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Bitcoin, Ethereum erholen sich nach dem „größten eintägigen Ausverkauf in der Geschichte der Kryptowährungen“

Bitcoin, Ethereum erholen sich nach dem „größten eintägigen Ausverkauf in der Geschichte der Kryptowährungen“

CoinjournalCoinjournal2025/10/14 07:19
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Von:Coinjournal
Bitcoin, Ethereum erholen sich nach dem „größten eintägigen Ausverkauf in der Geschichte der Kryptowährungen“ image 0
  • Der Kryptomarkt erlitt seinen „größten Tagesverlust in der Geschichte der Kryptowährungen“.
  • Allein am Freitag wurden nahezu 20 Milliarden Dollar an Liquidationen ausgelöst.
  • Der Crash wurde durch neue Zollandrohungen von Präsident Trump gegen China ausgelöst.

Es war ein brutales und historisches Blutbad, eine plötzliche und heftige Säuberung, die laut einem Analysten zum „größten Tagesverlust in der Geschichte der Kryptowährungen“ führte.

Eine vielversprechende „Uptober“-Rally wurde am Freitag durch eine geopolitische Bombe aus dem Weißen Haus jäh gestoppt, die eine Welle der Angst durch die globalen Märkte schickte und eine Kaskade von Liquidationen auslöste, die an einem einzigen Tag fast 20 Milliarden Dollar aus dem digitalen Asset-Bereich löschte.

Das Gemetzel war schnell und gnadenlos. Innerhalb eines erschütternden Zeitraums von sieben Stunden stürzte Bitcoin von der relativen Sicherheit bei 121.000 Dollar auf ein düsteres Tief von 109.000 Dollar.

Der Schmerz war im gesamten Markt zu spüren, wobei Ethereum auf 3.686 Dollar fiel und Solana knapp über 173 Dollar notierte.

Doch die eigentliche Geschichte spielte sich bei den gehebelten Positionen ab, die systematisch ausgelöscht wurden.

Die volatile Sitzung löste einen „Flash Crash der Liquidationen“ aus, der innerhalb einer einzigen Stunde fast 7 Milliarden Dollar über alle Märkte hinweg vernichtete, wobei laut Sean Dawson, Head of Research bei Dervie, davon erstaunliche 5,5 Milliarden Dollar aus bullischen Long-Positionen stammten, wie er Decrypt mitteilte.

Als sich der Staub gelegt hatte, stammte laut CoinGlass-Daten die Mehrheit der fast 20 Milliarden Dollar an Liquidationen des Tages – kolossale 16,7 Milliarden Dollar – aus Long-Positionen.

Der präsidiale Funke: Eine Zollandrohung entfacht einen Sturm

Dies war keine krypto-spezifische Krise; es war eine Ansteckung der Angst, ausgelöst vom höchsten Amt der Vereinigten Staaten.

Der Ausverkauf sowohl an den Krypto- als auch an den traditionellen Märkten folgte auf Präsident Trumps überraschende Ankündigung, ein geplantes Treffen mit Chinas Präsident Xi Jinping abzusagen und eine „massive Erhöhung“ der Zölle auf chinesische Importe anzuordnen.

Die Drohung, die Trump selbst als „potenziell schmerzhaft“ für Amerikaner bezeichnete, schickte Risikoanlagen sofort in den Sinkflug.

Der technologieorientierte Nasdaq fiel um 3,6 Prozent, der S&P 500 sank um 2,7 Prozent und der Dow verlor 1,9 Prozent – ein klares Zeichen dafür, dass der Markt die Worte des Präsidenten als Erklärung einer neuen und aggressiveren Phase im Handelskrieg auffasste.

Die Nachwirkungen: Eine klassische Erholungsrally

Doch so schnell wie der Sturm aufzog, kehrte auch eine fragile Ruhe zurück.

Bis zum Wochenende schien China seine Haltung zu mildern, und ein Markt, der von Panik ergriffen war, begann sich neu zu kalibrieren. Analysten deuteten an, dass der brutale Ausverkauf möglicherweise eine kurze, wenn auch heftige, geopolitische Überreaktion war.

Nun ist eine starke Erholung im Gange. „Was wir sehen, ist eine klassische Erholungsrally“, sagte Dean Serroni, CEO des Krypto-Investmentmanagers Merkle Tree Capital, gegenüber Decrypt.

Die Erholung war ebenso schnell wie der Crash brutal war. Bitcoin ist am Tag um 5 % gestiegen und hat das Niveau von 115.100 Dollar zurückerobert.

Ethereum führt die Erholung mit einem beeindruckenden Sprung von 10,5 % auf 4.138 Dollar an, während große Altcoins wie Solana, BNB und Dogecoin mit zweistelligen Zuwächsen steigen.

Serroni erklärte den kräftigen Anstieg als „reines Short-Covering und Mittelwertumkehr, nachdem der Markt auf Trumps Zoll-Bombe überreagiert hatte“.

Er verwies auf den „dünnen“ Verkaufsdruck und das dramatische Zurücksetzen des Open Interest an den Derivatemärkten – ein Zeichen dafür, dass das Gemetzel in erster Linie ein technisches Ereignis war, eine heftige Säuberung von „übermäßig gehebelten Derivatehändlern“ und kein fundamentaler Wandel in der langfristigen Marktperspektive.

Sein abschließendes Urteil war eine prägnante und kraftvolle Zusammenfassung einer wilden und historischen Woche: „Dieser Ausverkauf war ein geopolitischer Reflex, kein struktureller Bruch.“

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