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Bitcoin News: Neuer Vorschlag macht Bitcoin quantensicher

Bitcoin News: Neuer Vorschlag macht Bitcoin quantensicher

CoinciergeCoincierge2026/07/20 12:21
Von:Coincierge
Bitcoin News: Neuer Vorschlag macht Bitcoin quantensicher image 0 krypto news

Bitcoin gilt zwar als äußerst robust, doch seine Sicherheit beruht auf kryptografischen Verfahren, die nicht zwangsläufig gegen leistungsfähige Quantencomputer bestehen würden.

Besonders gefährdet wären die digitalen Signaturen ECDSA und Schnorr: Mit Shors Algorithmus könnte ein ausreichend großer, fehlerkorrigierter Quantencomputer theoretisch aus einem öffentlich sichtbaren Schlüssel den zugehörigen privaten Schlüssel berechnen. Angreifer könnten dadurch fremde Bitcoin ausgeben. Betroffen wären vor allem ältere P2PK-Bestände, Taproot-Ausgänge sowie wiederverwendete Adressen, deren öffentliche Schlüssel bereits auf der Blockchain offengelegt wurden. BIP-361 beziffert diesen Anteil aktuell auf mehr als 34 Prozent aller Bitcoin.

Die Angst nahm in den vergangenen Jahren zu, weil Fortschritte bei Algorithmen und Fehlerkorrektur den geschätzten Ressourcenbedarf deutlich reduziert haben. Gleichzeitig müsste eine Migration von Wallets, Börsen, Verwahrern und Minern Jahre vor einem möglichen „Q-Day“ beginnen. Noch existiert jedoch kein Quantencomputer, der Bitcoins Kryptografie praktisch brechen könnte. Das Risiko ist deshalb langfristig und theoretisch – die notwendige Vorbereitung dagegen bereits heute eine reale Governance-Aufgabe.

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BIP-361: Bitcoin-Entwickler planen den kontrollierten Ausstieg aus alten Signaturen

Mit BIP-361 liegt nun ein besonders weitreichender Vorschlag für Bitcoins mögliche Post-Quantum-Migration vor. Das Papier trägt den Titel „Post Quantum Migration and Legacy Signature Sunset“ und wurde unter anderem von Jameson Lopp, Christian Papathanasiou und Pierre-Luc Dallaire-Demers verfasst. Wichtig ist jedoch die Einordnung: BIP-361 befindet sich weiterhin im Entwurfsstadium, besitzt keinen Konsens und ist noch nicht aktiviert. Zudem setzt der Vorschlag voraus, dass zuvor überhaupt ein geeigneter quantenresistenter Bitcoin-Ausgabetyp eingeführt wird; das dafür notwendige Signatur-BIP steht noch nicht fest.

🚨NEW: Bitcoin developers have introduced BIP-361, a proposal designed to safeguard wallets against future quantum-computing risks.

The proposal would:

– Block new BTC transfers to addresses considered vulnerable to quantum attacks.

– Phase out legacy signature schemes over a… pic.twitter.com/Cv3fARUBGR

— Coin Bureau (@coinbureau) July 20, 2026

Der Plan sieht anschließend zwei zentrale Phasen vor. Rund 160.000 Blöcke beziehungsweise ungefähr drei Jahre nach einer möglichen Aktivierung würde Phase A greifen. Ab diesem Zeitpunkt dürften neue Bitcoin nur noch aus bestehenden Legacy-Skripten in quantensichere Ausgänge übertragen werden. Neue Zahlungen an Adresstypen, die weiterhin ECDSA oder Schnorr verwenden und damit langfristig als quantum-gefährdet gelten, wären nicht mehr zulässig. Dadurch soll verhindert werden, dass die Zahl verwundbarer UTXOs weiter steigt.

🚨 NEW: A new Bitcoin proposal is now aimed at protecting vulnerable wallets.

BIP-361 would:

• Stop new BTC from being sent to quantum-vulnerable addresses.

• Sunset legacy signatures after a five-year transition period.

• Potentially introduce a recovery mechanism for… pic.twitter.com/chAljJwEg3

— Cointelegraph (@Cointelegraph) July 19, 2026

Weitere zwei Jahre später – insgesamt also ungefähr fünf Jahre nach der Aktivierung – würde Phase B folgen. Die Validierungsregeln für klassische ECDSA- und Schnorr-Signaturen würden dann verschärft. Nicht migrierte Coins wären nicht zwangsläufig für immer verloren, könnten jedoch nur noch über einen quantensicheren Rettungsmechanismus bewegt werden. Denkbar sind Nachweise, die auf Informationen beruhen, welche ein legitimer Besitzer kennt, ein Quantenangreifer trotz errechnetem privaten Schlüssel aber nicht besitzt. Als Beispiel nennt BIP-361 gehärtete BIP-32-Ableitungspfade: Der Wallet-Inhaber könnte seine Kenntnis eines übergeordneten erweiterten privaten Schlüssels beweisen. Daneben werden ZK-STARK- sowie Commit-Reveal-Verfahren diskutiert. Die konkrete technische Umsetzung ist allerdings noch offen.

Bitcoin-Community zerstritten: Was kommt jetzt?

Genau darin liegt die Brisanz. Coins ohne geeigneten Eigentumsnachweis könnten nach Ablauf der Frist faktisch eingefroren bleiben – darunter möglicherweise seit Jahren verlorene Bestände. Kritiker sehen darin einen Eingriff in Bitcoins Prinzip, nach dem gültige Schlüssel grundsätzlich die Verfügungsmacht bestimmen. Befürworter argumentieren dagegen, dass ein Einfrieren besser wäre, als einem frühen Quantenakteur die massenhafte Aneignung alter Coins zu ermöglichen. Adam Back plädiert deshalb zwar ebenfalls für eine frühzeitige Entwicklung quantensicherer Funktionen, bevorzugt aber freiwillige Migrationen gegenüber einem bereits heute festgelegten Zwangsmechanismus. BIP-361 eröffnet somit keine fertige Lösung, sondern dürfte eine der wichtigsten Bitcoin-Governance-Debatten der kommenden Jahre auslösen.

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Neue Bitcoin-Infrastruktur: Bitcoin Hyper will BTC programmierbar machen

Während BIP-361 langfristig die kryptografische Sicherheit des Bitcoin-Netzwerks adressiert, entstehen parallel Lösungen, die dessen praktischen Nutzen erweitern sollen. Denn Bitcoin überzeugt als dezentrales und besonders robustes Basisnetzwerk, ist für komplexe Anwendungen, schnelle Transaktionen und günstige Mikrozahlungen jedoch nur eingeschränkt geeignet. Genau hier setzen sogenannte Layer-2-Netzwerke an. Ein derzeit auffälliges Projekt aus diesem Bereich ist Bitcoin Hyper, das trotz des schwachen Gesamtmarkts relative Stärke im Presale zeigt.

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Das Konzept soll die Sicherheit und Liquidität von Bitcoin mit der hohen Ausführungsgeschwindigkeit der Solana Virtual Machine verbinden. Nutzer sollen BTC über eine sogenannte Canonical Bridge auf dem Bitcoin-Mainnet hinterlegen können. Nach der Verifizierung der Einzahlung wird eine entsprechende Repräsentation auf der Layer 2 erzeugt. Dadurch könnten Bitcoin-Bestände innerhalb des Bitcoin-Hyper-Ökosystems für schnelle Überweisungen, dezentrale Finanzanwendungen, Zahlungen, NFTs oder weitere Smart-Contract-Anwendungen eingesetzt werden. Für die Abwicklung und spätere Rückführung der Vermögenswerte zum Bitcoin-Mainnet sieht das Projekt den Einsatz von Zero-Knowledge-Technologie vor. Bislang handelt es sich dabei allerdings noch um das angekündigte technische Modell und nicht um ein im breiten Einsatz erprobtes Netzwerk.

Für Aufmerksamkeit sorgt insbesondere die Finanzierung. Nach aktuellen Angaben wurden im laufenden Presale bereits knapp 33 Millionen US-Dollar eingesammelt. Der HYPER-Token soll innerhalb des geplanten Netzwerks unter anderem für Transaktionsgebühren, Staking und Governance benötigt werden. Presale-Käufer können ihre Token derzeit zu einer ausgewiesenen jährlichen Rendite von rund 36 Prozent staken.

Zuletzt aktualisiert am 20. Juli 2026

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