Die Verbraucherpreisinflation in Japan ist im Juni gestiegen und ebnet damit den Weg für weitere Zinserhöhungen.
Gelonghui, 24. Juli – Die Verbraucherpreisinflation in Japan hat sich im Juni leicht beschleunigt und ebnet damit den Weg für weitere Zinserhöhungen durch die Zentralbank des Landes. Regierungsdaten vom Freitag zeigen, dass die Kernverbraucherpreise im Juni, ohne frische Lebensmittel, um 1,6 % gestiegen sind, nach einem Anstieg von 1,4 % im Mai. Dieser Wert entspricht den durchschnittlichen Erwartungen der von Ökonomen durchgeführten Befragung. Ökonomen erklären, dass die Ölpreise und die Lebensmittelkosten weiterhin die Schlüsselfaktoren für die allgemeine Preisentwicklung bleiben. Sie fügen hinzu, dass diese Preise weiterhin von einer Vielzahl von Faktoren beeinflusst werden könnten, darunter die Situation im Nahen Osten, die Schwächung des Yen, staatliche Energiesubventionen, steigende Verpackungskosten sowie geplante Steuersenkungen auf den Verkauf von Lebensmitteln. Die Bank of Japan hat vergangenen Monat ihren Leitzins auf 1 % angehoben und damit den höchsten Stand seit 31 Jahren erreicht. Diese Maßnahme erfolgte, weil der geldpolitische Ausschuss der Bank zunehmend besorgt war, dass steigende Ölpreise die Kerninflationsrate Japans über das 2 %-Ziel der Zentralbank treiben könnten. Entscheidungsträger der Bank of Japan hatten zuvor erklärt, dass sich die Auswirkungen des Nahost-Konflikts und des anschließenden Anstiegs der Ölpreise möglicherweise ab Sommer bemerkbar machen könnten. Die Zentralbank wird voraussichtlich nächste Woche, zusammen mit ihrer Zinsentscheidung, die neuesten Prognosen zum Wirtschaftswachstum und zur Inflation veröffentlichen.
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