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Die Statistiken über den Ölfluss zwischen den USA und dem Iran unterscheiden sich erheblich, das tatsächliche Transportvolumen durch die Straße von Hormus bleibt ein Rätsel, der Markt achtet verstärkt auf die Validierung physischer Lieferungen.

Die Statistiken über den Ölfluss zwischen den USA und dem Iran unterscheiden sich erheblich, das tatsächliche Transportvolumen durch die Straße von Hormus bleibt ein Rätsel, der Markt achtet verstärkt auf die Validierung physischer Lieferungen.

智通财经智通财经2026/08/24 13:51
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  1. Bezüglich des tatsächlichen Rohöldurchsatzes durch die Straße von Hormus bestehen erhebliche Diskrepanzen zwischen dem US-Energieministerium und privaten Schiffsverfolgungsagenturen. Die von den offiziellen Stellen angegebenen täglichen Exporte von über 8 Millionen Barrel stehen im deutlichen Gegensatz zu den von zivilen Stellen geschätzten 2 bis 6 Millionen Barrel pro Tag.
  2. Energieministerin Wright erklärte vergangene Woche, das US-Militär habe am betreffenden Tag bei der Passage von über 15 Millionen Barrel Rohöl und Ölprodukten durch die Meerenge geholfen, und die durchschnittlichen Tagesexporte der letzten sieben Tage hätten 8 Millionen Barrel überstiegen. Allerdings lassen sich diese Größenordnungen durch die Angaben mehrerer unabhängiger Tracking-Unternehmen nicht belegen.
  3. Die Ursache der Unterschiede liegt darin, dass zahlreiche Öltanker nachts ihr automatisches Identifikationssystem abschalten, um ihre Route zu verbergen. Ein einziger Supertanker kann rund 2 Millionen Barrel laden, und das Fehlen der Registrierung von ein oder zwei Schiffen kann bereits erhebliche Differenzen erzeugen. Hinzu kommen verschiedene Messzeiträume und Annahmen über die Ladungsmenge, wodurch die Daten der einzelnen Seiten schwer vergleichbar sind.
  4. Die US-Marine verfügt aufgrund ihrer Vor-Ort-Präsenz in der Region, moderner Radarsysteme und direkter Kommunikation mit den durchfahrenden Schiffen über umfassendere Informationsquellen, während kommerzielle Agenturen lediglich Satellitenbilder und Signalrekonstruktionen nutzen können und somit in puncto Aktualität und Abdeckung deutliche Nachteile haben.
  5. Neben den Durchgangszahlen an der Meerenge widersprechen auch die Verladedaten aus dem Persischen Golf und die Entladedaten in den Zielhäfen den offiziellen Angaben. Die irakischen Ausfuhren liegen diesen Monat bereits bei nur noch einem Drittel des Vorkriegsniveaus, Kuwait bei nur einem Fünftel. Obwohl ein Teil des Exports durch Pipelines umgeleitet wird, stimmt die Gesamtmenge immer noch nicht überein.
  6. Derzeit bewegen sich die Brent-Rohöl-Futures bei etwa 90 US-Dollar pro Barrel und damit deutlich unter dem Höchststand während kriegerischer Auseinandersetzungen. Der Unterschied zwischen Kassa- und Terminpreisen hat sich vom Hoch von 36 US-Dollar auf unter 6 US-Dollar verengt. Dies deutet darauf hin, dass am physischen Markt bislang keine Zeichen extremer Knappheit bestehen und die Marktstimmung insgesamt relativ stabil bleibt.
  7. Die iranische Seite hat bereits angedroht, gegen Schiffe, die alternative Routen nutzen, vorzugehen. Das geostrategische Ringen hält also an. Entscheidend bleibt für die Zukunft zu beobachten, ob die physische Auslieferung die von den USA behauptete Angebotsmenge belegt und ob die Ankunftsdaten asiatischer Häfen dem Markt eindeutige Hinweise geben können.
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