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Der weltweite „Goldkauf-Boom“ erhält weiteren Zuwachs! Die Zentralbank von Südkorea investiert erstmals seit 13 Jahren in Gold und kaufte im zweiten Quartal still und heimlich ETF im Wert von 250 Millionen US-Dollar.

Der weltweite „Goldkauf-Boom“ erhält weiteren Zuwachs! Die Zentralbank von Südkorea investiert erstmals seit 13 Jahren in Gold und kaufte im zweiten Quartal still und heimlich ETF im Wert von 250 Millionen US-Dollar.

智通财经智通财经2026/08/13 07:11
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Von:智通财经

Die südkoreanische Zentralbank tätigt erstmals seit 13 Jahren eine goldgebundene Investition.

German财经APP berichtet, dass die südkoreanische Zentralbank mit praktischen Maßnahmen ihre Rückkehr in das globale Zentralbank-Goldkaufranking verkündet. Laut einem bei der US Securities and Exchange Commission (SEC) am 12. August eingereichten 13F-Bericht hält die südkoreanische Zentralbank bis Ende des zweiten Quartals 2026 insgesamt 679.765 Aktien des SPDR Gold Trust (größter physischer Gold-ETF der Welt), mit einem Marktwert von etwa 250,4 Millionen US-Dollar. Dies ist die erste goldbezogene Investition der südkoreanischen Zentralbank seit 13 Jahren, nachdem sie zuletzt 2013 aktiv war.

Warum ETF statt physisches Gold?

Die strukturell bemerkenswerteste Besonderheit dieser Investition: Die südkoreanische Zentralbank kauft kein physisches Gold, sondern einen Gold-ETF. Der SPDR Gold Trust ist ein an der US-Börse gelisteter Gold-ETF, der die Preisbewegungen von physischem Gold nachbildet. Bis Ende des zweiten Quartals war der Handelspreis dieses ETFs etwa 400 US-Dollar pro Aktie. Die Position tauchte im Bericht des ersten Quartals nicht auf, was zeigt, dass die Investition zwischen April und Juni dieses Jahres erfolgte.

Offiziellen Angaben zufolge wird der Gold-ETF als ausländisches Wertpapier klassifiziert und den nationalen Devisenreserven zugerechnet, nicht dem offiziellen Goldbestand. Diese Zuordnung hat wichtige buchhalterische und strategische Implikationen — die offiziellen physischen Goldreserven der südkoreanischen Zentralbank bleiben weiterhin bei 104,4 Tonnen und wurden seit 2013 nicht erhöht.

Aus betrieblicher Sicht bietet ein ETF im Vergleich zu physischem Gold eine höhere Liquidität und eine einfachere Handelbarkeit. Für eine Zentralbank, die 13 Jahre lang nicht im Goldmarkt aktiv war, ist eine Investition über ETFs eine niedrigschwellige und flexible „Probehandlung“ — ohne die Kosten für Lagerung und Transport von physischem Gold und mit der Option, die Position jederzeit anzupassen.

Der Unterschied zwischen Gold-ETF und physischem Gold ist für das Reserve-Management entscheidend: Physisches Gold wird üblicherweise als langfristiger Reservewert gehalten, während Gold-ETF wie andere Finanzinstrumente gehandelt werden können. Mit der ETF-Investition hat die südkoreanische Zentralbank faktisch Goldpreisschwankungen in den Devisenreserven abgedeckt, ohne die Statistik der offiziellen Goldreserven zu verändern.

Warum gerade jetzt? — Strategische Wende nach 13 Jahren „Goldpause“

Mit dem Markteintritt nach einer 13-jährigen Abstinenz beendet die südkoreanische Zentralbank ihre „goldene Leerstelle“. Während dieser Zeit haben Zentralbanken weltweit mehrmals massiv Gold gekauft, Südkorea blieb jedoch außen vor.

Die Hintergründe sind bedenkenswert. Nachdem die südkoreanische Zentralbank zwischen 2011 und 2013 insgesamt 90 Tonnen Gold gekauft hatte, wurde der Zukauf eingestellt. In den Folgejahren lag der Goldanteil in den Devisenreserven konstant bei etwa 3,5 %, weltweit nur auf Rang 39 bis 40. Bezogen auf die Devisenreserven von 427,36 Milliarden US-Dollar Ende Juni macht davon Gold nur 479 Millionen US-Dollar aus, ein Anteil von nur 1,1 %. Dieser Wert rangiert in einer Liste von 100 Ländern auf Platz 98, nur vor Chile und Kolumbien.

Angesichts dieses extrem niedrigen Goldanteils hat die südkoreanische Zentralbank 2026 erstmals eine strategische Wende beschlossen. Anfang August kündigte sie an, den Goldanteil in den Devisenreserven mittelfristig zu erhöhen und neue Kanäle für den Kauf von Exportgold aus heimischen Quellen zu schaffen — ein Schritt, den die Bank erstmals seit fast 60 Jahren unternimmt.

Choi Kyuho, Ökonom bei Hanwha Investment Securities, kommentierte: „Die Goldquote der südkoreanischen Zentralbank ist aktuell sehr niedrig. Um mit globalen Standards Schritt zu halten, hat die Bank durchaus Potenzial für weitere Goldkäufe. Ich denke, sie wird ihren Goldbestand schrittweise erhöhen.“

Globaler Kontext: Zentralbanken kauften im zweiten Quartal 289 Tonnen Gold — neuer Rekord

Die Kehrtwende der südkoreanischen Zentralbank findet vor dem Hintergrund einer anhaltenden Goldkaufwelle von Zentralbanken weltweit statt. Laut World Gold Council haben Zentralbanken und andere staatliche Institutionen im zweiten Quartal 2026 netto 289 Tonnen Gold zu ihren Reserven hinzugefügt, ein Anstieg gegenüber dem Vorjahr von 62 % und gegenüber dem Vorquartal von 411 %, was einen neuen historischen Höchstwert für das zweite Quartal darstellt.

Besonders wichtig sind die Ausblicke der Zentralbanken. Die Umfrage des World Gold Council zeigt, dass 45 % der befragten Zentralbanken erwarten, innerhalb des nächsten Jahres mehr Gold zu kaufen, und weltweit in 60 Ländern wird erwartet, dass die offizielle Goldnachfrage auch in den kommenden fünf Jahren weiter steigt. Diese strukturelle Nachfrage sorgt für eine stabile langfristige Unterstützung des Goldmarktes.

Die Deutsche Bank erwartet, dass der Goldpreis bis Jahresende auf 4.700 US-Dollar pro Unze steigen könnte. Der SPDR Gold Trust fiel Mitte Juli auf rund 360 US-Dollar, ist inzwischen aber wieder auf etwa 404,9 US-Dollar geklettert. Das Investitionszeitfenster der südkoreanischen Zentralbank im zweiten Quartal liegt genau am Beginn dieses Aufschwungs.

Marktsignale: Ein neues Kapitel der „Normalisierung“ der Zentralbank-Goldquoten

Die Investition der südkoreanischen Zentralbank sendet mehrere Signale:

Erstens: Die globale „Normalisierung“ der Goldbestände durch Zentralbanken beschleunigt sich weiter. Im Zuge der Entdollarisierung, geopolitischen Risiken und steigender Inflationsunsicherheit bewerten immer mehr Zentralbanken die Struktur ihrer Devisenreserven neu. Südkorea als weltweit 13-größter Devisenreservist nähert sich beim Goldanteil (aktuell 1,1 %) dem weltweiten Durchschnitt — und das bringt eine erhebliche zusätzliche Nachfrage.

Zweitens: ETFs werden zu neuen Kanälen für Zentralbank-Goldkäufe. Früher kauften Zentralbanken Gold meist in Form von Barren. Das Vorgehen der südkoreanischen Zentralbank könnte für Länder, die Gold bislang nicht massiv halten, als Vorbild dienen — besonders dann, wenn rasch Positionen aufgebaut werden sollen, ohne den physischen Goldmarkt zu beeinflussen.

Drittens: Die „zweistufige“ Strategie der südkoreanischen Zentralbank verdient Augenmerk. Zuerst Goldexposure über ETFs, dann Schritt für Schritt physisches Gold kaufen — das im August angekündigte Rahmenwerk für heimischen Goldkauf zeigt: ETFs sind erst der Anfang. Der Leiter des Reserve-Managements erklärt, geopolitische Risiken seien eine anhaltende globale Realität und zahlreiche Zentralbanken diversifizieren ihre Devisenreserven durch Gold.

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Haftungsausschluss: Der Inhalt dieses Artikels gibt ausschließlich die Meinung des Autors wieder und repräsentiert nicht die Plattform in irgendeiner Form. Dieser Artikel ist nicht dazu gedacht, als Referenz für Investitionsentscheidungen zu dienen.

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