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Die europäischen Aktienmärkte stehen insgesamt unter Druck, während der Energiesektor entgegen dem Trend anführt. Geopolitische Konflikte lösen eine vollständige Neubewertung der Zinserhöhungserwartungen der Bank of England und der Europäischen Zentralbank aus.

Die europäischen Aktienmärkte stehen insgesamt unter Druck, während der Energiesektor entgegen dem Trend anführt. Geopolitische Konflikte lösen eine vollständige Neubewertung der Zinserhöhungserwartungen der Bank of England und der Europäischen Zentralbank aus.

汇通财经汇通财经2026/07/14 10:37
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⑴ Am Dienstag fielen die europäischen Aktienmärkte allgemein infolge der anhaltenden militärischen Angriffe zwischen den USA und Iran für die dritte Nacht in Folge sowie der Ankündigung von Trump, die iranische Schifffahrt durch die Straße von Hormuz erneut zu blockieren und zudem eine Transitgebühr von 20% auf andere durchgelassene Waren zu erheben. Der FTSE 100 in London sank um 0,5 %, der DAX in Deutschland fiel um 0,55 %, der CAC in Frankreich gab um 0,9 % nach, und die Indizes in Italien und Spanien schlossen jeweils um 0,7 % bzw. 1,07 % niedriger. Energie-Giganten wie BP und Shell wurden jedoch durch den Ölpreisanstieg gestärkt und konnten sich entgegen dem Trend behaupten, mit Kurssteigerungen von jeweils 3 % und 1,7 %.⑵ Brent-Öl stieg während des Tages um über 3 % und überschritt die Marke von 86 US-Dollar pro Barrel – das erste Mal seit dem Waffenstillstandsabkommen, dass die 85-Dollar-Hürde erreicht wurde. Der niederländische TTF-Gas-Benchmark-Kontrakt legte synchron um fast 3 % auf 52,8 Euro pro Megawattstunde zu, während der britische Gas-Kontrakt um 3,3 % auf 128,27 Pence/SMM stieg und damit ein Drei-Monats-Hoch erreichte. Die steigenden Energiekosten werden derzeit heftig über die Inflationserwartungen in das Zinspreissystem weitergeleitet.⑶ Der Geldmarkt preist derzeit vollständig ein, dass die Bank of England im September die Zinsen um 25 Basispunkte erhöht und möglicherweise bis Jahresende ein weiteres Mal folgt. Die Europäische Zentralbank wird ebenfalls vollständig für eine Zinserhöhung in gleicher Höhe im September bewertet, wobei sich Erwartungen einer weiteren Zinserhöhung im Dezember ebenfalls ansammeln. Noch zu Beginn des Waffenstillstands im laufenden Monat hatte der Markt für beide Zentralbanken zusammen nicht einmal eine vollständige Zinserhöhung eingepreist – das geopolitische Risikoprämium hat die Erwartungen hinsichtlich des politischen Kurses komplett neu geformt.⑷ Auf der Datenebene stehen die Veröffentlichung des US-CPI sowie die Kongress-Anhörung von Walsh bevor. Strategen der Bank of New York Mellon warnen, dass die Inflationsdaten weiterhin stark volatil bleiben und die Märkte entsprechend schwanken werden. Vom Nachfrageseite bringt die Meldung, dass Chinas Rohölimporte im Juni um 41,3 % auf das niedrigste Niveau seit fast zehn Jahren eingebrochen sind, zusätzliche Unsicherheiten. Sollte die Kerninflation hartnäckiger ausfallen als erwartet, könnten die Anleihe-Spreads der europäischen Randstaaten weiter steigen und kritische Schwellenwerte erreichen, die systemisches Hedging auslösen.
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