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Der Iran-Krieg hält an, das wirtschaftliche „Sicherheitsnetz“ der USA funktioniert nicht mehr, und die Dieselpreise werden zum entscheidenden Indikator.

Der Iran-Krieg hält an, das wirtschaftliche „Sicherheitsnetz“ der USA funktioniert nicht mehr, und die Dieselpreise werden zum entscheidenden Indikator.

智通财经智通财经2026/07/23 02:01
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  1. Der durch den Iran-Krieg ausgelöste Aufruhr auf dem Energiemarkt setzt die US-Wirtschaft einer bislang unbekannten Verwundbarkeit aus. Die "Sicherheitsreserve" aus Lagerbeständen und Kapazitäten, die früher Preisschocks beim Öl abmilderte, ist inzwischen stark geschrumpft. Selbst wenn die Intensität der Kämpfe unter dem Niveau der Anfangsphase bleibt, wird dieser Krieg weiterhin den Lebensstandard der amerikanischen Bevölkerung aushöhlen.
  2. Der aktuell wichtigste ökonomische Indikator ist nicht das Benzin, sondern der Dieselpreis. Der Leiter der Energiestrategie bei der Rabobank betont: "Diesel ist zweifellos die Lebensader der US-Wirtschaft." In der vergangenen Woche sprang der US-Diesel-Benchmarkpreis um fast 34 Cent auf 5,13 US-Dollar je Gallone – das ist der höchste wöchentliche Anstieg seit Ausbruch des Krieges. Der Dieselpreis hat direkten Einfluss auf Kerosinzuschläge und die Logistikkosten in den gesamten USA und treibt damit nahezu alle Warenpreise nach oben.
  3. Die Wurzel des Problems liegt im Bottleneck der Raffineriekapazitäten. Die Auslastung der US-Raffinerien liegt bereits bei 96,1 % und damit am physischen Limit, eine weitere Produktionssteigerung ist kaum möglich. Laut EIA sind die Vorräte am wichtigen Öl-Übergabepunkt in Cushing, Oklahoma, auf ein "Bodenniveau" gesunken, und die strategische Ölreserve der USA ist auf 311 Millionen Barrel gefallen – der niedrigste Stand seit März 1983.
  4. Der kumulative Effekt internationaler Krisen verschärft die Angebotsknappheit. Der Russland-Ukraine-Konflikt dauert an: In den vergangenen drei Monaten hat die Ukraine 24 der 34 größten russischen Raffinerien angegriffen, Russland ist vom Diesel-Exporteur zum Importeur geworden. Der Preis für Brent-Rohöl ist zwar auf etwa 96 US-Dollar pro Barrel gestiegen, doch das wirtschaftliche Signal dieser Kennziffer hat nicht mehr die gleiche Bedeutung wie der tatsächlich gezahlte Verbraucherpreis an der Zapfsäule.
  5. Auch wenn die Juni-CPI-Daten kurzfristig für Erleichterung sorgten, werden sich die Folgen der gestiegenen Energiepreise wahrscheinlich nur verzögert und nicht vermindert zeigen. Einer Umfrage zufolge bezahlen 37 % der US-Wähler Alltagsausgaben angesichts gestiegener Lebensmittel- und Benzinpreise häufiger mit Kreditkarte, 6 Prozentpunkte mehr als noch im April. Das Weiße Haus hat strategische Ölreserven freigegeben und Transportbeschränkungen gelockert, doch diese Maßnahmen dürften vom Markt inzwischen absorbiert worden sein.
  6. Nur ein vollständiges Ende der Kampfhandlungen könnte die Ölpreise wieder sinken lassen. Analysten erwarten, dass die Preise für Benzin und Diesel mindestens bis zum Labor Day hoch bleiben, erst bei sinkender Nachfrage könnte sich der Druck leicht abschwächen. Langfristig wird ein rapider Anstieg des Bedarfs schließlich zum Bau neuer Raffinerien führen, doch das wird Zeit brauchen – kurzfristig gibt es keine Lösung.
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