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Nach dem „hawkishen“ Kommentar von Waller richtet der Markt seine Aufmerksamkeit auf „Zinserhöhungen“, während Morgan Stanley angibt, eine Bilanzreduzierung sei wahrscheinlicher.

Nach dem „hawkishen“ Kommentar von Waller richtet der Markt seine Aufmerksamkeit auf „Zinserhöhungen“, während Morgan Stanley angibt, eine Bilanzreduzierung sei wahrscheinlicher.

行业观察行业观察2026/08/31 08:41
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Nach der Jackson Hole-Konferenz richtet der Markt seinen Fokus auf Zinserwartungen, doch Morgan Stanley-Volkswirt Carpenter weist darauf hin, dass auch die langfristige Haltung von Waller zur Reduzierung der Bilanzsumme von 7 billion US-Dollar nicht ignoriert werden sollte. Es wird erwartet, dass die Federal Reserve im nächsten Jahr eine Bilanzkürzung von mehr als 1.5 billion US-Dollar startet, um einen Teil der Zinserhöhungen zu ersetzen.


Verfasst von: Long Yue, Wallstreet Journal


Waller bekräftigte in den Bergen von Wyoming das Versprechen der Federal Reserve, die Inflation wieder auf 2% zu bringen. Der Markt hat daraufhin mehr Zinserwartungen in die Preisgestaltung einbezogen. Seth Carpenter, Chief Global Economist von Morgan Stanley, stellt jedoch im aktuellen Bericht fest, dass diese Reaktion eine entscheidende Variable übersieht – die Bilanzkürzung.


Carpenter schreibt, Waller sei im Juli in Bezug auf Zinserhöhungen nicht klar gewesen und sagte lediglich, dass die Zinssätze „möglicherweise ein Teil der Lösung“ seien. In Jackson Hole hat er dann klargestellt: Der Leitzins ist das „Hauptwerkzeug“, andere Instrumente „sollten möglichst wenig oder gar nicht genutzt werden“.


Das bedeutet jedoch nicht, dass die Bilanzkürzung aufgeschoben wird.


Wallers Logik: Die Bilanz ist die Wurzel der Inflation


Bevor Waller Vorsitzender der Federal Reserve wurde, äußerte er sich in einem Interview mit dem Hoover Institute offen über die Verwendung der beiden wichtigsten politischen Instrumente.


Laut Carpenter ist Waller der festen Überzeugung, dass die Bilanzsumme von 7 billion US-Dollar die eigentliche Ursache dafür ist, dass die Inflation das Ziel übersteigt. In Jackson Hole nannte er „Geld“ als einen der zentralen Grundsätze der geldpolitischen Maßnahmen und erklärte weiter: Wenn das durch die Bilanz erzeugte „Geld“ zurückgenommen wird, können die Zinssätze auf einem niedrigeren Niveau gehalten werden.


Die Logik ist eindeutig: Bilanzkürzung → Straffung der Geldmenge → sinkende Inflation → geringerer Druck zur Zinserhöhung.


Innerhalb des FOMC wachsen die Differenzen – der Druck zur Zinserhöhung ist real


Morgan Stanley ging ursprünglich davon aus, dass dieses Jahr keine Zinserhöhungen durchgeführt werden, vorausgesetzt, dass die Inflation moderat zurückgeht und das FOMC somit auf Zinsschritte verzichtet.


Carpenter betont jedoch, dass das FOMC per Abstimmung entscheidet und inzwischen drei Gegenstimmen für Zinserhöhungen eingereicht wurden. Sollte die Inflationsdaten im Sommer keinen überzeugenden Rückgang zeigen, werden Zinserhöhungen erfolgen.


„Waller wird sich nicht auf die Seite der Abstimmungsverlierer stellen“, schreibt Carpenter.


Das heißt: Selbst wenn Waller persönlich eher eine Bilanzkürzung bevorzugt, wird er sich der Mehrheit für Zinserhöhungen im Komitee anschließen, wenn diese sich durchsetzt.



Morgan Stanley-Prognose: Bilanzkürzung im nächsten Jahr könnte 1.5 billion US-Dollar übersteigen


Carpenter erklärt, dass er tatsächlich davon ausgeht, dass die Bilanzverkürzung unmittelbar bevorsteht. Der jüngst veröffentlichte Bericht von Morgan Stanley („Global Economic & Fixed Income Strategy: Federal Reserve Balance Sheet Reform: More Reduction, Less Tightening“) erwartet, dass die Federal Reserve im nächsten Jahr eine Bilanzkürzung von 1.5 billion US-Dollar oder mehr einleitet.


Carpenter gibt gleichzeitig zu, dass seine Einschätzung über die Übertragung der Bilanzkürzung auf die Wirtschaft und deren abschließende Auswirkungen auf die Inflation deutlich von Waller abweicht. Unabhängig vom Übertragungsweg ist für den Markt das Ergebnis jedoch dasselbe:


Investoren müssen beide Werkzeuge – Zinssätze und Bilanz – bei der Preisfindung der Geldpolitik berücksichtigen. Das führt zu zusätzlicher Unsicherheit und Kontroversen.

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Haftungsausschluss: Der Inhalt dieses Artikels gibt ausschließlich die Meinung des Autors wieder und repräsentiert nicht die Plattform in irgendeiner Form. Dieser Artikel ist nicht dazu gedacht, als Referenz für Investitionsentscheidungen zu dienen.

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