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53 Milliarden US-Dollar, 28% Aufpreis: Stripe tut sich mit Advent zusammen, um PayPal „rückwärts“ zu übernehmen – das gewagteste Risiko in der Geschichte der Zahlungsdienste

53 Milliarden US-Dollar, 28% Aufpreis: Stripe tut sich mit Advent zusammen, um PayPal „rückwärts“ zu übernehmen – das gewagteste Risiko in der Geschichte der Zahlungsdienste

华尔街见闻华尔街见闻2026/07/16 13:26
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Von:华尔街见闻

Der Zahlungsriese Stripe hat sich mit dem Private-Equity-Riesen Advent zusammengeschlossen und PayPal ein Übernahmeangebot in Höhe von rund 53 Milliarden US-Dollar unterbreitet, mit einem Preis von 60,50 US-Dollar pro Aktie, was einem Aufschlag von 28 % entspricht. Stripe will damit seine Schwächen im Endkundenzahlungsbereich ausgleichen und Zugang zu mehr als 400 Millionen aktiven Konten erhalten. Da sich PayPal jedoch in einer Phase der strategischen Neuausrichtung befindet und das Angebot für unterbewertet hält, haben noch keine substantiellen Verhandlungen stattgefunden. Die Erfolgsaussichten der Transaktion sind daher sehr ungewiss.

Die Zahlungsbranche steht möglicherweise vor der größten Übernahme der letzten Jahre.

Am 15. Juli berichtete Reuters unter Berufung auf Insider, das Zahlungs-Startup Stripe hat sich mit dem Private-Equity-Giganten Advent International zusammengeschlossen und ein Übernahmeangebot für das an der New Yorker Börse notierte Zahlungsunternehmen PayPal abgegeben. Der Gesamtpreis beträgt etwa 53 Milliarden US-Dollar, das Angebot liegt bei 60,50 US-Dollar je Aktie und damit rund 28 % höher als der Schlusskurs des letzten Handelstages von PayPal, und es wurden bereits Bankfinanzierungszusagen von etwa 50 Milliarden US-Dollar erhalten.

Die potenzielle Transaktion kommt jedoch derzeit nicht voran. Laut dem Bericht und unter Berufung auf Insider hat PayPal bisher keine substantiellen Verhandlungen mit den Übernehmenden aufgenommen und reagiert auf das Angebot zurückhaltend. Da sich das Unternehmen in einer Phase der strategischen Transformation befindet, ist das Management der Ansicht, dass das aktuelle Angebot wenig attraktiv ist und die Wahrscheinlichkeit einer Einigung in naher Zukunft gering bleibt.

53 Milliarden US-Dollar Übernahmeangebot bislang ohne Reaktion

Stripe hatte zuvor bereits ersten Kontakt zu PayPal aufgenommen und diesen Monat das offizielle Übernahmeangebot eingereicht.

Abgesehen vom Barangebot von 60,50 US-Dollar je Aktie haben Stripe und Advent bereits Bankfinanzierungszusagen von etwa 50 Milliarden US-Dollar erhalten, um die Transaktion zu unterstützen. Bislang hat PayPal jedoch keine tiefergehenden Verhandlungen zum Angebot begonnen.

Was die Bewertung angeht, liegt das aktuelle Angebot zwar etwa 28 % über dem jüngsten Aktienkurs, bleibt jedoch unter dem Kursniveau von etwa 70 US-Dollar vor einem Jahr – und ist gegenüber dem Höchststand von 2021 um mehr als 80 % geschrumpft.

Gleichzeitig setzt PayPal weiterhin auf strategische Anpassungen, um die Profitabilität und Wachstumsqualität zu verbessern. Das Management sieht weiterhin erhebliches Potenzial zur Wertsteigerung des Unternehmens und hat daher derzeit wenig Interesse, auf das Übernahmeangebot einzugehen.

Stripe möchte seinen Bereich im Consumer Payment vervollständigen

Für Stripe hat die Transaktion wesentlich größere Bedeutung als nur die Expansion. Stripe hat mit seiner Online-Zahlungsinfrastruktur langfristig eine Führungsposition im Unternehmenszahlungsmarkt etabliert, ihm fehlt jedoch bislang eine weltweit einflussreiche Plattform im Bereich Consumer Payment.

Im Falle einer Übernahme würde Stripe schlagartig Zugriff auf die mehr als 400 Millionen aktiven Konten von PayPal sowie etablierte Consumer-Payment-Marken wie PayPal und Venmo erhalten und könnte sein Geschäft von Unternehmenszahlungen auf das Ökosystem des Consumer Payment ausweiten. Der Bericht zitiert Insider, wonach Stripe und Advent nach Abschluss der Transaktion gemeinsam PayPal halten möchten.

Bemerkenswert ist zudem, dass Stripe im Februar durch den Verkauf von Mitarbeiterbeteiligungen eine neue Unternehmensbewertung von 159 Milliarden US-Dollar erreicht hat und damit erneut zu den weltweit höchstbewerteten nicht börsennotierten Unternehmen zählt. Obwohl extern lange ein IPO erwartet wurde, betonten die Mitgründer um John Collison mehrfach, dass das Unternehmen keine Eile beim Börsengang hat.

Vor diesem Hintergrund könnte eine große Übernahme im Consumer Payment Bereich eine alternative Möglichkeit für Stripe sein, weiteres Wachstum zu erschließen – als Gegenentwurf zur Finanzierung auf dem öffentlichen Markt.

Die Zahlungsbranche könnte eine prägende Übernahme erleben

Sollte die Transaktion abgeschlossen werden, wäre dies eine der größten Übernahmen der globalen Zahlungsbranche der letzten Jahre.

Symbolisch wäre dies ein Paradebeispiel für einen "neuen Player übernimmt alten Riesen". Stripe, ein jüngeres Unternehmen, das bis heute nicht an der Börse tätig ist, versucht die seit mehr als zwanzig Jahren bestehende und sehr nutzerstarke PayPal zu übernehmen. Dies zeigt, wie sich das globale Wettbewerbsumfeld der Zahlungsbranche rasant wandelt.

Advent International, als Partner der Übernahme, ist ebenfalls ein langjähriger Investor in der Zahlungsbranche und war in der Vergangenheit an Investitionen für Unternehmen wie Worldpay, Vantiv und Nexi beteiligt – und verfügt über umfangreiche Erfahrung in branchenübergreifender Konsolidierung.

Da PayPal bislang keine klare Verhandlungsbereitschaft signalisiert und das Management weiter auf die strategische Transformation des Geschäfts fokussiert bleibt, ist die Umsetzung des 53 Milliarden US-Dollar Deals nach wie vor mit erheblichen Unsicherheiten verbunden.

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