Kioxia spielt die „Verhandlungs-Trumpfkarte“ aus: Um die Produktion zu erweitern, müssen langfristige Verträge abgeschlossen werden!
Hard·AI
Autor | Kozmon
Redaktion | Hard AI
Kioxia hat kürzlich zusammen mit SanDisk einen Investitionsplan von 5 Billionen Yen bis zum Geschäftsjahr 2033 vorgestellt. UBS teilte in seinem aktuellen Bericht vom 28. August mit, dass dies ein deutliches Signal dafür sei: Kioxia verfügt über Expansionskapazitäten, beabsichtigt aber nicht, diese sofort umzusetzen – dies wird zum entscheidenden Verhandlungschip bei Langzeitverträgen (LTA) mit Mega-Cloud-Anbietern.
Derzeit sorgt die kontinuierliche Erweiterung der Kontextlänge bei KI-Modellen für ein rapides Wachstum der NAND-Nachfrage auf der Inferenzseite – ohne Anzeichen einer Verlangsamung.
UBS erwartet, dass das Angebot und die Nachfrage bei NAND im Jahr 2027 nochmals angespannter sein werden als 2026. Mega-Kunden werden bei den Langzeitverhandlungen voraussichtlich eher Zugeständnisse machen und Kioxia kann die günstigeren Bedingungen sichern.
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Wie werden diese 5 Billionen Yen eingesetzt?
Von den gesamten Investitionen von 5 Billionen Yen trägt Kioxia 60%, SanDisk 40%. 1,8 Billionen Yen sind klar für das neue K3-Werk vorgesehen; das Gelände wurde bereits vorbereitet, der Produktionsstart ist für das Geschäftsjahr 2030 geplant. Die übrigen 3,2 Billionen Yen sind noch nicht zugeteilt.
Das Investitionstempo erfolgt in zwei Phasen. In den Geschäftsjahren 2027–2029 bleiben die Investitionen über drei Jahre bei den zuvor bekanntgegebenen 1,4 Billionen Yen, jährlich etwa 450–500 Milliarden Yen, wobei einige der für das Geschäftsjahr 2029 geplanten Ausgaben auf die Jahre 2027 und 2028 vorgezogen werden. In den Geschäftsjahren 2030–2033 steigt die jährliche Investition voraussichtlich deutlich auf rund 1,25 Billionen Yen.
UBS berechnet, dass diese Investition eine zusätzliche Monatskapazität von 200–220 Tausend Wafern der 332-Schicht-BiCS10-Generation und 180–200 Tausend Wafern der 4xx-Schicht-Generation ermöglicht. Bei einer Monatskapazität von 350 Tausend Wafern Ende des Geschäftsjahres 2028 könnte die Kapazität nach vollständiger Umsetzung der Investitionen auf 550 Tausend Wafern steigen und das Risiko sinkender Marktanteile wäre gering. Kioxia hebt gleichzeitig die Erwartung für das bit growth leicht von rund 20% auf etwas über 20% an.
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Warum ist dies das „Trumpf-Ass“ in den Verhandlungen?
Mega-Kunden hoffen in den LTA-Verhandlungen, dass Kioxia die Kapazität vorzeitig ausbaut, um die Versorgung zu sichern. Die aktuelle Ankündigung von Kioxia zeigt jedoch das Gegenteil: Kapazität und Planung stehen deutlich im Fokus, der Produktionszeitpunkt wird aber nicht vorgezogen.
In einer angespannten Angebotssituation verschiebt eine unveränderte Produktionskapazität die Kontrolle auf die Anbieterseite. Laut UBS ist Kioxia daher in der Lage, einen langfristigen Vertrag zu günstigen Bedingungen zu erreichen – Mega-Kunden müssen beim Preis und bei der Vertragslaufzeit Zugeständnisse machen, um sich die zukünftige NAND-Kapazität zu sichern.
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