Südafrika plant, strategische Ölreserven aufzustocken, um Versorgungsrisiken zu begegnen.
Golden Ten Data berichtete am 13. Juli, dass Südafrika plant, seine strategischen Ölreserven zu erhöhen. Das letzte Mal hatte das Land in den 1970er Jahren Notfallreserven aufgebaut, nachdem die Vereinten Nationen wegen der institutionalisierten Apartheidspolitik Sanktionen gegen Südafrika verhängt hatten, was zum Bau der Saldanha-Bucht-Lagereinrichtung an der Atlantikküste führte, die bis zu 45 Millionen Barrel Rohöl fassen kann. Das südafrikanische Ministerium für Mineralressourcen und Energie (DMRE) erklärte in einem am 9. Juli veröffentlichten, zur öffentlichen Konsultation stehenden politischen Entwurf, dass Südafrika voraussichtlich zusätzlich 10 Millionen Barrel Öl benötigt, um das derzeitige Lagerdefizit zu schließen. Im Dokument heißt es, das südafrikanische Finanzministerium und die South African National Oil Company würden „Finanzierungsmechanismen und -instrumente entwickeln, um die Finanzierung und Absicherung strategischer Ölreserven zu gewährleisten“. Das DMRE schlägt vor, dass die strategischen Reserven den Bedarf für 60 Tage abdecken sollen, davon etwa zwei Drittel als Rohöl und der Rest in Form von Ölprodukten. Nach Schätzungen der US Energy Information Administration liegt der Bedarf Südafrikas bei etwa 600.000 Barrel Öl pro Tag, sodass der geplante Umfang der Reserve rund 36 Millionen Barrel beträgt. Im Rahmen dieses Plans müssen genehmigte Großhändler und Importeure Reserven in Höhe des Eigenbedarfs für 21 Tage vorhalten.
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