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Erfolgreiche KI führt zu Deflation, bei Misserfolg wird auf Sicherheit umgestellt! Der Chefökonom von Apollo: Unabhängig vom Szenario werden die Renditen von US-Staatsanleihen bis 2027 sinken.

Erfolgreiche KI führt zu Deflation, bei Misserfolg wird auf Sicherheit umgestellt! Der Chefökonom von Apollo: Unabhängig vom Szenario werden die Renditen von US-Staatsanleihen bis 2027 sinken.

华尔街见闻华尔街见闻2026/08/31 01:26
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Torsten Slok ist der Ansicht, dass ein erfolgreicher kommerzieller Einsatz von AI zu einem großflächigen deflationären Effekt führen und damit zu sinkenden Zinssätzen beitragen wird; platzt hingegen die AI-Blase, könnte der Nasdaq um 50 % einbrechen, gefolgt von einer massiven Umschichtung von Fluchtkapital in US-Staatsanleihen, wodurch deren Renditen ebenfalls stark fallen würden. Die nächsten sechs Monate sind ein entscheidendes Zeitfenster, in dem das Marktnarrativ von "Inflation + Haushaltsdefizit" auf den Erfolg oder das Scheitern von AI umschwenken dürfte – die aktuell hohen Zinssätze befinden sich möglicherweise bereits kurz vor einem Wendepunkt.

Das derzeit von Inflation und Fiskalpolitik dominierte Narrativ am US-Staatsanleihenmarkt steht vor einer Ablösung durch das Thema Künstliche Intelligenz (AI). Torsten Slok, Chefvolkswirt von Apollo Global Management, warnt, dass in den nächsten sechs Monaten das Risiko eines deutlichen Rückgangs der langfristigen Zinsen steigt – und zwar unabhängig davon, ob AI am Ende ein Erfolg oder ein Misserfolg wird; dieses Ergebnis lässt sich kaum vermeiden.

In seinem aktuellen Bericht vom 31. August betont Torsten Slok, dass AI zum zentralen Narrativ für die Entwicklung der Zinssätze im Jahr 2027 wird. Gelingt die Kommerzialisierung von AI und erzielen Tech-Firmen damit Umsätze in Billionenhöhe, führt der damit einhergehende massive deflationäre Effekt zu einem Rückgang der langfristigen Zinsen. Platzt hingegen die AI-Blase, könnte der Nasdaq Index um 50 % einbrechen, Investoren würden in großem Umfang aus Aktien umschichten und in US-Staatsanleihen flüchten – auch dann sinken die langfristigen Renditen stark.

Erfolgreiche KI führt zu Deflation, bei Misserfolg wird auf Sicherheit umgestellt! Der Chefökonom von Apollo: Unabhängig vom Szenario werden die Renditen von US-Staatsanleihen bis 2027 sinken. image 0

Der Kern dieser Argumentation lautet: Finanzmärkte werden von Narrativen getrieben. Aktuell kreist das Thema am Zinsmarkt um hohe Inflation und das steigende Haushaltsdefizit; mit Blick auf das Jahr 2027 dürfte dieses Narrativ jedoch vom Ausgang der AI-Entwicklung abgelöst werden. Beide möglichen Szenarien führen in dieselbe Richtung – sinkende Zinsen.

AI-Erfolg: Deflation drückt Zinsen; AI scheitert: Blasenplatzen löst Flucht in US-Staatsanleihen aus

Torsten Slok stellt klar, dass das aktuell hohe Zinsniveau am langen Ende vor allem auf zwei strukturelle Faktoren zurückgeht: anhaltende Inflationssorgen und die Verschlechterung der US-Fiskalposition. Diese beiden Kräfte stützen die Erwartung dauerhaft hoher Zinsen und bestimmen aktuell die Bewertungslogik am Anleihenmarkt.

Slok ist aber überzeugt, dass dieses Narrativ nicht von Dauer ist. Er macht deutlich: Ab Anfang 2027 könnten die genannten Kräfte von der Entwicklung im AI-Sektor überlagert werden, was zu einem grundlegenden Stimmungswandel am Markt führt.

Im Szenario eines AI-Erfolgs zeichnet Slok einen klaren Übertragungsmechanismus: Verdienen Technologieunternehmen dank AI-Technologien Billionen, bringt AI auf die gesamte Wirtschaft betrachtet einen starken deflationären Impuls.

Deflation bedeutet einen systematischen Rückgang des Preisauftriebs – das schwächt die Erwartungen an eine hohe Langfrist-Inflation und drückt die Zinsen nach unten. In diesem Szenario werden die Effizienzgewinne durch AI zu einem anhaltenden Preisdruck, was das Bewertungsfundament des Zinsmarktes nachhaltig verändert.

Bleibt AI hinter den Erwartungen zurück, erwartet Slok eine Marktverwerfung durch das Platzen der Blase. Der Nasdaq Index könnte seiner Einschätzung nach um bis zu 50 % fallen, und Investoren würden in erheblichen Größenordnungen aus Aktien abziehen und in US-Staatsanleihen umschichten.

Diese massive Kapitalrotation würde die Anleihekurse kräftig steigen und die Renditen stark sinken lassen; die langfristigen Zinsen kämen unter "erheblichen Abwärtsdruck". Diese Logik entspricht der klassischen Funktion von US-Staatsanleihen als sicherer Hafen in Phasen von Marktturbulenzen – ein Kursverfall bei Aktien wird so zum Katalysator am Anleihenmarkt.

Sechsmonatiges Zeitfenster: Markt wird Urteil fällen

Torsten Slok betont, die kommenden sechs Monate bilden ein entscheidendes Beobachtungsfenster. In dieser Periode wird der Markt schrittweise eine Einschätzung treffen: Schafft AI den wirtschaftlichen Durchbruch oder beginnt die Blase zu platzen?

Erfolgreiche KI führt zu Deflation, bei Misserfolg wird auf Sicherheit umgestellt! Der Chefökonom von Apollo: Unabhängig vom Szenario werden die Renditen von US-Staatsanleihen bis 2027 sinken. image 1

Er erklärt, dass Finanzmärkte im Kern von Narrativen angetrieben werden. Aktuell dominiert noch das Zinsnarrativ um Inflation und Fiskalprobleme. Im Jahr 2027 jedoch richtet sich die Aufmerksamkeit auf den Erfolg oder das Scheitern von AI. Welches Narrativ letztlich überwiegt, spielt für die Richtung der langfristigen Zinsen keine Rolle: Sie weisen nach unten.

Das bedeutet: Für Anleiheninvestoren könnte das derzeitige Hochzinsumfeld bereits die Vorstufe eines Narrativwechsels sein, und die Argumente für einen frühzeitigen Einstieg in langfristige US-Staatsanleihen nehmen weiter zu.

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