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Schweizer Franken: Ist es der Ausstieg der Bären oder der richtige Zeitpunkt zum Einsteigen?

Schweizer Franken: Ist es der Ausstieg der Bären oder der richtige Zeitpunkt zum Einsteigen?

早安汇市早安汇市2026/08/27 04:18
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Morning FX

Am 19. August kündigte das US-Finanzministerium den erhöhten Rückkauf von langlaufenden Anleihen an, woraufhin der US-Dollar-Index stark fiel. Unter den Nicht-US-Währungen fiel der prozentual stärkste Anstieg beim Schweizer Franken besonders auf, der im Handelsverlauf die Marke von 0,80 durchbrach.

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Als eine der beliebtesten Finanzierungswährungen am Devisenmarkt befanden sich die CFTC-Netto-Positionen beim Schweizer Franken seit 2024 ausschließlich im Status "Short" oder "Extrem Short". Nach einer deutlichen Aufwertung am 19. August wurden die Netto-Short-Positionen in CHF innerhalb einer Woche um 16% reduziert. Steht dem CHF eine Squeeze-Rallye bevor?

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Zunächst die kurzfristige Logik für die schnelle Aufwertung des Schweizer Frankens:

  • Zinsdifferenz: Das US-Finanzministerium versucht, die langfristigen Renditen zu drücken und den US-Dollar-Zinssatz zu deckeln, was zu Gewinnmitnahmen bei USD-Carry-Trades führt. Der am stärksten geshortete CHF profitiert besonders stark.

  • Resonanz mit Gold: Das Vertrauen in den US-Dollar hat gelitten, Gold fungiert als Ersatzwert und stieg innerhalb einer Woche von 4330 auf 4700. Der Schweizer Franken erhält dadurch Unterstützung durch den Goldpreis.

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Blickt man jedoch in die Zukunft: Hat sich mittelfristig die Logik des Schweizer Frankens als Finanzierungswährung geändert? Wahrscheinlich nicht.

  • Niedrigzins-Politik: Ende Juli berichteten Schweizer Medien, dass die Schweizerische Nationalbank voraussichtlich bis Ende 2027 an einem Nullzins festhält. Sowohl der Notenbankpräsident als auch Mitglieder des geldpolitischen Ausschusses betonten, "bei Bedarf den Leitzins auch unter Null zu senken".

  • Wechselkurs-Standpunkt der Zentralbank: Auf der Zinssitzung im Juni äußerte die Schweizerische Nationalbank ausdrücklich die Bereitschaft, verstärkt am Devisenmarkt zu intervenieren. Der aktuelle USDCHF-Kurs liegt dabei nahe beim Wert der damaligen Sitzung.

  • Ersatz für Yen-Finanzierung: Die gemeinsame Intervention der USA und Japans am Devisenmarkt hat viele Yen-Carry-Trades beendet. Als Alternativwährung ist der Schweizer Franken nun die bevorzugte Wahl.

  • Der Gold-Positiv-Effekt lässt nach: Der kurzfristige Goldpreisanstieg war rasant, wodurch der Aufwärtsdruck auf dem aktuellen Niveau wächst und somit die positiven Effekte für den Schweizer Franken künftig begrenzter ausfallen dürften.

Daher bin ich der Ansicht, dass der Schweizer Franken weiterhin eine wichtige Finanzierungswährung bleibt. Für Short-Positionen im US-Dollar lohnt es sich, einige Long-Positionen in USDCHF zu halten, um Longs in EUR oder AUD abzusichern. Der Bereich um 0,80 könnte ein interessanter Punkt für Positionsaufbau sein.

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Fazit:

  • Das US-Finanzministerium plant, den Rückkauf von langlaufenden Anleihen zu erhöhen. Die Kombination aus Zinsdifferenz und steigendem Goldpreis treibt den Schweizer Franken nach oben, was zu einer Verringerung der Netto-Short-Positionen führt.

  • Mittelfristig betrachtet stützen die Niedrigzinspolitik und der entschiedene Interventionismus der Schweizerischen Nationalbank sowie die Verlagerung der Short-Positionen vom Yen weiterhin den Franken als Finanzierungswährung. Selbst wenn der Goldpreis steigt, bleiben die zusätzlichen positiven Impulse für den Schweizer Franken begrenzt.

  • Um 0,80 Long USDCHF als Absicherung gegen Short-US-Dollar-Positionen (EUR oder AUD) erwägen.

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