Die Kettenreaktion von DeFi-Pleiten sorgt für wachsende Besorgnis – Unter der Oberfläche könnten weitere Krisen lauern.
BlockBeats berichtet, dass sich am 7. November in der Krypto-Community zunehmend Sorgen über eine Kettenreaktion von Liquidationen im DeFi-Sektor und daraus resultierende weitere Liquiditätskrisen verbreiten. Am 3. November kündigte Stream Finance plötzlich die Aussetzung von Ein- und Auszahlungen an, was den Höhepunkt eines Sturms im DeFi-Bereich markierte. Ein externer Fondsmanager erlitt am 11. Oktober während starker Marktschwankungen einen Totalverlust, was zu einem Verlust von etwa 93 Millionen US-Dollar an Fondsvermögen führte. Das gesamte DeFi-Ökosystem könnte vor einer systemischen Krise mit einem TVL (Total Value Locked) von 8 Milliarden US-Dollar stehen, bislang wurden jedoch nur Verluste in Höhe von etwa 100 Millionen US-Dollar bekannt.
Das DeFi-Liquiditätsprotokoll Elixir ist dadurch mit einem Risikoexposure von 68 Millionen US-Dollar belastet. Der Mitgründer von Morpho reagierte auf die „unzureichende Liquidität“ in einigen Pools und betonte, dass es sich hierbei nicht um einen systemischen Fehler handele. Ertragsstabile Stablecoins verzeichneten seit dem Luna-Crash den größten wöchentlichen Kapitalabfluss, insgesamt 1 Milliarde US-Dollar. Auch die Marktkapitalisierung des von Ethena Labs herausgegebenen, viel beachteten Stablecoins USDe fiel unter 9 Milliarden US-Dollar und sank im letzten Monat um etwa 45 %. Compound hat zur Bewältigung der Liquiditätskrise mehrere Stablecoin-Kreditmärkte auf Ethereum ausgesetzt. Der Stablecoin USDX von Stables Labs verlor heute Nacht massiv seine Bindung und fiel auf 0,314 US-Dollar. Ob die durch verschachtelte Hebelung von Vermögenswerten und intransparente Verwaltung verursachte Krise nur die Spitze des Eisbergs ist, bleibt abzuwarten. Weitere ausführliche Berichte finden Sie unter „DeFi: Potenzielles Risiko von 8 Milliarden US-Dollar, bisher nur 100 Millionen explodiert“.
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