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Yen: Intervention ist ein Kreislauf

Yen: Intervention ist ein Kreislauf

硅基星芒硅基星芒2026/09/02 23:58
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Morning FX

Gestern, genau einen Monat nach der gemeinsamen Intervention der USA und Japans, überschritt USDJPY erneut im Tagesverlauf die Marke von 160 – fast so, als würde dies die Maßnahmen der USA und Japans ins Lächerliche ziehen.

Zugleich handelte die Bank of Japan rasch. Gouverneur Ueda Kazuo erklärte: „Die monetären Bedingungen bleiben locker, daher wollen wir weiterhin die Zinsen erhöhen.“ Ausschussmitglied Takata Hajime sagte: „Bei Zinserhöhungen müssen wir flexibler vorgehen; die nächste Anhebung muss nicht unbedingt 0,25 Prozentpunkte betragen.“ Es ist wieder das klassische „Zinserhöhungen gegen Wechselkursabwertung“-Szenario.

Abbildung: Marktpreis-Erwartung, dass die BOJ in den kommenden zwölf Monaten viermal je 25 Basispunkte anhebt

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Tatsächlich zeigen die Yen-Wechselkursverläufe in diesem Jahr bereits drei Interventionszyklen: Abwertung → verbale Warnung → Hinweis auf Zinserhöhungen → offizielle Intervention → erneute Abwertung. Jedes Mal werden die Spuren der offiziellen Aktionen durch Marktkräfte ausgelöscht, doch jedes Mal ist der Staat erneut zum Handeln gezwungen und erkauft sich so Zeit.

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Nun sind die Zinserwartungen für Japan so hoch wie nie zuvor, die Renditen langlaufender Staatsanleihen steigen stark – wird diesmal alles anders? Wird der Yen den gleichen Weg gehen wie zuvor? Meiner Ansicht nach kann die BOJ-Zinserwartung kurzfristig den Yen stützen, doch dem Yen fehlt es nach wie vor an innerer Stärke. Externe Faktoren, besonders die Federal Reserve und die „schrödingersche Zinserhöhung“, bringen beidseitige Unsicherheit mit sich.

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Sollten die US-Arbeitsmarktdaten und der CPI die Erwartungen nicht erreichen oder Trump schafft es, durch neue Aktionen gegenüber dem Iran eine TACO herbeizuführen, sodass die Erwartung weiterer Fed-Zinserhöhungen im laufenden Jahr schnell zurückgeht, könnte eine Dreifach-Kombination aus BOJ-Zinsoptimismus und günstigem externen Umfeld einen Short Squeeze beim Yen auslösen – so wie gestern Abend, als Williams sagte „Der Inflationstrend geht langsam nach unten“ und USDJPY flüchtig abstürzte. Doch nach dem Ende der Panik könnte USDJPY wieder langsam steigen.

Umgekehrt: Sollte die Fed in diesem Jahr tatsächlich mehr als einmal die Zinsen anheben oder der globale Ölpreis weiter steigen, und USDJPY klettert erneut über 160 oder testet das bisherige Hoch – wann wird dann erneut interveniert?

  • Niveaus: 163-165 gelten als kritische Interventionszonen.

  • Timing: Das letzte Interventionsereignis liegt im Hinblick auf Ende Juli nicht weit zurück. Kurzfristig wird USDJPY vermutlich über Zinserwartungen gedrückt, ab Oktober steigt das Risiko erneuter Intervention.

  • Wiederauftauchen gemeinsamer Interventionen: Sollte die Rendite langlaufender US-Staatsanleihen weiter steigen, und das japanische Finanzministerium verkauft US-Treasuries zur Intervention und erhöht damit den Druck auf die US-Märkte, ist eine Zusammenarbeit zwischen USA und Japan möglich, um gemeinsam das Problem anzugehen.

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