Die Bauindustrie in Österreich befindet sich in einer langfristigen Talsohle, die Talsohle wird 2026 erreicht, doch eine Erholung ist kaum in Sicht, wobei der Wohnungsbau der Hauptbelastungsfaktor ist.
Die Bauindustrie in Österreich befindet sich in einer langfristigen Talsohle, die Talsohle wird 2026 erreicht, doch eine Erholung ist kaum in Sicht, wobei der Wohnungsbau der Hauptbelastungsfaktor ist.
智通财经2026/07/20 09:46Original anzeigen
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⑴ Die aktuelle Bauprognose des Beratungsunternehmens Ernst & Young zeigt, dass der Gesamtwert der österreichischen Bauwirtschaft bis 2026 voraussichtlich auf 51,7 Milliarden Euro sinken wird, was gegenüber dem Wert von 58,7 Milliarden Euro im Jahr 2021 einem kumulierten Rückgang von rund 12 % entspricht; bereinigt um den Einfluss der Inflation ist die tatsächliche Marktgröße bereits deutlich geschrumpft.⑵ Der Bericht weist darauf hin, dass die hohen Bau- und Finanzierungskosten, die unsicheren Ertragsaussichten sowie das begrenzte Angebot an Gewerbeflächen gemeinsam die Erholung von Neubauprojekten im Wohnungsbau behindern, während Budgetkürzungen und wirtschaftliche Schwäche die abwartende Haltung von Investoren, Entwicklern und Finanzierungsparteien weiter verstärken.⑶ Besonders schwach zeigt sich der Bereich Wohnungsbau: Der tatsächliche Wert lag im vergangenen Jahr bei etwa 27,5 Milliarden Euro und wird voraussichtlich auch in diesem und im nächsten Jahr auf diesem Niveau bleiben, erst 2028 ist eine leichte Erholung auf 27,9 Milliarden Euro zu erwarten. Der durchschnittliche jährliche Rückgang bei neuen Wohngebäuden beträgt 5,8 % und stellt somit den Hauptfaktor für den gesamten Marktrückgang dar.⑷ Zwar ist die Zahl der Baugenehmigungen von etwa 10.500 im Jahr 2024 leicht auf 11.000 im vergangenen Jahr gestiegen, bleibt aber weit hinter dem Höchstwert von 23.000 im Jahr 2021 zurück. Ernst & Young sieht die Branche aktuell in einer „langen Phase der Stabilisierung und Neupositionierung“ statt am Beginn eines neuen Aufschwungs.⑸ Renovierungen und Infrastrukturprojekte wirken zum Teil als Puffer: Der Wert der Renovierungen lag im letzten Jahr bei 15,4 Milliarden Euro und entsprach damit etwa dem Niveau von 2021; das Volumen der Infrastruktur stieg lediglich von rund 8 Milliarden Euro auf 8,6 Milliarden Euro und kann den starken Rückgang beim Wohnungsbau nicht kompensieren.⑹ Ernst & Young erwartet ab 2027 eine allmähliche Marktbelebung, der Bauwert könnte 2028 bei 43,9 Milliarden Euro liegen, was jedoch weiterhin deutlich unter dem Wert von 2021 bleibt. Viele Projekte, die vor einigen Jahren noch profitabel waren, sind mittlerweile wirtschaftlich nicht mehr tragfähig; das Missverhältnis zwischen Kosten und Erträgen ist das zentrale Problem der schleppenden Erholung.
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