Ethereum Foundation will 10.000 ETH verkaufen: Kann sie durchhalten?
Die Ethereum Foundation hat einen Plan angekündigt, 10.000 ETH zu verkaufen, um Forschung und Entwicklung zu finanzieren. Diese Entscheidung hat eine Debatte über die potenziellen Auswirkungen auf den Markt ausgelöst.
Im Vergleich zur enormen Kaufkraft von Institutionen und Treasury-Unternehmen in letzter Zeit erscheint dieser Verkauf jedoch nur als eine „kleine Welle“ im Liquiditätsfluss. Der Fokus liegt nun im Preisbereich von $4.200–$4.500, der darüber entscheidet, ob ETH weiterhin neue Höchststände erreicht oder in eine kurzfristige Korrektur eintritt.
Wird die DATCo-Nachfrage den Verkaufsdruck absorbieren?
Die Ethereum Foundation (EF) bestätigte, dass sie „innerhalb der nächsten Wochen dieses Monats“ 10.000 ETH über zentrale Börsen (CEX) umwandeln wird. Der aktuelle ETH-Preis von etwa $4.341 entspricht nahezu $44 Millionen. Die Erlöse werden für Forschung und Entwicklung, Zuschüsse und wohltätige Aktivitäten verwendet.
Dieser Schritt wurde öffentlich gemacht, nachdem EF zuvor bereits ETH verkauft hatte. Laut Statistiken von Beobachtern haben mit EF gekennzeichnete Wallets in den letzten 10 Jahren rund $2,78 Milliarden an CEX eingezahlt.
Ein Nutzer auf X wies ebenfalls darauf hin, dass EF in den letzten Monaten Vermögenswerte im Wert von fast $100 Millionen verkauft hat. In der Vergangenheit wurde EF dafür kritisiert, bullishe Nachrichten mit der Community zu teilen, während sie heimlich ETH verkauften. Die Community schätzt jedoch diesmal die Transparenz, wie ein weiterer Kommentar auf X zeigt: „Glücklicherweise sind sie diesmal ehrlich damit.“
Durch die frühzeitige Ankündigung wird der „Informationsschock“ etwas reduziert, was die negativen psychologischen Auswirkungen auf den Markt begrenzt. Dies deutet darauf hin, dass die Verkaufsaktivität von EF zyklisch ist, um das Ökosystem zu finanzieren, und nicht spekulativ motiviert ist.
Trotzdem bleibt die Community besorgt, dass die Verkäufe von EF zu einem Angebotsdruck führen könnten, der Preisrückgänge verursacht. Glücklicherweise zeigen aktuelle Zuflussdaten eine starke Nachfrage: 403.800 ETH wurden innerhalb einer Woche absorbiert. Daher erscheint der Verkauf von 10.000 ETH durch EF im größeren Zusammenhang unbedeutend.
Gleichzeitig unterstützt die Welle der ETH-Akkumulation durch DATCOs diese Sichtweise weiter. Deals von SharpLink, BitMine und anderen deuten darauf hin, dass die strukturelle Nachfrage groß genug ist, um die periodischen Verkäufe von EF auszugleichen. Sollte dieser Trend anhalten, wird der Verkaufsdruck durch 10.000 ETH wahrscheinlich nur kurzfristiges Rauschen in einer expandierenden Liquiditätslandschaft sein.
„Zum Vergleich: Ein einzelnes $ETH-Treasury-Unternehmen hat in den letzten 3 Monaten (90 Tagen) mehr $ETH gekauft als die Ethereum Foundation in den letzten 10 Jahren verkauft hat“, bemerkte ein Nutzer auf X.
Technischer Ausblick
Aus technischer Sicht wurde die $4.200-Zone bereits „für Liquidität abgefischt“ und zeigte eine Erholung. Währenddessen ist das $4.500-Niveau ein entscheidender Widerstand, der zurückerobert werden muss, um den bullischen Trend fortzusetzen, mit Zielen bei $4.650 und $4.800.
Im größeren Zeitrahmen schlug Analyst Benjamin vor, dass Ethereum auf den 21-Wochen-EMA korrigieren könnte, bevor es zu neuen Allzeithochs ansteigt – ein Muster, das oft in starken Bullenzyklen zu beobachten ist. „Ich denke, Ethereum wird innerhalb der nächsten 4-6 Wochen auf seinen 21W EMA fallen (unabhängig davon, was Bitcoin macht). Nachdem Ethereum den 21W EMA erreicht hat, sollte es dann zu neuen Allzeithochs steigen“, bemerkte Benjamin.
Die Tatsache, dass ETH Ende August sein Allzeithoch berührte oder sich diesem näherte, lässt diesen technischen „Spielraum“ vernünftig erscheinen. Das kurzfristige Abwärtsrisiko bleibt somit real, falls das $4.200-Niveau verloren geht. Der mittelfristige Ausblick bleibt jedoch positiv, solange die Struktur von höheren Hochs und höheren Tiefs intakt ist und institutionelle Liquidität weiterhin Unterstützung bietet.
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