Rückblick auf die Schlagzeilen: Die Huthi-Milizen blockieren das Rote Meer und eröffnen eine neue Front, saudische Öltanker werden zur Kursänderung gezwungen.
智通财经2026/07/22 00:01- Die Huthi-Miliz im Jemen hat am Montag eine Seeblockade gegen Saudi-Arabien verkündet und damit gedroht, jedes Schiff anzugreifen, das saudisches Öl lädt oder entlädt. Diese Ankündigung hatte sofortige Auswirkungen: Zwei Öltanker, die gerade am saudischen Rotseehafen Yanbu Rohöl geladen hatten und auf dem Weg nach China beziehungsweise Indien waren, kehrten am Dienstag um und steuerten stattdessen den Suezkanal an. Dies ist die erste bestätigte Kurskorrektur von Handelsschiffen seit der von den Huthi verhängten Blockade.
- Die Drohungen der Huthi eröffnen eine neue Front im US-Iran-Konflikt. Seitdem der Krieg den Verkehr durch die Straße von Hormus behindert hat, ist das Rote Meer der wichtigste alternative Exportweg für Millionen Barrel saudisches Öl – das Rohöl wird per Pipeline nach Yanbu transportiert und von dort verschifft. Sollte diese Alternativroute von den Huthi vollständig blockiert werden, wäre die weltweite Ölversorgung erheblich bedroht.
- Gleichzeitig verschärft sich die militärische Auseinandersetzung zwischen den USA und dem Iran weiter. US-Streitkräfte bombardierten in der Nacht Ziele im Süden und Westen Irans, während der Iran US-Einrichtungen in Bahrain, Kuwait und Jordanien angriff. Ein Öltanker wurde in der Straße von Hormus attackiert, die Besatzung musste das Schiff verlassen. Nach Angaben von Kpler passierten am Montag nur vier Frachtschiffe die Straße von Hormus, die meisten nutzten die nördliche Route nahe der iranischen Küste.
- Beim internationalen Ölpreis stieg Brent-Rohöl auf über 91 Dollar pro Barrel, und die US-Benzinpreise kletterten erneut auf mehr als 4 Dollar pro Gallone. US-Präsident Trump erklärte, die Huthi hätten die Meerenge von Mandeb noch nicht tatsächlich blockiert, warnte jedoch, dass die USA handeln würden, falls dies geschehe.
- Die diplomatischen Bemühungen gehen indes weiter. Ein ranghoher iranischer Beamter gab bekannt, dass Teheran einen 10-tägigen Waffenstillstandsvorschlag von Vermittlern erhalten habe. Irans Innenminister besuchte Pakistan und bat die Regierung in Islamabad, weiterhin zu vermitteln. Trump erklärte bei einem Treffen mit dem libanesischen Präsidenten, der Iran sei „sehr dringend an einem Treffen interessiert“, doch bevor es zu substanziellen Gesprächen komme, bestehe auf US-Seite kein Interesse.
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