a16z untersucht Krypto-Zahlungskarten: Rasantes Wachstum bei Kartenzahlungen mit Stablecoins
Autor | a16z crypto
Übersetzung | TechFlow
Einleitung: Stablecoins sind längst nicht mehr nur digitale Werte auf der Blockchain – inzwischen kann man damit sogar Kaffee mit Karte zahlen. Das monatliche Transaktionsvolumen von Krypto-Zahlungskarten hat 759 Millionen US-Dollar überschritten, ein Anstieg um das 2,5-Fache innerhalb eines Jahres. Hinter den knapp 9 Millionen Transaktionen entfielen 84 % auf USDC und USDT, wobei Visa als größter Gewinner hervorging. Diese Karten ermöglichen auch Menschen ohne Bankkonto den Zugang zum US-Dollar – Stablecoins dringen damit auf klassischem Weg in das Zahlungssystem ein.
Das Volumen der Konsumausgaben mit Stablecoins über Karten wächst rasant.
Krypto-Zahlungskarten haben sich von einer Neuheit zum Geschäft mit monatlichen Umsätzen von über 759 Millionen US-Dollar entwickelt. Mit diesen Karten kann an jedem Ort gezahlt werden, der traditionelle Kartennetzwerke akzeptiert. Im Hintergrund werden Krypto-Assets (überwiegend Stablecoins) beim Bezahlen in Echtzeit in die jeweilige Landeswährung umgerechnet, sodass für Händler kein Unterschied zu normalen Kartenzahlungen besteht.
Karteninhaber benötigen kein traditionelles Bankkonto. Je nach Anbieter hinterlegen die Nutzer Stablecoins bei der ausstellenden Institution oder verwalten sie direkt auf der Blockchain in Eigenverwahrung. Krypto-Karten erweitern weltweit den Zugang zu US-Dollar-Konten und bieten Stablecoin-Besitzern eine bequeme Möglichkeit, Zahlungen zu leisten.
759 Millionen USD Kartenumsatz im Juli, 2,5-faches Wachstum in einem Jahr
Im Juli erreichte das monatliche Transaktionsvolumen von Krypto-Zahlungskarten 759 Millionen US-Dollar, ein Anstieg um rund 2,5 Mal gegenüber 306 Millionen US-Dollar im Vorjahr. Im Oktober 2023 lag das volumen laut Paymentscan noch bei unter 1 Million US-Dollar. Grundlage der Zahlen ist die On-Chain-Aktivität von Karten, die Paymentscan verfolgt. (Beim volumenstärksten Projekt RedotPay stammen die Ausgabedaten vom Kartenausgeber selbst, nicht aus On-Chain-Daten.)
Auch die Zahl der Einkäufe mit Krypto-Zahlungskarten stieg ähnlich an: Im Juli wurden fast 9 Millionen Käufe mit diesen Karten getätigt – ein Anstieg gegenüber rund 5,2 Millionen im Vorjahr.
Das bedeutet, dass der durchschnittliche Transaktionswert bei etwa 86 US-Dollar lag.
Optimism, Solana und Base teilen sich den Markt
Zu Beginn des Jahres 2024 konzentrierten sich Krypto-Kartentransaktionen auf eine einzige Blockchain: Gnosis, die mit Gnosis Pay die erste Visa-Karte anbot, die direkt mit einer selbstverwalteten Wallet verbunden war. Mit dem Start neuer Kartenprojekte hat sich die Zahl der Settlement-Blockchains erweitert.
Laut Paymentscan entfielen bis Juli rund 29 % des Kartenumsatzes auf Optimism, rund 19 % auf Solana und etwa 19 % auf Base. Der Anteil von Gnosis fiel auf rund 2 %.
US-Dollar-Stablecoins dominieren, USDC+USDT bei 84 % Anteil
Früher dominierten Stablecoins auf Euro-Basis die Ausgaben: Anfang 2024 wurden etwa 88 % der Krypto-Kartenumsätze in EURe abgewickelt, größtenteils auf Gnosis. Bis Juli ist der EURe-Anteil auf rund 2 % gesunken.
Stablecoins, die auf US-Dollar lauten, haben jetzt die Vorherrschaft. USDC verarbeitet rund 58 % der Kartenumsätze, USDT etwa 26 % – ein Anstieg von rund 48 % bzw. 7 % im Vorjahr. Fast alle Zahlungen mit Krypto-Zahlungskarten werden inzwischen in digitalen US-Dollar abgewickelt.
Visa dominiert nahezu den gesamten Marktanteil
Verglichen mit traditionellen Kartennetzwerken, die monatliche Transaktionssummen in Billionenhöhe verarbeiten, ist der Markt für Krypto-Zahlungskarten noch sehr klein.
Doch während Stablecoins weltweit im Finanzsystem an Einfluss gewinnen – zum Teil auch über bestehende große Kartennetze – laufen diese Transaktionen bei den beobachteten Projekten nahezu ausschließlich über Visa.
Krypto-Zahlungskarten sind Teil eines breiteren Trends der Krypto-Adoption, den wir nach GENIUS weiterverfolgen. Dazu gehört auch die rasante Annahme von Stablecoins und die Tokenisierung von Vermögenswerten.





Haftungsausschluss: Der Inhalt dieses Artikels gibt ausschließlich die Meinung des Autors wieder und repräsentiert nicht die Plattform in irgendeiner Form. Dieser Artikel ist nicht dazu gedacht, als Referenz für Investitionsentscheidungen zu dienen.
Das könnte Ihnen auch gefallen
Die Bedenken hinsichtlich der KI-Investitionsausgaben nehmen ab, Micron und SanDisk sowie andere Speicheraktien erleben eine Neubewertung, was den Chip-Index zurück in den Bullenmarkt führt.
Micron stieg in fünf Tagen um 17,5 %, SanDisk legte am Montag um fast 9 % zu und die Bärenmarktphase des Philadelphia Semiconductor Index dauerte nur 21 Tage – das ist die kürzeste Dauer seit März 2020. Analysen zufolge sind die beeindruckenden Finanzdaten, die kürzlich von Anthropic und OpenAI offengelegt wurden, derzeit der wichtigste Katalysator für Chip-Aktien. Die Sichtbarkeit der Nachfrage nach AI-Chips hat sich verbessert.
Web3: Ansem startet ansem.io, 500.000 ANSEM in zwei Stunden verbrannt

Anthropic erzielte im Juli einen angeblich annualisierten Umsatz von über 65 Milliarden US-Dollar, was mehr als das Siebenfache des Werts von Ende letzten Jahres entspricht.
Letzten Freitag wurde berichtet, dass Anthropic im zweiten Quartal einen vorläufigen Umsatz von über 11,5 Milliarden US-Dollar erzielt hat, was einem Anstieg von fast dem 14-fachen im Jahresvergleich entspricht. Auch der bereinigte operative Gewinn wurde bereits erreicht.
