Web3: Eine Raubkopie der „Odyssey“-Datei wurde mit Malware versehen, die Krypto-Wallets stiehlt
Das Sicherheitsunternehmen Bitdefender berichtet, dass kurz nach der Veröffentlichung des Films „Odyssee“ im Internet bösartige Dateien aufgetaucht sind, die sich als HD-Videoquellen tarnen. Diese Dateien erscheinen wie übliche Raubkopien von Videos, sind in Wahrheit aber Windows-Programme, die beim Ausführen Spionagesoftware auf dem Gerät installieren.
Verbreitung durch als Videodateien getarnte Dateien
Laut dem Bericht werden diese Dateien häufig als WEBRip- oder Blu-ray-Version bezeichnet und mit Icons versehen, die denen des VLC Media Players oder von Videodateien ähneln, um die Nutzer in Sicherheit zu wiegen. Da Windows standardmäßig Dateierweiterungen ausblendet, fällt es vielen Nutzern schwer, „.exe“-Dateien von echten Videodateien zu unterscheiden.
Kann Wallets und Kontodaten stehlen
Sobald das Programm geöffnet wird, sammelt Lumma Stealer die im Browser gespeicherten Passwörter, Zahlungsdaten, Autofill-Informationen, Zugangsdaten für Remote-Desktops sowie Daten von Krypto-Wallets. Bitdefender gibt zudem an, dass solche Schadsoftware Authentifizierungs-Cookies stiehlt, wodurch Angreifer in der Lage sind, Sitzungskonten zu übernehmen.
Dadurch können, selbst wenn die Nutzer die Zwei-Faktor-Authentifizierung aktiviert haben, manche Konten durch Session-Hijacking kompromittiert werden. Das Risiko betrifft nicht nur Wallet-Vermögen, sondern kann sich auch auf E-Mail-Konten, Handelsplattformen und andere Online-Dienste erstrecken.
Beliebte Inhalte als typisches Einfallstor
Bitdefender ist der Ansicht, dass dieser Vorfall einem häufigen Muster der letzten Jahre entspricht: Angreifer verstecken Spionagesoftware in Inhalten, die Nutzer besonders gern herunterladen möchten, und verbreiten diese dann über Filme, Game-Mods, Hintergrundbilder oder Softwarepakete mit hoher Nachfrage.
Die Firma empfiehlt Nutzern, Filme möglichst über offizielle Streaming-Dienste anzuschauen, keine als Videoinhalte getarnten ausführbaren Dateien auszuführen und die Anzeige von Dateierweiterungen in Windows zu aktivieren, um getarnte Dateien besser erkennen zu können.
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