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Goldman Sachs hebt die Goldpreisprognose deutlich auf 4.900 US-Dollar an, strukturelle Goldkäufe durch Zentralbanken verändern das Angebots-Nachfrage-Gleichgewicht, Rücksetzer bieten Kaufgelegenheiten.

Goldman Sachs hebt die Goldpreisprognose deutlich auf 4.900 US-Dollar an, strukturelle Goldkäufe durch Zentralbanken verändern das Angebots-Nachfrage-Gleichgewicht, Rücksetzer bieten Kaufgelegenheiten.

智通财经智通财经2026/07/21 09:56
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⑴ Goldman Sachs hat in seinem neuesten Forschungsbericht die Prognose für den Goldpreis deutlich nach oben korrigiert und erwartet, dass der Preis bis Ende 2026 auf 4.900 US-Dollar pro Unze steigen wird. Der Kern der Argumentation liegt im beispiellosen systematischen Goldankauf der globalen Zentralbanken, der als langfristige, strukturelle Veränderung und nicht als kurzfristige taktische Maßnahme betrachtet wird.⑵ Daten zeigen, dass die globalen Währungsbehörden im Mai insgesamt 81 Tonnen Gold zugekauft haben, wobei die People's Bank of China mit 48 Tonnen einen Anteil von nahezu 60 % beiträgt. Berechnet man die monatlichen Käufe mit einem Dreimonatsdurchschnitt, ergibt sich ein Tempo von 67 Tonnen pro Monat, was im Vergleich zum Durchschnitt von 17 Tonnen pro Monat vor 2022 nahezu eine Vervierfachung bedeutet. Der gemeinsame Strategiewechsel der Zentralbanken der Schwellenländer im Reservemanagement stellt die zentrale Stütze für den Preis dar.⑶ Analysten von Goldman Sachs führen den Auslöser der aktuellen Goldkaufwelle auf die Entscheidung des Westens im Jahr 2022 zurück, russische Devisenreserven einzufrieren. Dieses Ereignis veranlasste viele Volkswirtschaften, die Sicherheit ihrer Reservevermögen neu zu bewerten; die Entdollarisierung und die Sorge um die Nachhaltigkeit westlicher Staatsanleihen sind entscheidende Faktoren für den Anstieg des Goldanteils.⑷ Trotz der kurzfristigen Belastung des Goldpreises durch die aggressiven Zinserwartungen gegenüber der Federal Reserve und einem gewissen Abfluss aus den zinsempfindlichen ETF-Positionen geht das Ökonomenteam von Goldman Sachs davon aus, dass es in diesem Jahr zu keiner tatsächlichen Zinserhöhung kommen wird. Die aktuellen Gegenwinde werden sich als temporär herausstellen. Die Prognose sieht ein monatliches Goldkaufvolumen von etwa 50 Tonnen für 2026 und einen Rückgang auf 40 Tonnen in 2027 vor; die anhaltenden Käufe sorgen für eine solide Marktuntergrenze.⑸ Der Anteil von Gold in privaten Investmentportfolios liegt weiterhin deutlich unter dem historischen Durchschnitt. Sollten geopolitische Unsicherheiten zunehmen oder der Prozess der Reserve-Diversifizierung beschleunigt werden, könnten Retail- und institutionelle Gelder in großem Umfang in den Markt fließen. Goldman Sachs sieht das Zusammenwirken mehrerer Faktoren als Zeichen dafür, dass Gold in einen nachhaltigen Bullenmarktzyklus eingetreten ist; kurzfristige Kurskorrekturen bieten vielmehr eine Gelegenheit für eine mittel- bis langfristige Positionierung.
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