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Inflation im Juli: Importierte Inflation verliert an Bedeutung

Inflation im Juli: Importierte Inflation verliert an Bedeutung

华尔街见闻华尔街见闻2026/08/09 09:35
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Die Jahresveränderungsraten von CPI und PPI sind im Juli beide zurückgegangen, nachdem externe Inflationstreiber an Bedeutung verloren haben und die Binnennachfrage diese bisher nicht auffällig kompensiert. Der rasche Rückgang der internationalen Rohölpreise seit Ende Mai schlug sich verzögert in den Juli-PPI-Daten nieder. Nach dem Abflauen der importierten Inflation rückt der Fokus für die Preisentwicklung wieder stärker auf heimische Faktoren. Der Kern-CPI stieg im Monatsvergleich um 0,3 % und im Jahresvergleich um 0,9 %, was auf eine moderate Erholung der Binnennachfrage hindeutet, doch reicht diese aktuell noch nicht aus, um die schwächeren Impulse von außen auszugleichen.

Der Hauptgrund für den rückläufigen Jahresvergleich des PPI im Juli liegt in der Korrektur der Preise für Rohöl und andere Rohstoffe sowie im Basiseffekt. Die interne Struktur der PPI-Entwicklung verdient dabei besondere Beachtung:

Traditionelle und vorgelagerte Branchen stehen unter deutlichem Druck. Beeinflusst durch internationale Ölpreisschwankungen, eine inländisch schwache Nachfrage nach Baustoffen sowie extreme Wetterlagen, die die Bauaktivitäten belasten, fielen die PPI-Werte für die Öl- und Gasförderung bzw. Ölverarbeitung gegenüber dem Vormonat um 9,2 % bzw. 6,0 %. Auch in den Bereichen chemische Rohstoffe, NE-Metalle und Eisen/Stahl waren deutliche Rückgänge zu beobachten. Die schnelle Korrektur in der Ölpreiskette verschärfte den Druck auf die vorgelagerten Sektoren.

KI-bezogene Branchen werden zur Stütze. Die PPI-Werte der Computer- und Elektrotechnikbranchen stiegen im Jahresvergleich um 4,4 % bzw. 5,7 % und legten damit stärker zu als im Vormonat. Das zeigt: In der globalen Technologiewelle ist die KI-Wertschöpfungskette derzeit ein wichtiger Treiber des PPI. Dennoch bleibt der Impuls begrenzt und reicht noch nicht aus, um das vorübergehende Nachgeben der Preise in den vorgelagerten Industrien auszugleichen.

Mit Blick auf die kommenden Monate ist bereits seit Juli ein deutlicher Rebound der internationalen Ölpreise zu erkennen; diese Preisanstiege dürften sich zeitverzögert in den PPI-Daten für August und September widerspiegeln, sodass sich der monatliche Rückgang im PPI voraussichtlich verlangsamen wird.

Auf der CPI-Seite verlaufen das Abklingen externen Preisdrucks und die moderate Erholung der Binnennachfrage parallel. Bei den Nahrungsmitteln setzt sich der Trend fort, dass der jährliche Rückgang der CPI für Schweinefleisch weiter abnimmt, während frisches Gemüse und Obst auf einem stabilen Niveau bleiben – das Angebot zieht sich zurück. Der schnelle Rückgang der Ölpreise führte zudem zu einem signifikanten Rückgang der jährlichen Wachstumsrate beim Bereich Verkehr und Kommunikation und wurde zum Hauptgrund für den niedrigeren Jahresanstieg des CPI. Unabhängig von Nahrungsmitteln und Energie stieg der Kern-CPI im Monatsvergleich um 0,3 %, im Rahmen der saisonalen Entwicklung – was auf eine weiterhin moderate Binnennachfrage hindeutet.

Insgesamt ist die „Abkühlung“ der Inflationsdaten für Juli vor allem ein Spiegelbild der zurückgehenden externen Faktoren. Mit dem verzögerten Durchschlagen der kurzzeitigen Ölpreiserholung und der Freisetzung der sommerlichen Konsumnachfrage dürfte sich der Preisindex im dritten Quartal auf moderatem Niveau stabilisieren. Ob die positive Monatsveränderung beim Kern-CPI anhält, wird ein entscheidender Gradmesser dafür sein, ob die Binnennachfrage tatsächlich die Rolle des Wachstumstreibers übernehmen kann.

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