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Kann Gold eine Erholung verzeichnen?

Kann Gold eine Erholung verzeichnen?

汇通财经汇通财经2026/09/01 12:29
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Huitong Network, 1. September – Nach einer Phase massiver Verkäufe sucht Gold aktuell nach einer Preisunterstützung und versucht, Stabilität zu gewinnen. Die Stärke des US-Dollars sowie die Veränderungen der US-Staatsanleihenrenditen werden den weiteren Kurs von Spot-Gold maßgeblich bestimmen; diese beiden Variablen bilden gemeinsam die treibende Kraft für die bevorstehende Korrektur oder Erholung des Goldpreises.



Nach einer Phase massiver Verkäufe sucht Gold aktuell nach einer Preisunterstützung und versucht, Stabilität zu gewinnen. Die Stärke des US-Dollars sowie die Veränderungen der US-Staatsanleihenrenditen werden den weiteren Kurs von Spot-Gold maßgeblich bestimmen; diese beiden Variablen bilden gemeinsam die treibende Kraft für die bevorstehende Korrektur oder Erholung des Goldpreises.

Der Dollar-Index schloss im August den zweiten Monat in Folge mit einem Rückgang ab. Obwohl Kevin Walsh auf dem Jackson Hole Global Central Bank Symposium eine restriktive Haltung vertrat und damit dem US-Dollar gegen Ende des Sommers vorübergehend Rückenwind verlieh, wurde der Dollar-Index im gesamten August durch mehrere Faktoren belastet: Die US-Finanzbehörde strebte niedrigere langfristige US-Anleiherenditen an, die Inflation kühlte sich allmählich ab, der Arbeitsmarkt zeigte Schwächen, und die Märkte schätzten die Wahrscheinlichkeit einer weiteren geldpolitischen Straffung durch die Federal Reserve als rückläufig ein.

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Gegen Ende August und Anfang September erhöhte sich die Markterwartung, dass die Federal Reserve auf der nächsten FOMC-Sitzung den Leitzins anhebt, auf über 60 %. Dieser Anstieg der Erwartungen ließ den Dollar-Index einen Teil der zuvor verlorenen Boden wieder gutmachen. Beobachter vertreten die Ansicht, dass Walshs Rede in Jackson Hole nicht nur vorherige Kommunikationsprobleme korrigierte, sondern auch das Vertrauen der Märkte in die Politik wiederherstellte. Mit den entsprechenden Äußerungen sowie der gezielten Steuerung der US-Anleiherenditen durch das Finanzministerium war damit das Fundament für „Währungsabwertungshandel“ gelegt; dies bildet den makroökonomischen Kontext, der auf den Edelmetallmärkten nicht zu ignorieren ist.

Dank der nachlassenden Attraktivität von Anleihen und Fiatwährungen bei Anlegern konnte Gold im August einen Anstieg von annähernd 10 % verzeichnen – die beste Monatsperformance seit Januar dieses Jahres. Allerdings verlief der Aufwärtstrend nicht reibungslos: Die restriktiven Aussagen von Walsh in Kombination mit der Eskalation der Konflikte im Nahen Osten sorgten dafür, dass der Goldpreis zwischenzeitlich um über 3 % korrigierte. Die erneute militärische Konfrontation zwischen den USA und dem Iran trieb den Brent-Rohölpreis über die Marke von 90 US-Dollar pro Barrel, wodurch Inflationssorgen neu aufflammten und Befürchtungen aufkamen, dass die Federal Reserve gezwungen sein könnte, die geldpolitische Straffung wieder aufzunehmen – was wiederum einen erheblichen Widerstand für die Goldpreisentwicklung darstellte.

Auch wenn der Goldpreis im August insgesamt stark performte, bleibt das Rückschlagpotenzial bei Spot-Gold weiter bestehen. Der zentrale Auslöser hierfür ist das sich wandelnde Vertrauen des Marktes in die geldpolitische Linie des US-Notenbankchefs. Trump äußerte öffentlich, dass Walsh letztlich im Sinne der Erwartungen agieren werde; Scott Besant hingegen wies darauf hin, dass das US-Finanzministerium und die Federal Reserve eng kooperierten und er davon ausgehe, dass die Federal Reserve in der nächsten FOMC-Runde den Zinssatz unverändert lasse und keine Erhöhung vornehme. Diese beiden gegensätzlichen Markteinschätzungen erhöhen die Unsicherheit beim Goldpreis zusätzlich.

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(Spot-Gold Tageschart, Quelle: Yihuitong)

Wells Fargo sieht es folgendermaßen: Da die geldpolitischen Aussagen der Federal Reserve hinter den Zinserhöhungserwartungen des Marktes zurückbleiben, dürfte der Dollar bis Ende September mit großer Wahrscheinlichkeit schwächer werden. Sollte die Federal Reserve abwarten und keine geldpolitische Straffung vornehmen, könnte die Aufwärtsdynamik von Gold anhalten und der Preis erneut Spielraum nach oben gewinnen.

Dennoch stehen die Edelmetalle weiterhin unter erheblichem Druck. Die Renditen auf den globalen Anleihemärkten sind auf den höchsten Stand seit der Finanzkrise 2008 gestiegen, die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen erreichte sogar ein 19-Jahreshoch. Da Gold selbst keine Zinserträge abwirft, fließt in einem Umfeld mit anhaltend hohen Marktzinsen ein großer Teil der Gelder in verzinsliche Anlagen wie US-Staatsanleihen, was die Attraktivität von Gold mindert. Das ist ein realer Hinderungsgrund für eine Goldpreiserholung. Kurzfristig hohe Renditen für US-Staatsanleihen und mittelfristige Dollar-Schwäche führen zu einem Tauziehen, sodass Gold sich zwischen diesen beiden Kräften bewegen wird. Die weitere Entwicklung hängt von den geldpolitischen Signalen der Federal Reserve und den geopolitischen Veränderungen ab und sollte aufmerksam verfolgt werden.

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