Die thailändische Zentralbank beschränkt den Goldhandel – Ist dies wirklich wirksam, um die Bindung des Baht an Gold zu verhindern?
Am 28. August gab die thailändische Zentralbank bekannt, dass die zuvor umgesetzten Maßnahmen zur Beschränkung des Goldhandels die Auswirkungen des internationalen Goldpreises auf den Wechselkurs des Baht wirksam abgeschwächt haben. Zudem wurde erklärt, dass die Politik bei Bedarf weiter verschärft wird. Seit März dieses Jahres gilt für den Online-Goldhandel von Privatpersonen in Thailand ein Tageslimit von 50 Millionen Baht. Gleichzeitig werden Großinvestoren ermutigt, Transaktionen in US-Dollar statt Baht abzuwickeln. Darüber hinaus haben die Aufsichtsbehörden die Überprüfung von physischer Goldauslieferung, Bargeldtransaktionen mit hohen Beträgen und Geldflüssen verstärkt.
Diese Maßnahmen zielen darauf ab, den Übertragungsweg des internationalen Goldpreises auf den Baht-Wechselkurs gezielt über den Goldhandel zu unterbrechen. Betrachtet man die anfängliche Wirkung der Politik, so ist sie deutlich: Der rollierende 60-Tage-Korrelationskoeffizient zwischen dem Wechselkurs des Baht und dem internationalen Goldpreis ist von einem Höchstwert von 0,85 im Vorjahr auf 0,3 im April dieses Jahres gesunken – der niedrigste Stand seit vier Jahren. Vor allem nach Einführung der Meldepflicht für physische Goldauslieferungen von mehr als 2 kg ist das entsprechende Volumen um etwa 70 % zurückgegangen. Allerdings ist mit dem jüngsten Anstieg des Goldpreises der Korrelationskoeffizient wieder auf 0,65 gestiegen.

Der Hintergrund dieser Politik ist, dass der thailändische Goldmarkt den Devisenmarkt weitaus stärker beeinflusst als in anderen Volkswirtschaften. In Hochphasen des Goldhandels machten diese Transaktionen zeitweise 50 % bis 60 % des gesamten Dollarhandels in Thailand aus. Jede drastische Schwankung des internationalen Goldpreises führte zu synchronen Störungen beim Baht-Wechselkurs. Insbesondere die starken Goldpreisschwankungen seit Ende Januar dieses Jahres sowie die jüngsten Turbulenzen an den Goldmärkten unterstreichen die Dringlichkeit der thailändischen Zentralbank, diese Maßnahmen umzusetzen und gegebenenfalls weiter zu verschärfen.

Die thailändische Zentralbank versucht, eine Trennwand zwischen Goldpreis und Baht-Wechselkurs zu errichten
Mitte bis Ende August kündigte Bason an, den Rückkauf von Langfristanleihen auszuweiten, was zu einer Schwächung des US-Dollar-Index und einem Rückgang der US-Anleiherenditen führte. Der US-Dollar verlor dadurch erneut an Wert. In der Folge erlebte der Gold-ETF innerhalb kurzer Zeit einen massiven Kapitalzufluss. Spekulatives Kapital und systematische Strategien wie CTA strömten in großem Stil in den Goldmarkt: Innerhalb von nur drei Wochen belief sich der nominale Nettoerwerb von Gold-Futures durch Spekulanten auf über 22 Milliarden US-Dollar – ein Rekordniveau für die letzten zehn Jahre. In der Woche zum 28. August flossen gemeinsam etwa 7 Milliarden US-Dollar in Gold- und Bitcoin-ETFs. Dadurch stieg der Goldpreis rasch von rund 4.400 US-Dollar/Unze und durchbrach die Marke von 4.600 US-Dollar/Unze.


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