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CoreWeave warnt: Wenn wir gezwungen wären, Nvidia-Chips aufzugeben, würden wir auf Schwierigkeiten stoßen.

CoreWeave warnt: Wenn wir gezwungen wären, Nvidia-Chips aufzugeben, würden wir auf Schwierigkeiten stoßen.

华尔街见闻华尔街见闻2026/08/13 00:06
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CoreWeave hat erstmals in regulatorischen Dokumenten die „Abkopplung von Nvidia“ offiziell als Risiko aufgeführt – sollte die Kundennachfrage umschwenken, würde der Wechsel des Chiplieferanten erhebliche Zeit und Kosten erfordern. Das eng mit Nvidia verbundene KI-Cloud-Unternehmen, an dem Nvidia rund 10% der Anteile hält, bereitet sich diskret auf bedeutende Veränderungen in der Lieferkette vor. Gleichzeitig sorgte ein Auftragsbestand von 104 Milliarden US-Dollar für einen Tageskursanstieg von 19%; starke Geschäftszahlen und Unsicherheiten bestehen parallel.

Der Anbieter von AI-Cloud-Computing CoreWeave hat in einem aktuellen behördlichen Bericht ein seltenes potenzielles Risiko offengelegt: Sollte sich die Marktnachfrage verlagern und das Unternehmen gezwungen sein, auf die Abhängigkeit von Nvidia-Chips zu verzichten, steht CoreWeave unter erheblichem Zeit- und Finanzdruck.

In dem am Mittwoch eingereichten Quartalsbericht schreibt CoreWeave, dass Änderungen in der Kundennachfrage das Unternehmen dazu zwingen könnten, "Zeit, Geld und Ressourcen" zu investieren, um Alternativen zu den Nvidia-GPUs zu beschaffen. Außerdem warnt das Unternehmen, dies könnte letztlich die Fähigkeit beeinträchtigen, die von den Kunden geforderten Produkte zu liefern. Dies ist das erste Mal, dass das Unternehmen in einem offiziellen Regulierungsdokument explizit das Thema der "Abkehr von Nvidia" als potenzielles Geschäftsrisiko aufführt.

Unterdessen übertraf der von CoreWeave veröffentlichte Ausblick die Markterwartungen: Der Auftragsbestand lag zum Ende des zweiten Quartals bei 104 Milliarden US-Dollar, was die Aktie am Mittwoch um 19% steigen ließ, Schlusskurs 107,73 US-Dollar.

CoreWeave warnt: Wenn wir gezwungen wären, Nvidia-Chips aufzugeben, würden wir auf Schwierigkeiten stoßen. image 0

Aktuell hält Nvidia rund 10% der Anteile an CoreWeave und stellt für sämtliche Kunden von CoreWeave die komplette GPU-Rechenleistung bereit. Diese stark konzentrierte Lieferstruktur macht jedes Umschalten in der Lieferkette zu einer potenziell folgenschweren Angelegenheit.

Risiko erstmals als "Abkehr von Nvidia" benannt

Die genannte Warnung taucht im Abschnitt "Risikofaktoren" des CoreWeave-Quartalsberichts auf – ein Bereich, der üblicherweise für denkbare Szenarien mit potenziellen Auswirkungen auf das Geschäft vorgesehen ist. CoreWeave lehnte es ab, die Wortwahl des Berichts weiter zu kommentieren.

Das neue Statement bedeutet, dass CoreWeave intern bereits Szenarien durchspielt, in denen Nvidia-Chips ihre dominierende Rolle im AI-Bereich verlieren. Dies steht im subtilen Gegensatz zur bisherigen öffentlichen Haltung des Unternehmens: Im Dezember letzten Jahres erklärte CoreWeave-Manager Nick Robbins, die Kundennachfrage konzentriere sich "überwältigend" weiterhin auf die Nvidia-Technologie. Eine Strategieanpassung, so Robbins damals, werde nur bei einem großflächigen, systematischen Nachfrageshift auf Kundenseite in Betracht gezogen.

Großkunden forcieren Eigenentwicklung von Chips

Hintergrund der jetzigen Risikowarnung ist, dass der Kernkundenkreis von CoreWeave die Entwicklung eigener Chips beschleunigt. Einer der größten Kunden, OpenAI, hat bereits seinen ersten AI-Beschleuniger-Chip auf Basis von Broadcom-Technologie veröffentlicht. Insgesamt arbeiten zahlreiche große AI-Leistungskäufer daran, die Abhängigkeit von Nvidia zu verringern und eigene Siliziumlösungen zu entwickeln.

Trotz alledem bleibt Nvidia gegenwärtig der unangefochtene Marktführer im AI-Chip-Segment. CoreWeave, als repräsentatives Unternehmen der neuen "Neocloud"-Anbieter im Cloud-Computing-Bereich, ist mit seinem Geschäftsmodell eng an die GPU-Lieferungen durch Nvidia gebunden – Nvidia stellt derzeit sämtliche GPU-Ressourcen für alle CoreWeave-Kunden bereit.

Starke Zahlen bieten kurzfristige Unterstützung

Abseits der Risikoberichte zeigt CoreWeave auch in diesem Quartal starke Geschäftszahlen. Der am Dienstag veröffentlichte Umsatzausblick übertraf die Analystenerwartungen, der Auftragsbestand liegt bei 104 Milliarden US-Dollar und verschafft dem Markt beträchtliche Visibilität. Entsprechend stieg der Aktienkurs von CoreWeave am Mittwoch um 19% an einem Tag.

Die starken Auftragszahlen deuten darauf hin, dass die von Nvidia getriebene Nachfrage nach AI-Rechenleistung auch in absehbarer Zeit robust bleiben dürfte. Dennoch sendet CoreWeave mit der expliziten Erwähnung von Lieferkettenrisiken im offiziellen Bericht ein Signal an Investoren: Während sich das Ökosystem der AI-Chips weiterentwickelt, bereitet sich dieser eng mit Nvidia verbundene Cloud-Computing-Anbieter aktiv auf ein anspruchsvolleres Wettbewerbsumfeld vor.

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Haftungsausschluss: Der Inhalt dieses Artikels gibt ausschließlich die Meinung des Autors wieder und repräsentiert nicht die Plattform in irgendeiner Form. Dieser Artikel ist nicht dazu gedacht, als Referenz für Investitionsentscheidungen zu dienen.

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