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"Der große Bär" Burry warnt erneut vor einem KI-Crash: Nebius ist das „Abbild des Höhepunkts des Booms“! Er erhöht seine Short-Positionen auf Micron, Oracle und Halbleiter-ETFs

"Der große Bär" Burry warnt erneut vor einem KI-Crash: Nebius ist das „Abbild des Höhepunkts des Booms“! Er erhöht seine Short-Positionen auf Micron, Oracle und Halbleiter-ETFs

智通财经智通财经2026/08/14 01:16
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Von:智通财经

Burry bleibt standhaft beim Leerverkauf von AI-Technologieaktien und sagt: „Nebius ist das Sinnbild des Höhepunkts eines Booms.“

German Financial News App berichtet, dass Michael Burry, bekannt für seine Prognose der Subprime-Krise 2008 und als „Big Short“, erneut eine scharfe Warnung vor dem AI-Boom ausspricht. Am 12. August veröffentlichte Burry auf der Substack-Plattform seine neuesten Portfolioumschichtungen: Nachdem der Aktienkurs von Nebius (NBIS.US) nach Veröffentlichung des Quartalsberichts um 34% explodiert war, erhöhte er entgegen dem Trend seine Short-Position und bezeichnete den AI-Cloud-Service-Anbieter als „Inbegriff des Booms auf dem Höhepunkt“. Gleichzeitig baute er seine Short-Wetten auf Micron Technology (MU.US), Oracle (ORCL.US) und iShares Semiconductor ETF (SOXX) weiter aus.

Burry äußerte besonders harte Kritik an Nebius und betonte, dass dieser AI-Cloud-Infrastruktur-Anbieter ein „typisches Bild des Boom-Gipfels“ sei. Er beschreibt die aktuelle Preisstruktur des AI-Infrastrukturmarktes als „Backwardation“ – kurzfristige Rechenleistungspreise sind doppelt so hoch wie langfristige Vertragsabschlüsse; dieses Phänomen offenbart die brutale Realität des raschen Wertverfalls von GPUs.

Entgegen dem Trend: Verdoppelte Short-Position während eines 34%-Anstiegs

Die auffälligste Maßnahme dieser Runde war die Aufstockung der Position bei Nebius. Das Unternehmen, ausgegliedert vom russischen Internetgiganten Yandex und mit Hauptsitz in Amsterdam, veröffentlichte am 12. August seinen Quartalsbericht für das zweite Quartal 2026. Aufgrund des explodierenden Bedarfs an AI-Infrastruktur stieg der Umsatz in diesem Quartal im Jahresvergleich um 454% auf 582,3 Millionen US-Dollar und übertraf die Erwartungen des Marktes deutlich. Nach Veröffentlichung des Berichts schoss der Aktienkurs von Nebius an einem Tag um 34% nach oben.

Das hervorragende Ergebnis konnte Burrys pessimistische Einschätzung jedoch nicht erschüttern. Er kündigte am selben Tag auf Substack an, dass er bei einem Kurs von 247 US-Dollar seine Short-Position auf Nebius weiter erhöht habe.

Burrys veröffentlichte Short-Aktivitäten decken sowohl Einzelaktien als auch Branchenindizes ab

Nebius: Short-Aufstockung zum Preis von 247 US-Dollar je Aktie;

Micron Technology: Ausbau der Short-Position zum Preis von 924 US-Dollar je Aktie;

Oracle: Erweiterung der Short-Position zum Preis von 152 US-Dollar je Aktie;

iShares Semiconductor ETF: Zukauf von Put-Optionen mit Auslauf im März 2027, der Ausübungspreis liegt im Bereich von 400 US-Dollar.

Bereits am 6. August hatte Burry erstmals seine Short-Positionen auf Nebius und Oracle veröffentlicht – zu diesem Zeitpunkt lag der Short-Kurs von Nebius bei etwa 212 US-Dollar, Oracle bei etwa 145 US-Dollar. Innerhalb einer Woche hat er zweimal nachgelegt, was Burrys feste Überzeugung von einer Bewertungsblase im AI-Infrastruktursektor belegt.

Bis zum 13. August machten Short-Positionen in Nebius bereits 28,8% des Streubesitzes aus und machten diesen Titel zu einem der am stärksten geshorteten AI-Infrastrukturwerte am Markt. Die Aktie ist im laufenden Jahr zeitweise um mehr als 209% gestiegen.

Long-Strategie: „Sichere Häfen“ lateinamerikanischer E-Commerce und Tiergesundheit

Während er massiv gegen AI wettet, stockte Burry gleichzeitig zwei Long-Positionen auf:

MercadoLibre (MELI.US): Long-Aufstockung zum Preis von 1.850 US-Dollar je Aktie, mit dem Kommentar „Keine weiteren Erklärungen notwendig, sehr optimistisch“;

Zoetis (ZTS.US): Erhöhung der Long-Position zum Preis von 73,60 US-Dollar je Aktie, ebenso knapp und bestimmt bewertet.

Diese beiden Transaktionen zeigen Burrys Investitionslogik – angesichts einer erwarteten AI-Blase verlagert er Kapital in „sichere Häfen“ mit soliden Fundamentaldaten, die von AI-Investitionszyklen unbeeinflusst bleiben. MercadoLibre ist ein führendes E-Commerce- und FinTech-Unternehmen in Lateinamerika, Zoetis ein globaler Marktführer im Bereich Tiergesundheit – beide verfügen über stabile Cashflows und klar abgesteckte Wachstumsperspektiven.

Nebius Warnung vor „Backwardation“: Kurzfristige Rechenleistung mit doppeltem Preisaufschlag – der GPU-Wert verfällt

Burrys Short-Argumentation zu Nebius basiert auf einer tiefgehenden Analyse des Inhalts der Bilanzkonferenz und hinterfragt die Nachhaltigkeit ihres Geschäftsmodells und ihrer wirtschaftlichen Substanz.

Zunächst verweist Burry auf die „Backwardation“-Struktur beim Pricing von AI-Rechenleistung. Nebius gab im Quartalsbericht vom 12. August bekannt, dass die Preisstruktur für AI-Computing-Verträge ein extremes „kurzfristiges Premium“ aufweist: Kurzfristige Verträge (unter 1 Jahr): 40 bis 50 Millionen US-Dollar pro Megawatt, teilweise noch höher; mittelfristige Verträge (1–3 Jahre): 20 bis 25 Millionen US-Dollar pro Megawatt.

Kurzfristige Preise sind fast doppelt so hoch wie mittelfristige. Burry fragt scharf: „Zahlen Kunden das Doppelte für Dringlichkeit und Bequemlichkeit? Das ist extreme Dringlichkeit.“

Im Rohstoffmarkt wird dieses Phänomen, dass der aktuelle Preis weit über dem Terminpreis liegt, als „Backwardation“ bezeichnet – dies bedeutet meist, dass der Markt erwartet, dass der Wert des Rohstoffs rapide sinkt. Burry überträgt das auf den AI-Rechenleistungsmarkt und sagt: „Strom selbst verliert nicht an Wert. Daher entweder verlieren die GPUs an Wert, die Kunden verlieren an Wert – oder wahrscheinlich beide.“

Weiter kritisiert Burry, dass Nebius die Abschreibungsdauer für Server von 4 auf 5 Jahre verlängerte. Er betont, dass die Vertragsstruktur impliziert, dass die Rechenleistung jedes Jahr etwa 50% an Wert verliert, aber diese Kosten in den Finanzberichten durch verlängerte Abschreibung langsamer verteilt werden – was eine „Illusion von sofortigem Gewinnwachstum“ erzeugt. Burry deutet an, dass dies das Ergebnis schönfärbt, weil die tatsächliche Hardware-Erneuerung weit schneller erfolgt als die bilanzierte Abschreibung.

Außerdem warnt Burry erneut vor den enormen außerbilanziellen Verbindlichkeiten in der Branche. In einem Substack-Post eine Woche zuvor schrieb er: „Die Fische sind bereits vollgefressen von außerbilanziellen Schulden, Rücklagen, noch nicht begonnenen Miet- und Kaufverpflichtungen. Sie sind sehr fett geworden, sehr groß und leichte Ziele.“

Oracles Risiken: Schuldengetriebene AI-Infrastruktur mit hohem Risiko

Burrys Short-Argumentation zu Oracle steht im Einklang mit seiner Kritik an Nebius. Er warnte bereits davor, dass Oracle die GPU-Abschreibung unterschätzt und bis 2028 ein Gewinnüberschuss von 26% bis 27% gemeldet werden könnte.

Zum Zeitpunkt der Short-Aufstockung steckt Oracle aufgrund aggressiver AI-Infrastruktur-Investitionen in einer Doppelspirale aus „Entlassungen und Verschuldung“ – im Geschäftsjahr 2026 wurden etwa 21.000 Stellen abgebaut und die Schulden stiegen auf 129,5 Milliarden US-Dollar. Die Probleme von Oracle bestätigen Burrys Hauptsorge: Wenn die Hardware-Abschreibung viel schneller läuft als das Unternehmen zugibt, klafft eine immer größere Lücke zwischen Bilanzgewinn und realwirtschaftlichem Ergebnis.

Tiefere Warnung: Nvidias „500-Milliarden-Loop-Finanzierung“

Burrys Short-Strategie steht nicht isoliert da. Er hatte bereits vor dem von Nvidia (NVDA.US) gemeinsam mit sechs großen Wall-Street-Banken entwickelten 500-Milliarden-Dollar-Finanzierungsplattform für AI-Infrastruktur scharf gewarnt.

Burry nennt dieses Modell einen „Wall-Street-Trick“ – in der Praxis wird durch private Kredite, asset-backed Schulden und Nvidias Eigenkapital der Einkauf von Nvidia-GPUs finanziert, was einen „Kreislauf von Geld zwischen den Taschen“ erzeugt. Er warnt, dass dieses auf GPU-Nachfrage basierende, gehebelte Finanzierungssystem die Risikomechanik der Vorkrise von 2008 wiederholt.

Auf Substack schreibt er: „Neuer Chef, gleicher Chef wie zuvor.“

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