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Der Markt setzt verstärkt auf eine restriktivere Geldpolitik der Europäischen Zentralbank und erwartet, dass der Einlagensatz bis 2027 auf nahezu 3 % steigt.

Der Markt setzt verstärkt auf eine restriktivere Geldpolitik der Europäischen Zentralbank und erwartet, dass der Einlagensatz bis 2027 auf nahezu 3 % steigt.

智通财经智通财经2026/08/24 01:21
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  1. Die Geldmärkte bereiten sich auf die zunehmend restriktive Haltung der Europäischen Zentralbank vor. Es wird erwartet, dass geopolitische Spannungen die Inflationsbekämpfung weiter verkomplizieren und den entscheidenden Einlagensatz bis Ende 2027 auf nahezu 3 % treiben werden. Der Markt hat eine Zinserhöhung im September bereits eingepreist (wobei der Einlagensatz voraussichtlich auf 2,5 % steigt); gleichzeitig werden die Wetten auf weitere Straffungen kontinuierlich verstärkt. Daten zeigen, dass die Wahrscheinlichkeit, dass der Einlagensatz bis September 2027 auf 3 % steigt, von null vor einem Monat auf etwa 60 % gestiegen ist.
  2. Nicht nur die Ölpreise beunruhigen Investoren, sondern auch die angespannte Versorgung mit raffinierten Brennstoffen, die auf den niedrigsten Stand seit über einem Jahrzehnt gesunkenen Gasreserven im Euroraum sowie die Möglichkeit, dass der Konflikt bis nach den US-amerikanischen Zwischenwahlen im November andauern könnte. Selbst wenn der Spotaufschlag für Brent-Rohöl stark von 40 auf 7 US-Dollar gesunken ist, bleiben die Zinserwartungen robust. Das deutet darauf hin, dass die Sorge der Händler wegen der Beharrlichkeit der Inflation über den Ölpreis selbst hinausgeht.
  3. Die Inflation im Euroraum wird zusätzlich durch den Gasmarkt gebremst. Derzeit befindet sich das Füllniveau auf dem für diese Jahreszeit niedrigsten Wert, und der Markt geht davon aus, dass das Speicherziel vor dem Winter nicht erreicht werden kann – zum Teil wegen der hohen Kühlungsnachfrage durch das heiße Wetter. Capital Economics weist darauf hin, dass die Reserven das letzte Mal ein ähnliches Niveau im Jahr 2021 erreicht hatten, als die Preise über 170 Euro stiegen; aktuell liegen sie bei etwa 65 Euro.
  4. Für die höhere Beharrlichkeit der Inflation sind auch expansive Fiskalpolitik, Investitionen in die grüne Transformation, Verteidigungsausgaben und ein angespannter Arbeitsmarkt verantwortlich, die den vor der Pandemie herrschenden Deflationsdruck umkehren. Die Wirtschaft des Euroraums zeigt sich widerstandsfähig: Die Unternehmensaktivität verzeichnete im August das bisher schnellste Wachstum des Jahres. Der Fünfjahres-Euro-Overnight-Index-Swap-Satz stieg auf 2,85 % – den höchsten Stand seit November 2023 – und gilt als Indikator für die Markteinschätzung des neutralen Zinssatzes.
  5. Der globale Leiter der Makroökonomische Forschung bei ING hebt hervor, dass die Marktpreise von der Annahme ausgehen, der Krieg werde bis November andauern. Der leitende Ökonom der Mitsubishi UFJ Financial Group erklärt, sollte das Ziel eines dauerhaften Friedensabkommens immer unerreichbarer erscheinen und sich die Energiepreise dem „ungünstigen Szenario“ der Europäischen Zentralbank annähern, könnte dies zu einer Situation führen, die einem vollständigen Zyklus der Straffung nahekommt.
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