Walsh bekräftigt das Engagement für das 2%-Inflationsziel und betont die Unabhängigkeit der Geldpolitik
Am 14. Juli betonte Federal Reserve Chair Walsh während einer Anhörung am Dienstag seine Verpflichtung, keine Vorabinformationen zu Zinssätzen zu geben. Während fast seiner gesamten Aussage vermied er es, die Zinspolitik zu erwähnen. Walsh erklärte, dass die Fed entschlossen daran arbeitet, die Preisstabilität zu wahren und die Inflation zurück auf das Ziel von 2 % zu bringen. Gleichzeitig hob er hervor, dass die Fed über die notwendigen Instrumente verfügt, um dieses Ziel zu erreichen. Er sagte: „Je mehr wir uns auf unsere eigenen Aufgaben konzentrieren, desto weiter bleiben wir von der Politik entfernt.“ Walsh merkte außerdem an, dass die Fed ihr Rahmenwerk zur Inflationsbewertung neu überprüfen wird, um ein tieferes Verständnis für die Faktoren zu gewinnen, die die Inflation antreiben, und um herauszufinden, welche Maßnahmen ergriffen werden können. Hinsichtlich der neu eingerichteten, mehreren Arbeitsgruppen bei der Fed erläuterte Walsh, dass sich diese derzeit in der Forschungs- und Erkundungsphase befinden. Er wies darauf hin, dass relevante Diskussionen zunächst unter den 19 Politikern stattfinden werden und der gesamte Prozess offen und transparent bleibt. Forschungsergebnisse und Politikideen werden dabei regelmäßig mit der Öffentlichkeit geteilt. Zum Thema Bilanzpolitik betonte Walsh, dass die Bilanz ein Teil der Geldpolitik ist und nicht nur eine Frage der Finanzmarktoperationen darstellt. Jegliche Anpassungen an der Bilanzpolitik werden vollständig im Voraus kommuniziert und erklärt, damit der Markt ausreichend vorbereitet werden kann. Auf die Frage, wie er reagieren würde, wenn Trump versuchen würde, in die Politik der Fed einzugreifen, antwortete Walsh, dass er weiterhin seine Pflichten erfüllen und auf einer unabhängigen Ausgestaltung der Geldpolitik bestehen würde. Er stellte fest, dass die Fed bereits ihre Verpflichtung zur Unabhängigkeit der Politik und zur institutionellen Reform bewiesen hat.
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