Das geopolitische Klima ist angespannt: 94% der nordamerikanischen Fonds sichern ihr Währungsrisiko ab, ein Vierjahreshoch.
Der Anteil der Fondsmanager in den USA und Kanada, die sich für eine Währungsabsicherung entscheiden, ist auf 94 % gestiegen und hat damit den höchsten Stand seit mindestens vier Jahren erreicht.
Wie von der Jinse Finance APP berichtet, zeigt eine Umfrage von MillTech, einem Anbieter von Lösungen für Devisen- und Cashmanagement, dass der Anteil der US-amerikanischen und kanadischen Fondsmanager, die angesichts zunehmender geopolitischer Unsicherheiten auf Devisenabsicherung setzen, auf 94% gestiegen ist – der höchste Stand seit mindestens vier Jahren.
Die Umfrage zeigt, dass 94% der befragten Institutionen derzeit Währungsrisiken absichern, ein deutlicher Anstieg gegenüber den 85% im Jahr 2025 und ein Rekordwert der letzten vier Jahre.
Bemerkenswert ist, dass kleinere Fonds stärker zur Devisenabsicherung tendieren als große Fonds – die Anteile liegen bei 98% bzw. 88%. Dies könnte darauf hindeuten, dass Verluste aus nicht abgesicherten Währungspositionen kleinere Fonds bei geringeren Vermögenswerten stärker treffen, insbesondere in einem Umfeld erhöhter Marktvolatilität.
Neben der Steigerung des Absicherungsanteils passen nordamerikanische Fondsgesellschaften auch ihre Absicherungsstrategien an. 63% der Befragten geben an, dass die Verlängerung der Absicherungsdauer ihre bevorzugte Strategie zur Bewältigung politisch bedingter Schwankungen des US-Dollars ist.
Laut Umfrage planen mehr als ein Drittel der Befragten, den Absicherungsanteil zu erhöhen, während nahezu ein Viertel eine Senkung des Absicherungsniveaus erwägt.
Im ersten Quartal dieses Jahres erlitten einige Fonds aufgrund nicht abgesicherter Devisenpositionen im Zusammenhang mit geopolitischen Spannungen Verluste. Der Durchschnittsschaden betrug 730.665 US-Dollar, die meisten Verluste lagen zwischen 100.000 und 499.999 US-Dollar, aber mehr als 12% der Institutionen meldeten Verluste zwischen 1 Million und 4,9 Millionen US-Dollar.
Der Umfragebericht weist darauf hin: „Dies zeigt, dass selbst wenn der Fonds insgesamt von Wechselkursbewegungen profitiert, einzelne nicht abgesicherte Positionen dennoch erhebliche Kosten verursachen können.“
MillTech führte diese Umfrage im Juni dieses Jahres unter 250 Asset-Management-Unternehmen mittlerer Größe in den USA und Kanada durch.
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