Die US-SEC stimmt einer Zahlung von 150.000 US-Dollar zur Beilegung der Klage wegen Offenlegung von Informationen zur Ethereum-Untersuchung zu und wird die verbleibenden Dokumente einreichen.
Odaily berichtet, dass die US-Börsenaufsichtsbehörde SEC zugestimmt hat, 150.000 US-Dollar zu zahlen, um einen Rechtsstreit im Zusammenhang mit der Offenlegung ihrer Ethereum-Ermittlungsunterlagen gemäß dem Freedom of Information Act (FOIA) beizulegen. Laut dem am 22. Juli eingereichten gemeinsamen Statusbericht des Falls haben sich die SEC und die Klägerin History Associates Inc. auf einen Vergleich geeinigt und das District Court of Columbia gebeten, das Verfahren einzustellen.
Gemäß der Vereinbarung wird die SEC weiterhin die verbleibenden relevanten Dokumente bereitstellen und einen Festbetrag zur Deckung der Anwaltskosten der Kläger zahlen. Die Klage wurde im Juni 2024 von History Associates eingereicht. Die Organisation war von einer Börse beauftragt worden und forderte die SEC auf, Unterlagen im Zusammenhang mit Untersuchungen zur Ethereum-Regulierung offenzulegen – darunter Ermittlungsakten zu Zachary Coburn und Enigma MPC sowie Protokolle zu regulatorischen Diskussionen über den Wechsel von Ethereum von Proof of Work (PoW) zu Proof of Stake (PoS).
Zuvor hatte die Klage die SEC dazu veranlasst, Tausende von Dokumenten auszuhändigen. Das Gericht verlangte außerdem, dass die SEC vorrangig Kommunikationen bereitstellt, die der damalige Vorsitzende Gary Gensler im Zuge der Umstellung von Ethereum von PoW auf PoS gesendet, empfangen oder geprüft hatte.
Während des Verfahrens geriet die SEC in die Kritik, weil einige SMS-Aufzeichnungen von Gensler gelöscht worden waren. Das Büro des SEC-Inspektors hatte zuvor offengelegt, dass die Behörde versehentlich SMS-Nachrichten von Gensler aus dem Zeitraum Oktober 2022 bis September 2023 gelöscht hatte. Weitere Unterlagen zeigten, dass die SEC auch Daten von 21 Mobiltelefonen leitender Beamter entfernt hatte.
Brian Armstrong, CEO einer Börse, stellte fest, dass der Vorfall Transparenzprobleme von Behörden im Zusammenhang mit Kryptoregulierung verdeutlicht und dass die Klage darauf abziele, der Öffentlichkeit Zugang zu den Entscheidungsgrundlagen der Regulierer zu verschaffen. Mit der vollständigen Übergabe der verbleibenden Unterlagen durch die SEC wird das mittlerweile über zwei Jahre andauernde Verfahren offiziell abgeschlossen. (CoinDesk)
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