Das entscheidende KI-Datenzentrum für Oracles "Stargate" hat zweimal die Genehmigung für eine begleitende Erdgasleitung abgelehnt bekommen und sucht nun alternative Routen.
Energy Transfer plant, einen Teil der für das Jupiter-Projekt von Oracle benötigten Erdgasleitung auf von der US-Landverwaltung (Bureau of Land Management) kontrollierten Bundesflächen zu verlegen, um die mehrfachen Ablehnungen durch das New Mexico State Land Office zu umgehen. Zuvor hatte die Verzögerung des Projekts dazu geführt, dass Oracle an diesem Tag zeitweise um 5% fiel.
Die geplante Gaspipeline zur Versorgung eines großen Oracle-KI-Rechenzentrums hat nach der Ablehnung des vorherigen Bauvorhabens durch die Regulierungsbehörde des Bundesstaats New Mexico nun eine neue Streckenführung erhalten.
Das für Bau und Betrieb der Pipeline zuständige Energie-Transportunternehmen (Energy Transfer LP) hat inzwischen beantragt, einen Teil der insgesamt 17,8 Meilen (etwa 28,6 Kilometer) langen Pipeline über Land zu verlegen, das vom Bureau of Land Management (BLM) der USA verwaltet wird.
In einem Schreiben, das die Energy-Transfer-Tochtergesellschaft Transwestern am 17. August an die Federal Energy Regulatory Commission (FERC) der USA gerichtet hat, heißt es, dass der neue Vorschlag das vom New Mexico State Land Office verwaltete Land umgeht.
Zuvor hatte das Land Office des Bundesstaats New Mexico das Durchleitungsrecht für diese Pipeline bereits zweimal abgelehnt.
Laut einem früheren Artikel von Wallstreetcn ist das Projekt eines der wichtigsten Bestandteile des großen „Stargate“-Vertrags, und eine Verzögerung beim Bau der zugehörigen Gaspipeline führte seinerzeit dazu, dass der Aktienkurs von Oracle zeitweise um 5 % einbrach.
Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung verzeichnet Oracle am Dienstag im Tagesverlauf einen Kursrückgang von 2,2 %.

Dieses Rechenzentrum mit dem Namen „Project Jupiter“ befindet sich im Doña Ana County, New Mexico, nahe der Grenze zwischen den USA und Mexiko und soll OpenAI mit Dienstleistungen versorgen.
Das Rechenzentrum ist eines der größten Projekte seiner Art, geplant ist der Bau einer 2,5-Gigawatt-Anlage auf Basis von erdgasbetriebenen Brennstoffzellen. Das Gesamtinvestitionsvolumen kann bis zu 165 Milliarden US-Dollar betragen. Das Projekt hat bereits zu Protesten geführt, wobei sich die Bedenken der Gegner vor allem auf die möglichen Umweltauswirkungen konzentrieren.
Beim jüngsten Veto erklärte das New Mexico State Land Office im vergangenen Monat, das von Energy Transfer beantragte Landpachtvorhaben „entspreche nicht den besten Interessen des Bundesstaats“.
Unterdessen hat Transwestern das ursprünglich auf den 15. August datierte Inbetriebnahmedatum für die Pipeline mit dem Namen „Green Chile“ nun auf den 1. Februar 2027 verschoben. Oracle teilte vergangene Woche mit, dass das Project Jupiter weiterhin planmäßig voranschreite.
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