Der Yen fällt unter die Marke von 163, das Interventionsrisiko steigt weiter.
智通财经2026/07/22 02:46Original anzeigen
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- Am Mittwochmorgen in Asien verharrte der Yen gegenüber dem US-Dollar nahe dem niedrigsten Stand seit fast 40 Jahren; in der Nacht erreichte USD/JPY zwischenzeitlich 163,24 und markierte damit den höchsten Stand seit Ende 1986. Steigende Ölpreise und US-Staatsanleihenrenditen trieben den US-Dollar auf breiter Front nach oben und drückten den Yen unter eine wichtige psychologische Schwelle. Händler bleiben ausgesprochen wachsam hinsichtlich möglicher Interventionen japanischer Behörden.
- Gestützt von sicheren Anlagekäufen legte der US-Dollar über Nacht deutlich zu. Das US-Militär führte die elfte Nacht in Folge Luftangriffe gegen den Iran durch, und die anhaltenden Konflikte im Nahen Osten liefern dem US-Dollar zusätzliche Unterstützung. Ein Devisenstratege der Commonwealth Bank of Australia betonte, dass der Fortbestand der Konflikte im Nahen Osten den Dollar stützen dürfte, da er den Status einer sicheren Währung innehat und in der Regel positiv mit dem Ölpreis korreliert.
- Brent-Rohöl erreichte ein Sechswochenhoch, und die Rendite 30-jähriger US-Anleihen stieg auf ein Zweimonatshoch von 5,15%. Wann immer die Rendite 30-jähriger US-Staatsanleihen die 5%-Marke überschreitet, führt das oft zu Turbulenzen an den globalen Märkten, erhöht die Hürde für risikoreiche Investments und stützt den US-Dollar zusätzlich. Später am Mittwoch dürfte die Auktion von 20-jährigen US-Staatsanleihen im Fokus der Märkte stehen.
- Japan hatte im April und Mai rekordverdächtige Interventionen unternommen, als USD/JPY die Marke von 160 überschritt, doch deren Effekt hat inzwischen nachgelassen. Die Stimmen der Offiziellen, die mit Interventionen drohen, sind zuletzt leiser geworden; stattdessen greifen sie zu „Hinterhalt“-Taktiken, um die Märkte unter Spannung zu halten.
- HSBC-Analysten rechnen damit, dass Japan schon bald erneut intervenieren könnte, warnen jedoch, dass ein nachhaltiger Effekt unwahrscheinlich ist – es sei denn, die Bank of Japan setzt auf mehrere aggressive Zinserhöhungen, die US-Notenbank kehrt zum Zinslockerungskurs zurück oder die Marktmeinung zur japanischen Haushaltslage ändert sich. Die Basiserwartung von HSBC ist, dass USD/JPY in einer neuen Spanne zwischen 160 und 165 verbleibt – nach oben begrenzt durch Interventionen, nach unten gestützt durch die faktisch negativen Realzinsen in Japan.
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