In den letzten vier Wochen wurden in Südkorea rund 320.000 gehebelte Kleinanleger-Konten zwangsliquidiert, davon 62 % von jungen Menschen im Alter zwischen 20 und 30 Jahren. Der Gesamtverlust betrug etwa 2,15 Billionen Won.
BlockBeats berichtet am 16. Juli unter Berufung auf Statistiken der koreanischen Finanzaufsicht und Schätzungen aus dem Trading Desk von Goldman Sachs, dass koreanische Privatanleger durch Hebelgeschäfte im vergangenen Monat insgesamt etwa 2,15 Billionen Won, rund 1,45 Milliarden US-Dollar, verloren haben. Dies umfasst Verluste durch zwangsweise Liquidierung von Kapital, Wertverlust von Hebel-ETFs, Schulden durch Nachschussforderungen und Optionsprämien-Verluste. Allein am 13. Juli erhielten über 1,2 Millionen Konten von Privatanlegern für Kredit- und Hebelprodukte eine Nachschussaufforderung. Davon wurden etwa 320.000 bis 360.000 Konten von den Wertpapierfirmen zwangsliquidiert und das gesamte Kapital gelöscht. Der Goldman Sachs Report stellt klar, dass die Zwangsliquidierungen an diesem Tag einen wichtigen Anteil am Nettoverkauf der Institutionen ausmachten.
Unter den Konten mit Liquidierung stellen junge Erwachsene im Alter von 20 bis 30 Jahren mit 62 % die größte Gruppe dar, vor allem bei 2-fach gehebelten ETF auf Halbleiter wie Samsung Electronics und SK hynix. Inzwischen hat die koreanische Finanzkommission angekündigt, ab Oktober 2026 die landesweite Schuldenberatungshotline 1375 einzurichten, die einen zentralen Zugang für Schuldensanpassung, Beratung zur Privatinsolvenz sowie Unterstützung für Opfer illegaler Privatkredite bietet. Die Maßnahme ist Teil der Regierungsinitiative “Suizidpräventionsstrategie für Wirtschaftsgefährdete”, die der Nationalversammlung berichtet wurde, und soll verhindern, dass aus Hebelkrediten entstehende Schuldenprobleme zur gesellschaftlichen Krise werden.
Heute hat die koreanische Finanzdienstleistungskommission ihre Regulierung erneut verschärft und Maßnahmen für Single-Stock-Hebel-ETFs angekündigt, darunter eine Erhöhung der Mindestmargin für Chip-Hebel-ETFs. Die Mindestmargin steigt von 10 Millionen auf 30 Millionen Won und wird künftig nur noch als Bargeld akzeptiert. Für jede Einzelaktie-Hebeltransaktion sind maximal 20 Aktien pro Kauf erlaubt, zuvor war es eine Aktie. Zudem wird die Emission neuer Single-Stock-Hebelprodukte in Korea verboten.
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