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Bitunix-Analyst: In der Straße von Hormus verbleiben nur noch 15 % des Vorkriegsverkehrs, Ölpreise und US-Dollar setzen globale Vermögenswerte gleichzeitig unter Druck

Bitunix-Analyst: In der Straße von Hormus verbleiben nur noch 15 % des Vorkriegsverkehrs, Ölpreise und US-Dollar setzen globale Vermögenswerte gleichzeitig unter Druck

BlockBeatsBlockBeats2026/07/22 03:14
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BlockBeats berichtet, dass am 22. Juli die Risiken im Nahen Osten weiter zugenommen haben. Trump erklärte, er habe „kein Interesse an einem Treffen“ mit Iran und drohte mit heftigen Angriffen auf das angeblich unterirdische Nuklearanlagen beherbergende Gebirge Qom; Iran konterte, dass bei einem Angriff auf die Nuklearanlagen sämtliche Interessen der USA und ihrer Verbündeten in der Region zum Ziel würden. Obwohl Pakistan weiterhin als Vermittler auftritt, zeigt das Signal der USA, dass sie Iran „einen Preis zahlen lassen“ wollen, dass der militärische Druck kurzfristig bestehen bleibt.


Wirklich bemerkenswert sind jedoch die Energietransportdaten. Das Handelsaufkommen durch die Straße von Hormus ist bereits auf etwa 15 % des Vorkriegsniveaus gesunken, viele internationale Reeder ziehen sich zurück; zwei mit saudischem Rohöl beladene Tanker haben im Roten Meer sogar Kehrtwende gemacht und fahren nun durch den Suezkanal. Als Ausweichroute gedachte Wege im Roten Meer sind ebenfalls wegen der Blockadedrohung durch die Huthi-Milizen unsicher. Gleichzeitig hat Kasachstan die Öllieferungen über das Schwarze Meer ausgesetzt, womit das Risiko für die globale Energieversorgung von einem „Problem einer einzelnen Meerenge“ zu einer „doppelten Belastung zweier Routen“ geworden ist.


Diese Angebotsschocks verändern aktuell den geldpolitischen Hintergrund der Federal Reserve. Die jüngsten ADP-Zahlen zeigen eine Abschwächung der Neueinstellungen im US-Privatsektor, aber die Wetten des Marktes auf eine Zinserhöhung im Herbst nehmen nicht ab, da steigende Ölpreise die Inflation erneut anheizen könnten. Anders gesagt, die Federal Reserve steht vor einer Situation aus „nachlassender Beschäftigung, aber steigender Energieinflation“ – nicht einfach nur einer Abkühlung der Konjunktur. Das ist auch der Grund, warum die acht Billionen Dollar schweren US-Geldmarktfonds weiterhin ihre Laufzeiten verkürzen sowie Übernacht- und variabel verzinste Anlagen bevorzugen: Großanleger verzichten lieber auf einen Teil der Rendite, um sich Flexibilität bei der Neubewertung zu erhalten.


Auch der Devisenmarkt spiegelt die gestiegenen Kapitalkosten wider. Der US-Dollar stieg gegenüber dem Yen zeitweise über 163 und erreichte damit den niedrigsten Stand seit 1986. Selbst nachdem Japans Regierung über 11 Billionen Yen zur Intervention bereitgestellt hatte, konnten sie den Druck durch steigende Ölpreise, US-Anleiherenditen und Carry-Trades kaum eindämmen. Der Markt sieht bereits die Marke von 165 als nächste wichtige Schwelle, einige Institute erwarten innerhalb des nächsten Jahres sogar eine Bewegung in Richtung 170.


In der Handelspolitik bereitet die Trump-Regierung Maßnahmen für das Auslaufen des temporären 10-Prozent-Zolls vor und könnte noch in dieser Woche neue Zölle gegen dutzende Länder verhängen. Gleichzeitig kündigten sie an, dass Generikahersteller, die ihre Produktionskapazitäten nicht innerhalb von zwei Jahren in die USA zurückverlagern, 2028 einem Zollsatz von 100 % und 2029 einem weiteren Anstieg auf 200 % ausgesetzt sind. Dieses Prinzip „erst Frist setzen, dann stufenweise Zölle anheben“ zielt faktisch auf eine frühzeitige Umstrukturierung globaler Lieferketten ab, wobei die indische Generikabranche besonders betroffen wäre.


Auch in der Technologielieferkette gibt es neue Kostensignale. TSMC wird offenbar ab 2027 seine Foundry-Preise um bis zu 10 % erhöhen; OpenAI hat zugegeben, dass bei Hugging Face ein Hackerangriff stattgefunden hat, was zeigt, dass die Sicherheitskosten im Bereich von KI-Modellen und Open-Source-Ökosystemen steigen. Die KI-Branche ist schon längst nicht mehr nur ein Wettbewerb um Rechenleistung, sondern steht nun vor einer Periode, die durch Gesamtkosten aus „Wafer, Strom, IT-Sicherheit und Widerstandsfähigkeit der Lieferkette“ geprägt ist.


Meiner Meinung nach ist zurzeit der entscheidende Punkt nicht, ob der Ölpreis kurzfristig die 100 US-Dollar überschreitet, sondern wie lange die Behinderung der Energietransporte anhält. Bleibt die niedrige Durchflussrate durch Straße von Hormus und das Rote Meer mehrere Wochen bestehen, werden die globalen Lagerreserven schnell schrumpfen, die restriktive Preisbildung der Federal Reserve könnte sich weiter verstärken und Dollar sowie Kurzfristzinsen noch länger auf hohem Niveau halten. In einem solchen Umfeld nimmt die Korrelation zwischen den einzelnen Anlageklassen zu, während Liquidität und Cash-Management deutlich wichtiger werden als das Verfolgen volatiler Narrativen.


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