Internationale Energieagentur: Die Situation im Nahen Osten erhöht die Unsicherheit auf den Energiemärkten
智通财经2026/07/22 02:26Der Leiter der Internationalen Energieagentur, Fatih Birol, erklärte am 21., dass das derzeitige enge Angebot auf dem internationalen Rohölmarkt mehreren Pufferfaktoren gegenübersteht, die jüngsten Entwicklungen im Nahen Osten jedoch die Besorgnis der internationalen Gemeinschaft verstärken und die Marktaussichten noch unsicherer machen.
Birol führte in einer Erklärung an diesem Tag mehrere Pufferfaktoren für den internationalen Rohölmarkt auf. Erstens halten die Golf-Förderländer ein hohes Exportvolumen aufrecht, insbesondere durch die Bemühungen von Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten, wobei ein Teil des Rohöls über alternative Routen unter Umgehung der Straße von Hormus auf den Weltmarkt gelangt. Es wird geschätzt, dass die derzeitigen Rohölexporte aus der Golfregion zwar vom Höchststand Ende Juni zurückgegangen sind, aber immer noch deutlich über dem Niveau von Anfang März bis Mitte Juni liegen.
Zweitens haben Länder wie die USA, Brasilien, Venezuela und Kasachstan ihre Rohölexporte erhöht und damit einen Teil der Versorgungslücke geschlossen.
Darüber hinaus entlastet die fortgesetzte Freigabe strategischer Ölreserven durch die Mitgliedstaaten der Internationalen Energieagentur den Markt ebenfalls in gewissem Maße. Seit der Ankündigung am 11. März, gemeinsam 400 Millionen Barrel strategische Ölreserven freizugeben, haben die Mitgliedstaaten tatsächlich etwa 290 Millionen Barrel freigegeben und verfügen noch immer über bedeutende Reserven, davon über 1 Milliarde Barrel regierungskontrollierte Vorräte.
Die Internationale Energieagentur warnt zugleich, dass mit der Eskalation bewaffneter Konflikte und sinkenden kommerziellen Lagerbeständen die Risiken für die Versorgungssicherheit mit Öl nicht zu unterschätzen sind. Im Vergleich zur Rohölversorgung erholen sich Raffinerieaktivitäten und die Versorgung mit raffinierten Produkten langsamer; der Markt für Endprodukte ist noch angespannter.
Auf dem Erdgasmarkt konnten die USA, Kanada und andere Länder etwa 70% des Lieferrückgangs durch zusätzliche Flüssigerdgaslieferungen ausgleichen, der durch die Situation an der Straße von Hormus verursacht wurde. Sollte jedoch die Ausfuhr aus der Golfregion weiterhin verzögert bleiben, könnte die angespannte Lage auf dem Markt andauern und auch Importländer für Flüssigerdgas, darunter Europa, betreffen.
Die Internationale Energieagentur ruft dazu auf, den aktuellen Konflikt so schnell wie möglich zu lösen und die Durchfahrt durch die Straße von Hormus „umfassend und bedingungslos“ wiederherzustellen, um eine weitere Verschärfung der globalen Energiesicherheitslage zu vermeiden. (Xinhua)
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