Hacken: Krypto-Organisationen verlassen sich nicht mehr nur auf Audits, sondern richten ihren Fokus auf kontinuierliches Monitoring und betriebliche Resilienz in der Sicherheitsbewertung.
BlockBeats Nachricht, am 20. Juli veröffentlichte das Blockchain-Sicherheitsunternehmen Hacken einen Bericht, dass Krypto-Institutionen die Sicherheitsstandards von Projekten neu bewerten. Traditionelle Smart Contract-Audits und der Verlauf des Betriebs reichen nicht mehr als Vertrauensgrundlage aus; Investoren richten ihre Aufmerksamkeit nun auf kontinuierliches Monitoring, Management der Signaturberechtigungen und Reaktionsfähigkeit bei Vorfällen.
Laut Hackens „Sicherheits- und Compliance-Bericht für das zweite Quartal 2026“ haben von den 1427 verfolgten Projekten nur 9% eine kontinuierliche Drittanbieter-Überwachungsmechanismen implementiert, und lediglich 4% verfügen gleichzeitig über Monitoring, Bug-Bounty-Programme und Security-Audits.
Der Bericht zeigt, dass von den etwa 764 Millionen US-Dollar an Krypto-Asset-Verlusten im zweiten Quartal 2026 88,3% durch das Leaken von privaten Schlüsseln, Signaturberechtigungs- sowie Infrastruktur-Sicherheitsprobleme verursacht wurden und nicht durch Smart-Contract-Schwachstellen.
Hacken gibt an, dass institutionelle Investoren bei ihrer Due-Diligence zunehmend Aspekte wie Signaturgeberwechsel, die Unterstützung von Sicherheiten, Drittanbieterabhängigkeiten, die Reaktionsfähigkeit bei Vorfällen sowie den Umfang und die Aktualität der Audits bewerten.
Der Bericht stellt fest, dass alle 14 Projekte, die im zweiten Quartal attackiert wurden, zuvor Audits erhalten hatten. Die meisten Verluste stammen jedoch aus Bereichen, die außerhalb des traditionellen Auditumfangs liegen, darunter Signaturgeräte, Cross-Chain-Bridge-Validatoren, Backend-Infrastruktur, Administratorenschlüssel sowie weiter betriebene Altverträge.
Hacken erklärt, dass mit dem Eintritt von institutionellem Geld in den Kryptomarkt Projekte ohne kontinuierliche Sicherheitsnachweise mit einem höheren Risikoaufschlag, weniger Investmentmöglichkeiten und erhöhter Schwierigkeit beim Zugang zu Versicherungen und Partnerunterstützung rechnen müssen. Federico Bagiotti, Leiter des Risikomanagements von Abraxas Capital, äußerte, dass das Sicherheitsniveau im Verhältnis zum Kapitalvolumen mittlerweile ein entscheidendes Kriterium für institutionelle Investitionen darstellt – und dies wichtiger geworden ist als das Potenzial eines Projekts.
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