Die mögliche Zinserhöhung im September spiegelt sich bereits im Goldpreis wider; kurzfristige negative Faktoren können das langfristige Szenario kaum ändern.
汇通网 7. September Bericht—— Die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung ist derzeit tatsächlich nicht gering, aber die langfristige Logik von Gold lässt sich kurzfristig ebenfalls schwer widerlegen.
Beeinflusst durch die stärker als erwarteten US-Arbeitsmarktdaten wurde die Erwartung einer Zinserhöhung durch die Federal Reserve im September neu entfacht, wodurch der internationale Goldpreis Anfang September unter Druck stand und auf das Niveau von etwa 4.400 USD pro Unze zurückfiel.
Obwohl die hawkischen Aussagen der Fed-Beamten und die robusten Wirtschaftsdaten kurzfristig einen Druck auf das zinslose Asset Gold ausüben und die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung weiterhin weniger als 60% beträgt, reagiert der Markt im Grunde bereits auf eine bevorstehende Zinserhöhung. Doch selbst wenn tatsächlich eine Zinserhöhung erfolgt, muss das nicht zwangsläufig die Aufwärtslogik des Goldpreises ändern.
In der „stillen Phase“ der Federal Reserve und im Vorfeld der Veröffentlichung der entscheidenden CPI-/PPI-Daten befindet sich der Goldmarkt an einem sensiblen Wendepunkt mit heftigen Kämpfen zwischen Bullen und Bären.
Arbeitsmarktdaten übertreffen Erwartungen, Zinserhöhungswahrscheinlichkeit im September nähert sich 60%
Die Zahl der Beschäftigten außerhalb der Landwirtschaft in den USA stieg im August sprunghaft um 162.000 und übertraf die Markterwartung von 53.000 deutlich; die Arbeitslosenquote blieb bei 4,1% und die Löhne stiegen im Jahresvergleich um 3,1%.
Die starken Arbeitsmarktdaten führten dazu, dass das CME „FedWatch“-Tool die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung im September von 50% auf fast 60% anhob.
Fed-Präsident Kevin Warsh sendete auf dem Jahrestreffen in Jackson Hole hawkische Signale und betonte offen, dass die Inflation das politische Ziel von 2% überschreitet, während mehrere Beamte gleichzeitig ihre Entschlossenheit zur Senkung der Inflation unterstrichen.
Obwohl das Weiße Haus (einschließlich Präsident Trump) energisch zu Zinssenkungen aufrief und sogar mit Zöllen drohte, kommunizierte die Federal Reserve nach außen, dass bei einem Wiederansteigen der Inflation Zinserhöhungen nicht gescheut und die Unabhängigkeit der Geldpolitik gewahrt werden.
(FedWatch Zins-Futures-Überwachung, Quelle: CME)
Die Möglichkeit und der Preis politischer Kompromisse
Beachtenswert ist, dass der Markt eine Ansicht teilt, nämlich dass in Washington das Phänomen des „Potomac Two-Step“ existiert: Offizielle Stellungnahmen und tatsächliches Handeln weichen häufig voneinander ab.
Da die US-Zwischenwahlen am 3. November bevorstehen und Störungen der Kongresswahl durch die Geldpolitik vermieden werden sollen, könnte die Wahrscheinlichkeit von Zinserhöhungen bei den beiden Sitzungen am 16. September und 28. Oktober sinken.
Wie in früheren Beiträgen erwähnt, reichen die aktuellen Wirtschaftsdaten vielleicht noch nicht aus, es sind wahrscheinlich mehr Beobachtungssamples nötig, um zu wissen, ob die Inflation das Niveau erreicht hat, das eine Zinserhöhung erfordert. Der kürzlich verstorbene Greenspan hat in der Vergangenheit die Zinserhöhungen verzögert, woraufhin die Inflation ebenfalls zurückging – das wurde von der Fed bereits effektiv kopiert.
Am besten wäre es, wenn der US-CPI am Freitag zurückgeht, denn so lässt sich obige Logik leichter mit einer moderaten Erklärung zu den hawkischen Aussagen von Jackson Hole verbinden.
Doch dies hat auch große Nachteile: Falls der Markt vermutet, dass die Fed-Entscheidungen von politischen Faktoren beeinflusst werden, wird institutionelles Kapital die „Währungsschwächung-Hedge-Trades“ beschleunigt aufbauen, US-Staatsanleihen könnten erneut abgestoßen werden. Gold und andere Edelmetalle besitzen zwar die Fähigkeit, die Risiken des US-defizits und der fiskalischen wie geldpolitischen Risiken zu hedgen, werden aber ebenfalls von den US-Anleiherenditen beeinflusst – was die USA nicht sehen möchten. Daher ist die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung weiterhin recht groß.
Die aktuelle US-Staatsverschuldung hat jedoch bereits die Marke von 40 Billionen Dollar überschritten, was das Misstrauen des Marktes in die Dollar-Kreditwürdigkeit verstärkt – grundsätzlich eine positive Grundlage für die Goldpreise.
Marktanalyse: Rückgang der Goldpreise ist Gewinnmitnahme
Rückblickend auf das Kursbild, fielen die Goldpreise nach Warshs hawkischem Vortrag, was größtenteils auf Gewinnmitnahmen von Momentum-Tradern nach dem kräftigen Anstieg im August zurückzuführen ist.
Das Gold-ETF erzielte im August ein maximales Kursplus von etwa 15%, zum Monatsende lag die Steigerung bei 11%. Die kurzfristige Korrektur bedeutet nicht, dass Gold einen langfristigen Abwärtstrend einleitet; das Interesse von in- und ausländischen Institutionen an der Konfiguration von Edelmetallen steigt weiterhin, insbesondere Zentralbanken wie China kaufen kontinuierlich Gold, um die US-Anleihebestände zu diversifizieren und die Risiken hoher US-Defizite abzusichern, was die Goldpreise auf stabilem Fundament unterstützt.
Zudem haben die Lage im Persischen Golf und die steigenden Ölpreise die Sorge vor angebotsseitiger Inflation verstärkt. Zusammen mit dem nachhaltigen Bedarf der Zentralbanken an physischen Goldreserven bleibt der Goldpreis nach dem starken Abschwung deutlich über vorherigen Tiefständen und zeigt eine ausgeprägte Widerstandsfähigkeit.
Kernmeinungen führender Institutionen zusammengefasst
Zusammengefasst aus den neuesten Bewertungen mehrerer renommierter Rohstoffforschungsinstitute handelt es sich beim aktuellen Goldrückgang um eine zyklische emotionale Korrektur und nicht um eine Trendwende; die Marktmeinungen sind kurzfristig und mittelfristig klar geteilt, langfristig jedoch einheitlich konsensual.
Ashish Rajodiya, Rohstoffanalyst von PL Capital, betont: Die außergewöhnlich starken Arbeitsmarktdaten treiben die Erwartung einer Zinserhöhung durch die Fed, was direkt Druck auf Edelmetallpreise ausübt. Dennoch bleibt die Handelstätigkeit robust, die Nachfrage von Investoren und Institutionen nach physischem Gold ist weiterhin widerstandsfähig, und der grundsätzliche Aufwärtstrend des Goldes bleibt intakt – der aktuelle Preisrückgang ist lediglich eine kurzzeitige Pause im Aufwärtstrend.
Rajeev Sharan, Forschungsleiter von Brickwork Ratings, ergänzt: In den kommenden zwei Wochen werden die Goldpreise weiterhin unter Druck stehen. Die Fed-Zinsentscheidung am 16. September ist der entscheidende Wendepunkt; ob Zinserhöhung oder hawkische Stabilität, die Anleiherenditen bleiben hoch, was die Attraktivität von zinslosem Gold als Anlage mindert.
Zudem bleiben die Aussagen der Fed-Offiziellen vorsichtig; die Inflationsdaten werden letztlich die Richtung der Geldpolitik bestimmen. Zusammen mit dem Druck aus der US-Politik zur Zinssenkung bleibt die Wahrscheinlichkeit einer massiven geldpolitischen Straffung begrenzt – was Goldraum für eine anschließende Stabilisierung und Erholung gibt.
Fazit und technische Analyse:
Führende Investmentbanken bleiben mittelfristig und langfristig optimistisch: Die globalen Zentralbanken kaufen weiter Gold, während die Dollar-Kreditwürdigkeit abnimmt und die weltweite Schuldenkrise fortbesteht; kurzfristige Anpassungen ändern den langfristigen Aufwärtstrend von Gold nicht, auch wenn kurzfristig das Risiko einer Zinserhöhung besteht. Doch selbst im Falle einer Zinserhöhung könnte der Goldpreis am Entscheidungstag ein günstiger Einstiegspunkt sein, weil das Schuldenproblem der USA langfristig bleibt und kurzfristige Trendwenden langsam erfolgen.
Falls der Markt allgemein annimmt, dass die Fed-Politik von politischer Einflussnahme betroffen ist, wird Kapital massiv in Gold und andere als politisch unabhängige sichere Anlagen fließen, was einen schnellen Anstieg des Goldpreises auslösen könnte.
Technisch: Der Goldpreis findet am unteren Rand der Preisspanne Unterstützung; gleichzeitig sollte der Bereich um 4.430 einbezogen werden, da dieser aktuell als Trendgrenze zwischen Bullen und Bären gilt – wird dieser Widerstand durchbrochen, könnte es zu einer Trendwende kommen.
(Spot-Gold Tageschart, Quelle: Easytong)
UTC+8 21:27, Spot-Gold aktuell bei 4.404 USD/Unze.
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