On/Off-Ramp-Services, um neuen Nutzern den Einstieg in DeFi zu erleichtern. Mit dem modularen Design von v4, dem Vorstoß von Horizon in den RWA-Bereich und starken Liquiditätsbarrieren festigt Aave weiterhin seine Position als „On-Chain-Bank“. [Originaltext auf Englisch]
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