Die hohen Renditen von US-Staatsanleihen belasten die globalen Aktienmärkte, geopolitische Risiken treiben Öl- und Goldpreise in die Höhe, während die Märkte gespannt auf den Nvidia-Geschäftsbericht warten.
Die hohen Renditen von US-Staatsanleihen belasten die globalen Aktienmärkte, geopolitische Risiken treiben Öl- und Goldpreise in die Höhe, während die Märkte gespannt auf den Nvidia-Geschäftsbericht warten.
智通财经2026/08/21 13:46Original anzeigen
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- Die globalen Aktienmärkte werden diese Woche voraussichtlich den größten Wochenrückgang seit Mitte Juli verzeichnen. Nach einer kurzen Verschnaufpause ist der Ausverkauf von US-Staatsanleihen wieder aufgeflammt. Die Renditen zehn- und dreißigjähriger Anleihen bewegen sich jeweils um 4,70 % bzw. 5,25 %, wobei der Markt weithin davon ausgeht, dass die 5,30 %-Marke bei 30-jährigen US-Staatsanleihen zu einer wichtigen psychologischen Schwelle geworden ist.
- Obwohl die Finanzministerin Überlegungen zu verstärkten Rückkäufen und fiskalischer Konsolidierung ansprach, bezweifeln Analysten, dass dies das Haushaltsdefizit von über 6 % effektiv reduzieren kann. Allein die Zinsausgaben belaufen sich dieses Jahr auf immense 1,2 Billionen US-Dollar. Hinzu kommt, dass der gesamte US-Staatsanleihenbestand vergangene Woche gerade die Marke von 40 Billionen US-Dollar überschritten hat, was das Vertrauen in Dollar-Anlagen kontinuierlich schwächt.
- Im geopolitischen Bereich hat die USA mit harten Sanktionen gegen den Iran gedroht, wodurch die Hoffnung auf eine vollständige Öffnung der Straße von Hormus weiter schwindet. Brent-Rohöl sprang zwischenzeitlich nahe an ein Einmonatshoch von 95 US-Dollar pro Barrel – das wöchentliche Plus beträgt über 5 %. Die Inflationsrisiken rücken bei den Investoren erneut in den Vordergrund.
- Unter dem doppelten Druck hoher Renditen und Ölpreise wird die langfristige Tragfähigkeit der massiven Kreditaufnahme von Technologieriesen für die KI-Investitionen infrage gestellt. Walmart verzeichnete wegen enttäuschender Verkaufszahlen einen Tagesverlust von 9 % und wurde damit zum typischen Beispiel für unerfüllte hohe Erwartungen. Der Markt richtet nun den Fokus auf den Nvidia-Quartalsbericht nächste Woche und die daraus resultierende Prognose für die KI-Infrastruktur-Nachfrage.
- Am Devisen- und Rohstoffmarkt zeigt sich ein Wechsel in Richtung sicherer Häfen. Der US-Dollar-Index verlor diese Woche fast 0,9 % und erreichte ein Drei-Monats-Tief. Der Franken legte gegenüber dem US-Dollar auf Wochenbasis um 1,7 % zu – die beste Performance seit Januar. Gold stieg auf einen Drei-Monats-Höchststand und notierte bei knapp 4.583 US-Dollar je Unze, während der Yen durch die beschleunigte Kerninflation in Japan gestützt wurde. Steigende Erwartungen für eine Zinserhöhung im September sind bereits eingepreist, aber die Marktteilnehmer warten auf eine noch restriktivere Prognose der Zentralbank.
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