KIS senkt die Zwei-Jahres-Betriebsgewinnprognose von Micron, behält aber das Kursziel bei
BlockBeats News, 13. Juli – Marktquellen zufolge hat Korea Investment Securities die Prognose für das operative Ergebnis von SK Hynix für 2026 und 2027 um 9 % bzw. 11 % gesenkt. Die Institution hält jedoch weiterhin am Kursziel von 3,8 Millionen koreanischen Won fest und betont, dass die Anpassung nicht auf eine nachlassende Nachfrage, sondern auf eine Neubewertung der Preise für langfristige Lieferverträge zurückzuführen ist.
Die Nachfrage nach HBM bleibt stark, insbesondere vor dem Hintergrund des Ausbaus der Lieferketten für AI-Server und GPUs. KIS erwartet, dass der Umsatz von Hynix im zweiten Quartal bei etwa 80,9 Billionen koreanischen Won liegen wird, mit einem operativen Gewinn von rund 60,4 Billionen koreanischen Won. Basierend auf diesen Zahlen beträgt die operative Gewinnmarge nahezu 75 % und bleibt damit auf einem historischen Höchststand.
Die Analyse von KIS zeigt, dass das Problem nicht darin besteht, dass Hynix kein Geld verdient, sondern vielmehr, dass das Unternehmen möglicherweise nicht so viel verdient, wie es der Markt zuvor erwartet hatte.
KIS geht davon aus, dass sich die Transaktionsstruktur der Speicherbranche in den nächsten drei bis fünf Jahren stärker um langfristige Lieferverträge drehen wird. Langfristige Vereinbarungen können Kunden, Kapazitäten und Cashflow sichern, begrenzen jedoch auch die Möglichkeit der Hersteller, von steigenden Spot-Preisen zu profitieren. Wenn DRAM- oder HBM-Spot-Preise temporäre Höchststände erreichen, glätten langfristige Vertragskonditionen die Gewinnmargen und begrenzen zudem den Spielraum für weitere Erhöhungen der Gewinnerwartungen.
Für Investoren verschiebt sich die Erzählung bei Hynix von „Knappheit an AI-Speicher“ zu „wie die Knappheit eingepreist wird“. Nachfolgende Großlieferungen von HBM4 könnten weiterhin den durchschnittlichen Verkaufspreis anheben, doch langfristige Verträge bedeuten, dass diese Preissteigerungen nicht vollständig in der Gewinn- und Verlustrechnung in Form von Spot-Preisen abgebildet werden.
KIS hält an seinem Kursziel fest und macht deutlich, dass sich die Einschätzung mittel- bis langfristiger Trends von Hynix nicht geändert hat. Diese Anpassung ist eher als eine Abkühlung der Bewertungsannahmen zu verstehen und nicht als eine Absage an die Fundamentaldaten. Auch wenn kurzfristig die Überschrift „Gewinnprognose gesenkt“ Auswirkungen auf den Aktienkurs haben kann, ist die substanziellere Frage: Wie viel Aufschlag sind Investoren bereit zu zahlen, wenn langfristige Lieferverträge zum Branchenstandard werden und für Hynix Planungssicherheit bieten?
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